Monthly Archives: November 2012


Postprivacy, Öffentliche Meinung und Teamarbeit

Veröffentlicht am von Lore Reß
“Ich twittere wie ich bin” Das kann ich persönlich tun, denn ich bin unbekannt, meine Nachbarn im Dorf lesen keine Tweets und ich stehe nicht im Fokus der Presse, da ich kein öffentliches Amt innehabe. Ich habe aber durchaus 2 … Weiterlesen
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Diskurs und Reaktionen zur dritten Sendung: Ende der Privatheit?

Veröffentlicht am von Claudia Bremer

Einmal im Netz – immer im Netz

Die dritte Sendung ruft ja geradezu zu Reaktionen auf! Mit der Diskussion um die digitale Privatspäre schliesst sie hervorragend an dem letzten Thema, den Sozialen Medien an, und stellt in wunderbarer Weise den Spagat zwischen den Vertretern der Post-Privacy-Bewegungen auf der einen und den Bedenken zugunsten des Datenschutzes und Schutz der Privatspäre auf der anderen Seite dar.

Die ersten Reaktionen in Twitter und den Kommentaren zeigen die Divergenz der Meinungen auf. Wo sind Sie zu verorten? Twittern Sie Privates? Sollen wir mit den Überwachungstechnologien und den digitalen Möglichkeiten zum Ende der Privatheit leben, sie hinnehmen, dagegen angehen oder nur dafür sorgen, dass sie nicht in die falschen Hände geraten, wie David Brin in der Sendung in Bezug auf den Band „Auf dem Weg in die „transparente Gesellschaft“ zitiert wird.

Teilen Sie Ihre Meinung hier im Netz mit. Gerne können Sie auch anonym Stellung beziehen wie der Beitrag von N.N. unter Zusatzmaterial zur dritten Sendung – auch dies ist willkommen! Wir freuen uns über Ihre Reaktionen.

Speziell für die Eltern und Lehrer unter Ihnen, aber auch für alle Interesierte, stellt sich hier auch die Frage: Welche Rolle den Schulen in diesem Kontext zukommt. Es gibt eine bewahrungspädagogische Haltung, Kinder und Jugendliche quasi vor Schaden im Netz zu bewahren. Oder sie aufklärerisch zu qualifizieren, sich selbst zu schützen. So spiegelt sich das Ziel, bei Kindern und Jugendlichen ein Bewusstseins über die Gefahren im Umgang mit Medien und einen entsprechend kompetenten Umgang zu entwickeln, sich z.B. auch als ein Kompetenzbereich in vielen Medienbildungskonzepten für Schulen der Länder wieder.

Welche Haltung haben Sie dazu?

Ich möchte schliessen mit einem Zitat von Bernhard Pörksen aus der Sendung:

„Handele stets so, dass Dir die öffentlichen Effekte Deines Handelns langfristig vertretbar erscheinen, aber rechne damit, daß Dir das nicht nützt“

Viel Spass mit der dritten Themenwoche!

Ihre Moderatoren, Claudia Bremer und Jochen Robes

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e-Learning 2.0 mit p2pu.org

Veröffentlicht am von Simon Dueckert

Aktuell findet man mehrere Innovative Lehr-und Lernformat, bei denen Lernen und soziale Medien gemeinsam eine Rolle spielen. Ich nehme z.B. gerade am HR2-Kurs Wirklichkeit 2.0 teil, der auf Basis eines WordPress-Blogs, Twitter und Facebook organisiert wird. Auf itunesU habe ich einen Leadership-Kurs belegt.

Aus unseren Beratungsprojekten habe ich das Gefühl, dass sich so langsam auch in den Personalabteilungen die Erkenntnis durchsetzt, dass man sich neben den formalen Lernangeboten (typischerweise Klassenraum mit Frontalunterricht) insbesonder auch um das informelle, soziale und selbstorganisierte Lernen kümmern muss. Da in vielen Unternehmen das Learning Management System im Bereich der Kurse eine wichtige Rolle spielt, sollte man mit den Aktivitäten des sozialen Lernens auch dort ansetzen. Es gilt, klassische LMS mit den Aktivitäten zu sozialen Intranets und Enterprise 2.0 intelligent zu vernetzen (siehe auch KnowledgeJam zum Thema am 06.12.2012). Aus diesem Grund habe ich für eine Veranstaltung auf Teneriffa nächste Woche keine Präsentation zu meinem Workshop “How to run an Unconference” dort erstellt, sonden einen Kurs im Rahmen der Peer2Peer University.

