Monthly Archives: Dezember 2012


Eröffnung der Themenwoche 08: Aufmerksamkeit im Netz und die Folgen- Medienkultur im digitalen Zeitalter

Veröffentlicht am von swachter

Heute eröffnen wir das zweite Thema des zweiten Themenblocks, welches sich mit der Auseinandersetzung des veränderten Lese- und Wahrnehmungsverhalten der neuen Netzgeneration beschäftigt.

Stimmt es, dass Schüler und Studenten nicht mehr in der Lage sind ganze Passagen und Kapitel im Zusammenhang zu lesen und deren Sinn wiederzugeben? Ist das Lesen nur ein Synonym für die Beschleunigung des gesamten Lebens und daher als Kulturtechnik für digital natives absolut notwendig? Kennen sie „power-reading“, eye-tracking? Stimmt es, dass das Medium mehr prägt als die Inhalte, die dieses vermittelt.

Diese Fragen und viele spannende Facetten die von der Kulturrevolution des Buchdrucks bis zur mehrdimensionalen Struktur der digitalen Welt und deren Erschließung durch die Hirnforschung fordern zu einer Auseinandersetzung und Stellungnahme geradezu heraus. Dazu wie immer die vielfältigen Zusatzmaterialien und das „Gezwitscher“ und „Geposte“ auf den social media Kanälen.  

Wir freuen uns auf Eure Reaktionen, Eure Moderatoren Christoph Köck und Steffen Wachter

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Diese Woche aktuell

Veröffentlicht am von swachter

Hier ein kurzer Überblick der bisherigen Kommentare, Verweise und Debatten zur Themenwoche 07:

Die Kommentare zur Sendung Kindergarten 2.0 zeigen bisher, dass alle Äußerungen sich stark in der Mitte des Spektrums von Kulturpessimismus bis zur uneingeschränkten Medienakzeptanz bewegen. Beiden Protagonisten oder Richtungen wird eine wichtige Rolle und notwendige Beachtung zugemessen, der einseitige Ausschlag in das ein oder andere Lager fehlt jedoch. Es gibt zwar viele Anregungen aber ja nach persönlicher Situation werden diese als nicht wirklich passend empfunden. Hier noch ein paar links und Beispiele:

http://organicclassroom.wordpress.com/2009/02/18/web-20-and-early-childhood-education/

http://bildungsklick.de/pm/82854/digitale-medien-gehoeren-in-die-fruehkindliche-bildung/

http://www.blickwechsel.org/ueberall_schulen_ans_netz.html

Wir freuen uns aber über viele gelungene Beispiele aus allen Richtungen, die wir gerne in die Datenbank der Zusatzmaterialien aufnehmen, auf die wir wie immer verweisen . Vor allem auch im Hinblick auf die Thematik des Kinder und Jugendschutzes im Netz, welche dort mit vielen nützlichen links versehen ist.

Eure Moderatoren Christoph Köck und Steffen Wachter

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Eröffnung der Themenwoche 07: Kindergarten 2.0?

Veröffentlicht am von swachter

Heute eröffnen wir das erste Thema des zweiten Themenblocks, der mit dem Titel “Vorsprung durch Technik” überschrieben ist, und steigen hier in den Bereich des Lernens und der Bildung im und durch das Netz ein. Den Auftakt machen hier die jüngsten Mediennutzer bzw. deren erste professionelle Lernwelten, nämlich Kinderbetreuungseinrichtungen.

Der sehr populäre Hirnforscher Manfred Spitzer und der Gießener Erziehungswissenschaftler Norbert Neuss vertreten dort die beiden grundsätzlichen und konträren Positionen, welche die Debatte um Mediennutzung und Medienpädagogik prägt. Während für Neuss Medien und Medienerziehung natürlich und selbstverständlich zur Pädagogik im Vorschulalter gehören, da Sie Teil unseres Alltags sind, ist es für Spitzer die Aufgabe der Bildungsinstitutionen Kindergarten und Grundschule, zu verhindern, dass Kinder zu häufig mit Medien überhaupt zu tun haben

Da die Positionen gegensätzlicher nicht sein könnten sind die  Fragestellungen: Arbeiten am PC/ Virtuell oder sinnliche Erfahrung? PC oder Pestalozzi bzw. Rudolph Steiner? Gibt es einen goldenen Mittelweg? Wie lange nutzen Sie selbst täglich digitale Medien und wie lange würde Sie Kinder unter 10 Jahren diese nutzen lassen?

