Monthly Archives: November 2012


JIM-Studie 2012

Veröffentlicht am von jrobes

Die neue JIM-Studie ist da. “JIM” steht für “Jugend, Information, (Multi-)Media”. Die Studie wird seit 1998 vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest in Zusammenarbeit mit dem Südwestrundfunk durchgeführt. Dabei wurden dieses Jahr 1.200 Jugendliche zwischen 12 und 19 Jahren über ihr Medienverhalten befragt, womit die Ergebnisse also das sind, was gemeinhin als “repräsentativ” bezeichnet werden darf. Die Pressemitteilung ist mit “Vernetzt mit 272 Freunden” überschrieben und deutet bereits an, wohin sich der Medienalltag Jugendlicher bewegt. Oder welche Veränderungen die Forscher für erwähnenswert halten …

jim_201211.jpgWas geben uns die Herausgeber also mit auf den Weg, bevor man sich in die Details der Studie stürzt:
“- Für Jugendliche bleiben Soziale Netzwerke ein zentraler Aspekt der Internetnutzung. Online-Communities zählen neben Suchmaschinen und Videoportalen zu den drei am häufigsten ausgeübten Anwendungen im Internet …
- Aktuell meint die Nutzung Sozialer Netzwerke fast ausschließlich die Nutzung von Facebook, hier sind 81 Prozent der Jugendlichen aktiv. …
- Das Handy als Alltagsbegleiter der Jugendlichen eröffnet die Option, Soziale Netzwerke auch unterwegs zu nutzen. …”

Öffnet man die 72 Seiten, kann man z.B. noch mitnehmen, dass Computer/ Laptop, Handy, Fernseher und Internetzugang heute zur Grundausstattung eines Jugendlichen gehören. Und das ist mit Blick auf die Zahlen wörtlich zu nehmen. Blättert man noch etwas weiter bis zu den Seiten, in denen es um die Internetnutzung geht, finden sich weitere interessante Beobachtungen, z.B.: “Twitter ist für die meisten Jugendlichen eher ein Randphänomen, nur wenige lesen (7 %) oder verfassen (4 %) regelmäßig solche kurzen Nachrichten …” (S. 33f.) Und dann enthält die JIM-Studie natürlich heute auch ein Web 2.0-Kapitel, in dem die Netzaktivitäten der Jugendlichen wie folgt zusammengefasst werden:

“Dass sich das Internet für Jugendliche zu einem echten “Mitmach-Medium” entwickelt hat, kann auch im Jahr 2012 nicht bestätigt werden. Eigene Inhalte werden nur von einem Fünftel regelmäßig erstellt (ohne Communities), wobei auch hier der Löwenanteil auf das Schreiben von Beiträgen in Foren und das Einstellen von Bildern und Videos entfällt.”

Leider lassen diese Zeilen offen, ob sich das “Mitmach”-Web heute eben in jenen Communities abspielt …
Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (mpfs), 30. November 2012

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Fundstücke zu Themenwoche 04

Veröffentlicht am von Claudia Bremer

Über Twitter kamen wieder diverse Hinweise auf aktuelle Veröffentlichungen rund um die Themenwoche 04 rein:

Veröffentlicht unter Thema 04 - Kosten/Risiken | 1 Kommentar

Der Preis des Kostenlosen! Was sind unsere Daten wert?

Veröffentlicht am von Markus Pleimfeldner

Grafik: Der Preis des Kostenlosen (Bild: hr)
 

Materialien für die kritische Medienbetrachtung

Eine eigenes Profil bei Facebook, ein E-Mail-Konto bei Yahoo, eine Suche über Google. Täglich nutzen viele Millionen Menschen Angebote im Internet, für die sie nie eine Rechnung bekommen. Und doch zahlen sie dafür – mit ihren Daten.