Da wir in der Cogneon Akademie mit Moodle ein klassisches LMS für unsere Online-Aktivitäten nutzen (cogneon.de/online-akademie), haben wir begonnen, die p2pu-Plattform gegen unser Moodle zu benchmarken. Wir wollen diese Erlenntnisse in die Weiterentwicklung des LMS einfließen lassen, um die Kurs dort noch interessanter und 2.0lliger zu machen. Sobald wir erste Ergebnisse des Benchmarks haben, werde ich diese hier bloggen. Zusätzlich werden im Rahmen der Projektarbeit auch weitere LMS (via @jrobes) mit den entstehenden innovativen Plattformen verglichen werden.

 


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Netzbeiträge rund um das Thema 1 und 2 des Funkkollegs

Veröffentlicht am von Claudia Bremer

Auch wenn es scheint, als kämen hier nicht viele Blogbeiträge an und Twitter sei das führende Medium zum Funkkolleg, so erscheinen dort hier und dort Beiträge im Netz, die ich kurz hier einmal sammeln und auf die ich verweisen möchte:

Wir freuen uns über weitere Meldungen und mutige Blogger und fischen gerne weitere Meldungen aus Twitter heraus! 😉

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Medientag im hr am 15.11.2012

Veröffentlicht am von Markus Pleimfeldner

Arbeitsgruppe zum Funkkolleg Medien

Beim Medientag im hr am 15.11.2012 hat sich eine Arbeitsgruppe mit Teilen von social media beschäftigt, Ausschnitte angehört und den Einsatz im Unterricht diskutiert. Folgende Ergebnisse:

Einstieg

 

  • Welche der drei O-Töne Aussagen würden Sie Schülerinnen und Schülern vorspielen?
  • Mit welcher thematischen Einbettung, welchem Ziel und welcher Anschlusskommunikation?

1. O-Ton „Ich bin meine Mausklicks“

  • SuS würden sich angesprochen fühlen
  • fächerübergreifend
  • ich hinterlasse Spuren
  • Konstruktionen des Ichs, Selbstbild

2. Medium Internet vereint:

  • zu komplex für SuS

3. Gesellschaftliche Teilhabe:

  • 10. Klasse und aufwärts, Manipulation, wie komme ich zu Wissen, welche Möglichkeiten gibt es?
  • Erwachsenenschule:  Grundversorgung, Thema „Sozialhilfe“, was benötigt jeder?

 

Mediennutzung im Unterricht

  •  Welche Medien nutzen Sie im Unterricht?
  • Welche Soziale Medien nutzen Sie?

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#fkmedien: “Social Media”

Veröffentlicht am von Sonja Ringleb
eLearningWelt
Im Rahmen des Funkkollegs Medien hat hr2 heute die zweite Radiosendung (Thema: “Social Media – Charme, Chancen und Risiken sozialer Netzwerke”) ausgestrahlt und als Podcast veröffentlicht. Hier ein paar Gedanken dazu… Soziale Netzwerke sind für viele nicht mehr aus dem … Continue reading
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Online-Kurs Wirklichkeit 2.0 – Episode 2

Veröffentlicht am von Simon Dueckert

Die zweite Folge des Online-Kurses Wirklichkeit 2.0 hatte das Thema “Soziale Medien”. Einige Interessante Gedanken und Ideen daraus:

  • 21 Millionen Bürger (s.a. ARD-ZDF-Online-Studie) in Deutschland kommunizieren über Soziale Netzwerke (Hauptsächlich wurde über Facebook, Twitter Xing und LinkedIn gesprochen, Nischen- und Special-Interest-Netzwerke wie Researchgate wurden nicht erwähnt).
  • Das englische “social” hat eine andere Bedeutung als das deutsche “sozial”, das mit sozialer Verantwortung in Beziehung gesetzt wird.
  • Manfred Spitzer: “nur über Computer kann man keine echten Beziehungen pflegen.
  • Ein “like” oder ein “gefällt mir” ist ein digitales Lächeln.
  • Ein soziales Netzwerk ähnelt mehr einem Börsenticker (Strom von Nachrichten), als einer normalen Webseite.
  • Soziale Netzwerke als “private Öffentlichkeit”.
  • Jan-Hinrik Schmidt kam mehrfach zu Wort.
  • Beziehungsmanagement und Kontaktpflege sind wichtige Aufgaben.
  • Wie in unserem Web 2.0 Führerschein wurde die Dunbar-Zahl erwähnt :)
  • Eine Schülerin berichtet, wie ein Englisch-Referat vollständig über Facebook vorbereitet wurde (soziale Netzwerke als Lernplattformen).
  • Gibt es die Filterblase (filter bubble)?
  • Daten in sozialen Netzwerken werden für kommerzielle Zwecke ausgewertet (soziale Netzwerke sind nicht kostenlos, man bezahlt mit Daten, nicht Geld). Medienkompetenz ist ein wichtiger Schlüssel.