Ähnlich kontrovers diskutieren dies auf Prof. Stefan Aufenanger Medienpädagoge an der Uni Mainz und der Kriminologe Prof. Christian Pfeiffer:http://bildungsklick.de/a/40020/pro-contra-computer-im-kindergarten/

Wir freuen uns über Kommentare, Hinweise und Fragestellungen – gerne zu allen Aspekten rund um dieses Thema. Wir wünschen Ihnen eine interessante Debatte zur siebten Themenwoche, zu der jeder sicherlich aus seiner eigenen Erfahrung und dem persönlichen Umfeld Beispiele findet und auch eine Haltung dazu hat. Wie immer geben die Zusatzmaterialien weitere Anregungen und eröffnen neue Aspekte zu diesem kontroversen Thema.

Ihre Moderatoren, Christoph Köck und Steffen Wachter

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Abschluss des ersten Themenblocks

Veröffentlicht am von Claudia Bremer

Heute wollen wir nicht nur die letzte Themenwoche, sondern den ganzen Themenblock abschliessen, der unter dem Titel „Freiheits-Versprechen“ stand und mit der Frage „Leben im Netz – Das Internet als neues Leitmedium?“ begann. Dann ging es um die Sozialen Netzwerke, das Ende der Privatheit sowie Kommunikationskosten und -risiken, eine Folge, die eher zum vorsichtigen Umgang mit den eigenen Daten im Netz aufrief. In den letzten beiden Wochen widmeten wir uns den Fragen des Urheberrechts, passend zur laufenden Debatte um das Leistungsschutzrecht. Wir schlossen mit dem Thema „Internet-Mobbing und Cyber-Bullying“ und der Frage „Wie verhalte ich mich richtig im Netz?“.

Die einzelnen Sendungen haben zu unterschiedlich vielen Beiträgen geführt. Die aktivste Debatte fand zur Frage des Urheberrechts statt. Eher zurückhaltend wurden die Themen Internet-Mobbing und Kommunikationsrisiken aufgenommen. Vielleicht animierten hier die Warnungen vor den negativen Auswirkungen einer intensiven Internetnutzung nicht gerade zur aktiven Teilnahme …

Es ist schwer, über all die vielen Themen und Wochen ein Fazit zu ziehen. Deutlich wurde, dass die neuen Medien und soziale Netzwerke ein wichtiges Element unserer modernen Gesellschaft geworden und aus ihr nicht mehr wegzudenken sind. Zugleich braucht es einen offenen Diskurs, um die Gefahren und Risiken bewusst wahrzunehmen und entsprechende Regelungen, Routinen und Kompetenzen aufzubauen. Wir beide, Dr. Jochen Robes und Claudia Bremer, stehen jedoch nach wie vor den Chancen des Netzes positiv gegenüber, was sich hoffentlich auch in unserer Moderation widergespiegelt hat. Nichtsdestotrotz bleibt der Aufbau von Medienkompetenzen in all ihren Facetten, gerade bei Kindern und Jugendlichen, ein zentrales Thema. Dies leitet uns hervorragend in die nächsten Themenwochen über, die ab jetzt von Steffen Wachter und Dr. Christoph Köck, beide vom Hessischen Volkshochschulverband (hvv), moderiert werden.