Hinter den kostenlosen Angeboten stehen oft Milliarden schwere Konzerne. Und die verdienen ihr Geld mit dem, was sie über die Nutzer, ihre Kunden wissen. Denn je genauer das Profil eines Nutzers, je mehr über seine Lebensumstände, seine Hobbies, Interessen, Wünsche etc. bekannt ist, umso gezielter können diesem Nutzer Werbeangebote unterbreitet werden, und umso teurer können die Anbieter wie Facebook oder Google ihre Werbeplätze verkaufen.

Wie funktioniert dieses Geschäft genau? Wird aus einer kostenlosen Dienstleistung im Netz bare Münze? Wie sehen die Geschäftsmodelle aus? Welchen konkreten Wert haben einzelne Informationen, die der Nutzer im Netz freiwillig oder auch unfreiwillig hinterlässt? Und schließlich: Welchen Anteil hat das Verhalten der Nutzer selbst daran, dass Unternehmen mit ihren Daten viel Geld verdienen können? (mehr …)

Veröffentlicht unter Thema 02 - Social Media, Thema 04 - Kosten/Risiken | Kommentar schreiben

Weitere Fundstücke aus dem digitalen Süden und Norden: Liquid Democracy nicht nur bei den Piraten

Veröffentlicht am von Claudia Bremer

Ganz spannend fand ich beim Stöbern in der süddeutschen Online Zeitung einen Beitrag (der fast besser in die letzten Themenwochen passt), über den Versuch, lokalen Vereinen und Bürgern digitale Beteiligungsmöglichkeiten nahe zu bringen. Dazu hatte ein Tegernseer Stadtrat Interessierten Liquid Democracy, das Abstimmungstool, das über die Piraten bekannt wurde, vorgestellt. Ziel der Kampagne war laut der Online Zeitung „mehr politisches Interesse und Gestaltungsmöglichkeit für alle, denen das Tegernseer Tal Tal am Herzen liegt“. Unter dem Titel „Gräben zwischen “Onlinern” und “Offlinern” schließen“ berichtet die Online Zeitung über das Event.

Bürgerbeteiligung alt und neu

Tegernsee
Tegernsee
(Quelle beider Bilder: Tegernseer Stimme)

Bürgerbeteiligung auch im Norden

Auch im norddeutschen Raum finden entsprechende Versuche statt, hier wie xPolitics berichtet recht erfolgreich: “ […] wie die Friesländer der Bürger-Lobby echte Mitsprache einräumen, ohne an bestehenden Gesetzen zu rütteln“ und „was die Friesländer seit einiger Zeit mit liquid Friesland auf die Beine stellen, ist mehr als beachtlich und kann durchaus als Revolution der Kommunalen Politik gesehen werden.“

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Fundstück aus dem digitalen Süden: „Soziale Netzwerke: 7 Tipps für den Umgang“

Veröffentlicht am von Claudia Bremer

Tipps für den Umgang mit Sozialen Netzwerken

Passend zum Thema veröffentlichte die „Teggernseer Stimme“ genau heute, am 25.11.2012 einen Beitrag „Soziale Netzwerke: 7 Tipps für den Umgang“, … als hätten sie es geahnt 😉

Widerspruch gegen die Facebook Nutzungsbestimmungen?

Vor einigen Tagen erhielt ich eine Mitteilung von Facebook bezüglich ihrer neuen Nutzungsbestimmungen. Auch darauf reagierte die Zeitung mit dem Beitrag „Facebook-Hoax: “Hiermit widerspreche ich…”“, in dem sie die Meinung vertritt, dass dies einfach keinen Sinn macht. Entweder man macht mit oder nicht…. Durch den Widerspruch verdeutlich man nur seine Unwissenheit… (Ähnlich hilflos gegen die Geschätfsgepflogenheiten von Google fühlte ich mich bei der überraschenden Zusammenlegung meines YouTubes und Google Accounts, , gegen den ich mich absolut nicht wehren konnte – s. mein Kommentar auf Fontanefans Mitschrift der vierten Sendung) Sind wir so ausgeliefert und können uns nicht wehren, oder ist es an der Zeit auch alternative Tools zu nutzen, wie manche propagieren? Nur:

„Wenn alle meine Freunde in Facebook sind und nur dort die Infos zur Vorlesung getauscht werden, habe ich kaum die Wahl, Facebook nicht und statt dessen ein anderes soziales Netzwerk oder gar keins zu nutzen. Ich hänge mich sonst einfach von der Informationsversorgung ab“

so äußerte sich kürzlich ein Student in einer Diskussion zu sozialen Medien in einem Workshop an der Universität.

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Eröffnung der Themenwoche 04: Wer sich bewegt, hinterlässt Spuren

Veröffentlicht am von jrobes

Gestern gab es die vierte Folge des Funkkollegs, die mit „Kommunikations-Kosten – Kommunikations-Risiken: Wem gehören meine Daten?“ überschrieben ist. Eine etwas düstere Sendung, die uns mit vielen Beispielen darauf hinweist, welche Datenspuren wir – bewusst und unbewusst – im Netz hinterlassen, und wie sich andere dieser Daten bedienen. Das Spektrum der „Täter“ reicht hier von einzelnen Kriminellen, über Geheimdienste bis zu Unternehmen und Behörden.

Die Sendung schließt mit dem Aufruf, sich intensiver mit den „Risiken des Mediums auseinanderzusetzen“. Hier wird der eine oder andere kurz zögern. Liegt das Risiko im Medium Internet oder z.B. in der Frage, ob und wozu wir Geheimdienste brauchen? Lassen wir die Frage an dieser Stelle offen und verweisen lieber gleich auf den Artikel von Fontefan, der die Diskussion bereits aufgenommen hat („Kommunikationskosten – Kommunikationsrisiken“). Weitere Kommentare sind wie immer herzlich willkommen!

Hier noch einmal der Hinweis auf die wichtigsten „Einstiegspunkte“ der vierten Folge des Funkkollegs:

  • da ist natürlich die Sendung selbst, die wie immer bereits als Podcast zur Verfügung steht;
  • dann die Zusatzmaterialien zum Vertiefen;
  • dann das Begleitbuch zum Funkkolleg, in dem z.B. Constanze Kurz und Frank Rieger unter dem Stichwort „Ausgekundschaftet“ ein weiteres Beispiel für Kosten & Risiken präsentieren;
  • die Blogbeiträge hier, von anderen und die Kommentare,
  • und schließlich der Twitter-Hashtag zum schnellen, informellen Austausch: #fkmedien.

Viel Spass mit der vierten Themenwoche!

Ihre Moderatoren, Claudia Bremer und Jochen Robes

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Aktivitäten rund ums Funkkolleg

Veröffentlicht am von Claudia Bremer

An dieser Stelle wollen wir die Gelegenheit nutzen und Sie auf weitere Termine und Beteiligungsmöglichkeiten rund um das Funkkolleg hinweisen:

  • Veranstaltungen

    Unter der Rubrik „Termine“ finden Sie Hinweise auf begleitende Veranstaltungen in den Volkshochschulen. Z.B. der Kurs „Web 2.0“ an der VHS Hanau heute ab 13:00 Uhr, das Angebot „Zocken, Shopping, Internet – exzessives Hobby oder schon Sucht?“ an der VHS Wiesbaden am Montag den 26.11.12, 19:00 – 21:15 Uhr, sowie eine Internet Einführung an der VHS Frankfurt am 27.11. und 4.12.12, jeweils 14:00 – 17:15 Uhr. Weitere Veranstaltungen finden Sie auf der Terminseite des Funkkollegs.

  • Frage: Teilnehmerblog JA/NEIN?