Bisher gab es bei Wirklichkeit 2.0 unter #fkmedien so gut wie keinen Twitter-Verkehr während der Sendung. Das ist auch mal schön, einfach entspannt und konzentriert zuzuhören. Die Hintergrundmusik ist recht anstrengend, vielleicht handelt es sich dabei um hörbar gemachten Netzwerkverkehr?


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Freunde, Bekannte, Friends…. wo seid ihr eigentlich was für mich? Ein Follow-up-Beitrag zu #fkmedien

Veröffentlicht am von mons7

FreundeBildquelle. Auf meinen Wochenbeitrag zur ersten Woche von #fkmedien hin hat Thorsten da kommentiert, und zwar folgendermaßen.

“Was Nobert Bolz partout nicht versteht ist die Auswirkung der unterschiedlichen Verwendungkontexte des Begriffs “Freundschaft”. Keine Menschenseele würde allen Ernstes jede*n seiner Facebook-Freund*Innen auch im real life anderen Menschen mit Zuhilfenahme des Begriffs “Freund” vorstellen.”

Das hat mich (ja erst) auf die Idee gebracht, dass es in der Tat sein kann, dass derjenige, der nicht aktiv auf Facebook & Co. agiert unter Freund eben das versteht, was er immer unter Freund verstanden hat. Dass also der geänderte Kontext, da kein Kontext in dem jener zugange, als nicht vorhanden wahrgenommen.

Ein Versuch einer Explizitmachung

Deshalb versuchsweise eine Beschreibung, was eine Freundschaft/Verknüpfung/Verbandelung auf den verschiedenen Plattformen für mich bedeuten (kann). Beziehungsarten im Internet. Was – nach nochmaligem Korrekturlesen – sich als gar nicht so einfach beschreibbar herausstellt.

Freunde auf Facebook

Auf Facebook mache ich nicht viel. (mehr …)

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Es läuft langsam an …

Veröffentlicht am von jrobes

Die erste Sendung des Funkkollegs „Wirklichkeit 2.0“ ist „draußen“. Und langsam gibt es auch die ersten Spuren im Netz. Einige Kommentare zur Sendung, zu den weiteren Materialien und zur Gestaltung der Seiten sind da, und wir werden das Angebot immer wieder überprüfen und entsprechend anpassen.

Auch „draußen“ hinterlässt das neue Funkkolleg Spuren: die ersten Blog-Einträge wurden verlinkt: Empfehlenswert sind beispielsweise der Beitrag von Monika König „#fkmedien: Was ist das Internet für Dich?“, mit einer Reihe von weiteren Kommentaren) und der Beitrag von Lore Reß Leben im Netz – Das Internet als neues Leitmedium? auf ihrer Storify-Seite, die beide auf ihrer jeweiligen Seite kommentiert wurden. Zudem wird der Twitter-Hashtag „#fkmedien“ intensiv genutzt genutzt, es gibt das Funkkolleg auf Facebook (mit 279 Likes!) und die Learnist-Seite wurde bis heute 654 Mal aufgerufen. Trotzdem ist überall noch viel Luft nach oben!

Deshalb haben wir im Kursblog auch noch einmal auf die verschiedenen Möglichkeiten hingewiesen, sich aktiv am Funkkolleg zu beteiligen (s. „Mitmachen, aber wie?“). Auch die zweite Folge, „Social Media –  Charme, Chancen und Risiken sozialer Netzwerke“ (ausgestrahlt am Samstag, 09.11.2012, 11:30 Uhr auf hr2), ist eine wunderbare Gelegenheit zum Einstieg in die Diskussion! Hier wird es um die Frage gehen, welche Rolle Facebook, Twitter & Co. heute in unserem Alltag spielen und welche Mechanismen dabei wirken.

Viele von Ihnen werden die neuen Netzwerke bereits nutzen. Oder sich vielleicht entschieden haben, es bewusst nicht zu tun. Oder Sie sind vielleicht irgendwo „dazwischen“: Schon neugierig, aber noch fehlten Zeit oder Anlass. Vielleicht ist ja die Sendung ein Anstoß, uns kurz von Ihrem Netzwerk-Alltag zu berichten. Oder Ihre Meinung festzuhalten. Wir freuen uns in jedem Fall auf einen regen Austausch!

Claudia Bremer und Jochen Robes (Moderatoren)

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Mehr Leitkultur als Leitmedium?

Veröffentlicht am von Netzinkulturation

Poesie beschreibt die Bedeutung des Netzes: Das neue Funkkolleg des hr eröffnete am 3. Nov. 2012 das Thema „Wirklichkeit 2.0“ mit der ersten Sendung „Leitmedium Internet“. Ein toller Auftakt. Ein Kommentar dazu als Teilnehmer des Offenen Online Kurses:

Handelt es sich beim Internet um ein neues Leitmedium? Ja, und bereits in der Sendung wird deutlich, es ist noch mehr: eine neue Kultur, die vielfach noch unerkannt ist, aber dauerhaft durchaus das Potential enthält, zu einer Leitkultur zu werden, welche die Art und Weise unserer Zusammenarbeit, der Kommunikation und jenes seltsamen Konstrukts, das wir Gesellschaft nennen, verändert – ein schleichender Prozess.