Wir bedanken uns fürs Mitmachen, Lesen und Kommentieren und wünschen Ihnen noch weitere interessante Themenwochen,

Claudia Bremer und Jochen Robes

Veröffentlicht unter Allgemein, Thema 01 - Einführung: Leben im Netz, Thema 02 - Social Media, Thema 03 - Ende der Privatheit?, Thema 04 - Kosten/Risiken, Thema 05 - Urheberrecht, Thema 06 - Internet-Mobbing | 3 Kommentare

Nachlese zur Themenwoche 05: Schriller Streit um das Leistungsschutzrecht

Veröffentlicht am von Claudia Bremer

Die Sendereihe Breitband in Deutschlandradio Kultur widmete sich am Samtag den 8.12.2012 auch dem Leistungsschutzrecht. Hier ein Auszug aus der Sendungsankündigung und das Interview mit Thomas Lückerath, Chefredakteur der Medienseite dwdl.de.

„Beim Streit um das Leistungsschutzrecht wird verbal aufgerüstet. Zumindest haben Vertreter des Springerverlags sehr scharfe Bilder bemüht – Google sei eine Art Taliban. Springer-Lobbyist Christoph Keese ruderte dann aber doch zurück und entschuldigte sich bloggenderweise. Was er hatte sagen wollen: Google sei zu starr und orthodox, was die Technik betrifft. Das Unternehmen unterstütze nämlich keine neue Technologien mit der Webseitenbetreiber bestimmen könnten, welche Inhalte ihrer Seiten Suchmaschinen anzeigen dürfen.

Nicht entschuldigt hat sich dagegen der Springer Vorstandsvorsitzende Mathias Döpfner. Der hat Google in einem Zeitinterview mit einer Hehlerbande verglichen. Schrille Töne – über die sich Thomas Lückerath nicht wundert. Er findet, die Verlage sollten sich erst mal um ihre hausgemachten Probleme kümmern. Welche Probleme er damit meint, lässt sich hier im kompletten Interview nachhören:

“Statt sich mit den hausgemachten Problemen zu beschäftigen, ist es natürlich für eine gesammelte Branche einfacher einen Bösewicht auszumachen, von dem man sich Gelder erträumt.“

Fall Copyright
In der Sendung ebenfalls behandelt wird der Fall eines Mitarbeiter der Republikaner im Repräsentantenhaus, Dereck Khanna, der entlassen wurde, weil er eine Reform des Copyrights forderte. Im November hatte er im Namen eines Abgeordneten der Republikaner ein Diskussionspapier zum Copyright veröffentlicht, indem er anregte, die Schutzfristen zu verkürzen, „da das aktuelle Copyright ganze Märkte zerstören würde und häufig nur den Rechteverwertern nutze“.

Hier die ganze Sendung mit auch dieser Meldung:

Leistungsschutzrecht auch für soziale Netzwerke?
Eben erschien eine Meldung auf golem.de, die eine Mitteilung der Bundesregierung, auf eine Kleine Anfrage der Fraktion der Partei Die Linke behandelt, ob das Leistungsschutzrecht auch für soziale Netzwerke gelten könnte: „Die Entscheidung, inwieweit bei der öffentlichen Zugänglichmachung mittels Mikroblogging-Diensten eine innere Verbindung zwischen dem fremden Werk und den eigenen Gedanken hergestellt wird und das Zitat als Belegstelle oder Erörterungsgrundlage für selbstständige Ausführungen des Zitierenden erscheint, obliegt im Einzelfall der Rechtsprechung.“ siehe mehr unter:

http://www.golem.de/news/bundesregierung-leistungsschutzrecht-koennte-fuer-soziale-netzwerke-gelten-1212-96313.html

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Demokratie in umzäunten Gärten: Mitbestimmung in sozialen Netzwerken (zu den Themenwochen 01-04)

Veröffentlicht am von Claudia Bremer

Be or der erste Themenblock zu Ende geht, hier noch eine Meldung zu den Themenwochen 1-4, Soziale Medien:

Sind soziale Netzwerke tatsächlich Privatgelände, wenn sie von so mächigen Anbietern wie Facebook betrieben werden? Wie steht es dort aus mit Partizipation und Mitbestimmung?