    Wir wollen von Ihnen wissen, ob Sie Interesse daran haben, dass wir einen Teilnehmerblog einrichten, in dem Sie Beiträge schreiben können und auch mit einer Blogsoftware Erfahrungen sammeln können. Wenn Sie gerne mit einem Blog arbeiten wollen, aber noch nicht den Weg gefunden haben, für sich einen Blog im Netz anzulegen, so ist dies eine Möglichkeit der Beteiligung jenseits der Kommentarfunktion zu den Blogbeiträgen (s. unten) und einem Twitterkanal. Wenn Sie Interesse haben, geben Sie uns bitte kurz ein Zeichen per Email oder mit Hilfe der Kommentarfunktion unten.

  • Geplante Tutorials

    Last not least ein Ausblick auf geplante Angebote: Wir bereiten für die, die Interesse haben, ein kleines Tutorial zum Twittern und zur Nutzung von Blogs vor. Die Bereitstellung erfolgt hier, sobald es fertig ist.

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Rückblick auf die Themenwoche 03

Veröffentlicht am von Claudia Bremer

Kurz bevor wir die neue Themenwoche eröffnen, ein kleiner Rückblick auf die letzten Themen. Die Themen der Wochen 02 und 03 des Funkkollegs haben ja in hervorragender Weise aufeinander aufgebaut: Von der Nutzung sozialer Medien und deren Konsequenzen, Potentialen und Risiken ging es direkt in die Problematik der Post-Privacy. Stellen wir unsere Daten frei im Netz zur Verfügung oder nicht? Wie teilen wir uns mit im Netz? Wie bewegen wir uns durch das Netz, welche Spuren hinterlässt dies und wie treffen wir unsere Wahl?

Lore Reß hat in ihrem Beitrag Postprivacy, Öffentliche Meinung und Teamarbeit deutlich gemacht, welche Konsequenzen die „öffentliche Privatheit“ für einen politsch aktiven Menschen hat und die Diskussion auch noch mit weiteren Links zur Themenwoche bereichert. Vielen Dank dafür!

Vielen Dank auch für die zahlreicheren Kommentare zur aktuellen Themenwoche,… das Thema hat einigen Beiträgen verlockt:

  • J. Ost verweist im Kontext des Themas Privatheit auf die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen, Artikel 12, was auch sicher das Thema der vierten Sendewoche nochmals betrifft.

  • … und Siegfried Werner verweist auf die Potentiale unserer Mitwirklung im Netz.

  • Harald Reinhardt spannte einen Bogen der Technikentwicklung und teilte seinen Eindruck der Sozialen Netzwerke: „Die Art und Weise, wie manchmal in Onlinekommentaren zu einem Artikel Stellung genommen wird, erinnert mich sehr an halbstarke, adrenalingesteuerte Autofahrer, die mit Imponiergehabe oder Proletentum ihr Revier markieren wollen.“

  • Chris Schuth teilte ihre Entscheidung zur Nutzung ihrer Emailadressen und ihrer Identität im Netz mit. So auch ein Beitrag von Neugierig, der die seine negativen Erfahrungen mit gehkcten Accounts teilt.

  • Renate Hillingshäuser verwies in ihrem Kommentar darauf, dass „niemals das wirklich Private“ angebildet wird, sondern „mediale Selbstthematisierung“, es geht dabei um „Inszenierungen, um den Schein von Natürlichkeit“. Sie empfiehlt uns auch nochmals die Aufstellung “Privat” in der Kunsthalle Schirn in Frankfurt.

  • Und N.N. betont in ihrem Kommentar unter dem Titel „Einwände gegen die Apologeten der Post-Privacy“, dass es durchaus Personengruppen gibt, „die tunlichst nicht “transparent” werden sollten (solange des Diskriminierung etc. gibt)“, dass es keineswegs in der Hand der Einzelnen liegt „zu entscheiden, was von ihnen öffentlich werden soll“ und dass die „die enormen manipulativen Möglichkeiten, die die Möglichkeiten des Identitätsmanagements oder auch anderer Formen des technologisch unterfütterten Lobbismus bieten“ ignoriert werden.