Vielfach werden Studien zum Nutzerverhalten zitiert, geht es doch darum, faktisch zu belegen und zu bemessen, wie denn nun das Nutzerverhalten sei. Doch wer sollte es treffender ausdrücken als ein Dichter? Unter Verwendung einer Sprache die tiefer geht als reine Zahlenanalyse schrieb Anfang 2012 der polnische Dichter Piotr Czerski einen vielbeachteten Artikel in der Zeit (http://www.zeit.de/digital/internet/2012-02/wir-die-netz-kinder), aus dem der Kerngedanke der neuen Leitkultur Internet zitiert sei:

„Wir benutzen das Internet nicht, wir leben darin und damit. Wir sind im Internet aufgewachsen, deshalb denken wir anders.“

Das Internet verändert die Lebenswelt. Es ist mehr als ein Medium, wie der Dichter weiß:

„Das Internet ist für uns keine Technologie, deren Beherrschung wir erlernen mussten und die wir irgendwie verinnerlicht haben. Das Netz ist ein fortlaufender Prozess, der sich vor unseren Augen beständig verändert, mit uns und durch uns. „

Schnell hatte sich dafür der Begriff der „Digital Natives“ gefunden, den Marc Pensky sozusagen erfand. Er macht den Generationsschnitt ungefähr 1980 (+/-) fest. Die digital immigrants müssen die neue Technik und Kultur des Internets allerdings noch erlernen. Nun hat man schon ein grobes Raster zur Einteilung. Johannes Gauck ist es gelungen ebenfalls Anfang 2012 eine sehr fundierte Studie zum Internet-Nutzungsverhalten zu machen. Anders als Studien, die z.B. jeden Internetnutzer als Online bezeichnen, der einmal in der Woche privat online geht, führt Gauck noch eine dritte Kategorie ein, die gar nicht mal so unbedeutend ist: Die der Offliner.

Wohlgemerkt, diese gab es schon vorher, und andere Studien nennen sie ebenfalls, jedoch macht Gauck in seiner Studie einen erheblich größeren Anteil an Offlinern in Deutschland aus. In dieser Studie, der DIVSI Studie 2012 (https://www.divsi.de/divsi-milieu-studie), würde jemand, der einmal in der Woche online geht um z.B. Mails abzurufen nicht als Onliner zählen wie in anderen Studien. Warum? Der entscheidende Ansatz der DIVSI Studie beruht auf der Arbeit des Sinus Institutes und der Sinus Studien. Die DIVSI Studie macht die mentale Einstellung, die Frage, ob man das Internet lebt – oder nur nutzt (wenn diese Vereinfachung hier einfach einmal gestattet sei)  sehr genau in den zehn Milieus in Deutschland fest. (siehe DIVSI Studie). Viel deckt sich mit Prenskys Altersvermutung, aber eben nicht alles. DIVSI erklärt, warum es unter den jungen Nutzern, den digital natives Verweigerer gibt und unter den alten Hasen, den immigrants, so viele Heavy-User.

Aber interessanterweise entstehen auch in anderen Milieus, vor allem dem sozial-ökologischen, klar definiertes bewusstes Ablehnungsverhalten gegen die Möglichkeiten des Web 2.0 / Social Media. Zwar nutzt man in dieser Mentalität der digital Outsiders schon mal das Netz und mailt und kauft auch mal auf Ebay, aber man braucht das Netz nicht zum Leben.

Kurzum: Wer sich für die Internet-Mentalitäten interessiert, findet in der DIVSI Studie und der Sinus Verbraucheranalyse 2011 (VA 2011 – Mediennutzung) das beste zur Zeit erhältliche Material zur Lage in Deutschland. Dort erfährt man auch, dass beispielsweise das Milieu der Expeditativen mit 64% Facebooknutzern am aktivsten ist, während z.B. die Bürgerliche Mitte und die Traditionellen als Milieu in der Facebooknutzung unter 1o% liegen.

Der Dichter sei zum Abschluss nochmals zitiert – in einer Aussage, die in ihrer tiefgreifenden Beschreibung eines Wandels von Kultur, bedenkens-wert ist:

„Die Teilnahme am kulturellen Leben ist für uns keine Beschäftigung für den Feiertag. Die globale Kultur ist der Sockel unserer Identität, wichtiger für unser Selbstverständnis als Traditionen, die Geschichten unserer Ahnen, sozialer Status, die Herkunft oder sogar unsere Sprache.“

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