An dieser Stelle sei auch nochmals auf die Zusatzmaterialien zur Sendung, die Funkkolleg Dailies und das Learnboard zur 3. Sendung verwiesen.

Wir wünschen Ihnen viel Spass mit der nächsten Folge und Themenwoche, die heute startet, und freuen uns über zahlreiche Kommentare, Beiträge, Twittermeldungen und Mitteilungen auch in anderer Art.

Ihre ModeratorInnen, Claudia Bremer und Jochen Robes

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MOOCs und “Commitment” – Bestandsaufnahme einer Beziehung zueinander

Veröffentlicht am von mons7

Da sinniere ich gerade über (m)ein “Commitment” wenn’s um MOOCs geht… und schon schreibt die Dörte was ganz ganz Wahres und Eingängiges hier dazu.

Anmeldung als Selbstverpflichtung

Da ich mich beruflich viel mit selbstgesteuertem Lernen beschäftige und hier speziell mit Fragen der Selbstmotivation, der Lernaktivierung und des Zeitmanagements, weiß ich um das Potenzial, Verabredungen mit sich selbst zu treffen. Eine Anmeldung ist ein bewusster Akt, ein “Ich tu’s!”, der auch jenseits aller Öffentlichkeit auf das eigene Verhalten eine Wirkung hat. Diesen Effekt möchte ich evtl. gar nicht missen – vielleicht ist das sogar der alles entscheidende Grund, warum es eine Anmeldung für diesen MOOC-Maker Course geben muss!

Selbstverpflichtung durch Anmeldung

Und in der Tat bedeutet für mich individuell die Anmeldung auch etwas. Sie trägt mich zwar nicht zwangsweise durch die gesamte Zeit des MOOCs hindurch, jedoch macht sie, dass meine Teilnahme äußerbar wird. Denn wo sollte sonst der Beweis liegen, dafür dass ich – so zuvor oder ganz zu Beginn eines MOOCs – auch wirklich dabei bin/dabei sein werde?

Und ich gehe sogar noch einen Schritt weiter. Nicht nur macht sie meine Teilnahme aussprechbar, sie legt mir die (Ver-)Äußerung, die Verkündung im Social Web sogar nahe. Denn nichts liegt näher, als direkt und just nach einer Anmeldung zu einem MOOC dieselbe im Web zu verlautbaren.

Selbstverpflichtung durch Blogpost, was ich mir vornehme

Die Anmeldung stellt jedoch m.E. lediglich die formale Selbstverpflichtung dar. Eine inhaltliche wird bei den meisten MOOCs gleich zu Beginn empfohlen. So z.B. seinerzeit beim #opco11 unter den weiteren Aktivitäten zu Woche 1 hier: “Es ist die erste Woche, also nichts übereilen! Überlegen Sie, wie Sie selbst am Kurs teilnehmen wollen.” In anderen MOOCs wird konkret über eine Aufgabe das explizit machen im Blog oder anderer Stelle angeregt. [Ich bin jetzt nur zu faul, ein entsprechendes Beispiel rauszusuchen. Man werfe mir eines via Kommentar zu und ich füge es umgehend hier ein.]

Selbstverpflichtung durch Sonderrolle

Eine solche Sonderrolle wurde meines Wissens erstmals durch Johannes Moskaliuk im Rahmen des #ocwl11 geschaffen, und zwar die Rolle der Paten. Als Patin habe ich mich sowohl für einen Zeitraum als auch damit gleichzeitig einem inhaltlichen Schwerpunkt verschrieben.

Eine verschärfte Form der sowohl inhaltlichen als auch formalen Selbstverpflichtung stellt es in diesem Sinne (auch) dar, sich beim #mmc13 als Impulsgeberin, Talk-Gast oder Reflektorin zu Verfügung zu stellen. [Die Rollen sind im Übrigen zum Nachlesen hier beschrieben.] Formal deshalb, weil hat man sich erst einmal bereit gestellt, steht man drin, im Programm. Und das ganz öffentlich (einsehbar). Inhaltlich deshalb, da der Beitrag einer bestimmten Woche zuordenbar/zugeordnet ist, ein Beitrag zur 2. Woche beschäftigt sich z.B. mit dem thematischen Schwerpunkt Didaktik von MOOCs. [Das ganze Programm und die Beitragenden kann man hier nachlesen.]

Selbstverpflichtung durch Zeitkonzept

Hierin bin ich nicht gerade eine Meisterin. Aber ich weiss, dass es das gibt und kenne Menschen, die dies mit großem Erfolg praktizieren. Es sind die Menschen, die eine drei viertel Stunde früher Morgens aus den Federn hüpfen (können) und diese dadurch gewonnene Zeit für Schreiben und Recherchieren nutzen. Und dann nach vier Jahren des fleissigen Praktizierens eine Doktorarbeit aus der Schublade ziehen. Oder auch jene, die sich Termine mit sich selbst in den Terminkalender eintragen.

Ansatzweise kenne ich das nur, in dem ich – bevor ich ein neues Projekt starte – mal einen etwas globaleren Blick auf meinen virtuellen Terminkalender werfe und prüfe, wie viele und große Freiplätze da noch vorhanden sind. Ist der in bestimmten Monaten zu “bunt”, sieht’s dann nämlich schlecht für zusätzliche Aktionen aus. Generell aber bin ich nicht der zeitliche Selbstverpflichter, sonder eine, die sich an den Sternen orientiert.

Selbstverpflichtung durch sonstige Ziele

Oder weniger poetisch ausgedrückt, ich denke an das Ziel/die Ziele, die ich mit (m)einer Teilnahme und damit meinem Einsatz an Energie in etwas erreichen möchte. Solch ein Ziel kann z.B. sein, etwas theoretisch und praktisch umsetzend zu erlernen, das ich auf meiner Arbeit einsetzen kann.

Fremdverpflichtung durch Community

Aber Selbst und ich ist bekanntlich nicht alles. Ganz oft kommt der Impuls von Außen, will meinen… von euch. Ein Thema kocht irgendwo im Netz hoch, dass auch mich in Wallung bringt. Ein kleiner unscheinbarer Tweet à la Du hast doch kürzlich auch darüber… oder na schau, der sieht das – im Gegensatz zu Dir – doch auch so… oder einfach eine schlichte Anfrage, dies oder das aus meiner Erfahrungsperspektive heraus zu erläutern bringt mich ins Schreiben.

Ohne Verpflichtung aber aus Lust am Thema und Beitragen heraus

Und manchmal – ganz selten und meist – wenn mir der Alltag ein bisschen Luft dazu lässt, packt mich die schiere Lust. Die Lust am Lernen, am Zusammenstellen, am Beitragen. Wenn mir jegliche andere Verpflichtung egal. Selbst die andernzeitig und anderweitige Selbstverpflichtung.

Ihr so?

Ihr so? Nehmt ihr euch auch selbst in die Pflicht, fühlt ihr euch im Verlauf verpflichtet, … oder empfindet ihr den Pflichtbegriff fin Verbindung mit selbst als ganz und gar unpassend?

… fragt sich bis heute Abend und euch

eure m


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Aus dem Netz gefischt: Netzsplitter zur aktuellen Sendung

Veröffentlicht am von Claudia Bremer

Dank an Lore Reß, sie hat folgende Beiträge aus dem Netz gefischt und zur aktuellen Themenwoche gewittert:

.. to be continued … (wird fortgesetzt)

Veröffentlicht unter Thema 03 - Ende der Privatheit? | Kommentar schreiben