2009 ließ Facebook seine Mitglieder über Änderungen des Datenschutzes abstimmen. Doch die Mitbestimmungsdebatte von Facebook geriet zur Farce. Damit das Votum wirksam wird, hätten aber ein Drittel aller Mitglieder teilnehmen müssen, was nicht geschah. „Wie demokratisch waren die Bedingungen der Abstimmung wirklich?“ fragt breitband.dradio.de Jeanette Hofmann, Gründungsdirektorin des von Google finanzierten Instituts für Internet und Gesellschaft an der Humboldt-Universität Berlin.

Nun rief Facebook wiederholt zur Abstimmung auf: Noch bis Montag liess Facebook darüber abstimmen, ob es Mitbestimmung durch seine Mitglieder in Zukunft weiter geben soll. Doch auch jetzt blieb eine ausreichende Beteiligung aus. Anlass für breitband.dradio.de, die Reihe „Medien und digitale Kultur“ des Senders Deutschlandradio Kultur im Interview mit Max Schrems, Jurastudent aus Wien und Sprecher der Initiative “Europe versus Facebook”, die das größte Datenschutzverfahren in der Firmengeschichte von Facebook losgetreten hat, zu fragen, welche Regeln in sozialen Netzwerken gelten sollten. Dabei geht es beispielsweise um die Gesichtserkennung, den Umgang mit gelöschten Daten und

Wieviel sollen User sozialer Netzwerke mitentscheiden dürfen? Welche Freiheiten sollten sie haben? Welche Rolle kann und soll Mitbestimmung in sozialen Netzwerken spielen? Sollten wir die Idee der Demokratie in umzäunten Gärten vorantreiben, oder ist sie dort fehl am Platz? Fragen, der sich die Sendung vom 8.12.2012 stellt.


Bild: Sommer, Sonne, Garten von nevsred auf Flickr, CC-by-SA

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#fkmedien – Mein Kommentar zur Themenwoche 6: Internet-Mobbing

Veröffentlicht am von mons7

SchreiBildquelle.

Ich war/bin immer noch irritiert. Das in der Anmoderation des Wochenthemas eingebundene Video** war vor – ich weiss nicht wie lange – auch durch meinen Timeline gespült worden, ich hätte jedoch niemals von mir aus darauf geklickt. Dies habe ich nun nachgeholt, wie gesagt aus dem einzigen Grund, dass es mir im Rahmen des #fkmedien OOK noch einmal angetragen wurde.

[** Bei dem Video handelt es sich um eine Frau, die Karten vor sich hinhält, diese nach und nach für die Zuschauerin lesbar abarbeitet und damit ihre Geschichte erzählt, die von aufgrund Naivität zugelassenen Nacktfotos über Schulwechsel, Drogenproblem und Ritzen hin zum Selbstmord führt. Das Ganze vom Stil/Design her einem Videoclip von Bob Dylan entlehnt.]

Während des Anschauens desselben kamen mir immer wieder an m.E. Schlüsselstellen Gedanken, wie der Weg der Betroffenen eine andere Abzweigung hätte nehmen können. Denn – ganz Pädagogin – bin ich überzeugt davon, dass ein Ereignis (hier: Nacktfotos) nicht zwangsweise den Verlauf Drogenproblem -> Ritzen -> Selbstmord auslösen muss.

Bei meinen Überlegungen zu möglichen Abzweigungen ist mir nach und nach klar geworden, dass ich im Netz bestimmte Grundsätze befolge, die ich jedoch niemandem gegenüber – nicht einmal mir selbst – explizit gemacht habe. Bis jetzt. Eine Explikation ist aber notwendig, um diese auf Sinn und Wirksamkeit zu überprüfen. Kommentare dazu gerne genommen.

Grundsatz/Regel #1: Klicke NIE NIEMALS NICHT auf Videos oder sonstige Quellen, die irgendwie “reißerisch” wirken.

Aber nochmals von vorn. Warum hatte ich seinerzeit nicht auf das Video geklickt? Weil ich Quellen nach Stichworten ausschließe. Stichworte sind z.B.: Selbstmord, Skandal, must see, irgendwelche Wörter, die mit Sex zu haben, … und noch viele mehr.

Warum?

Weil hinter reißerischen Überschriften (nach meiner bescheidenen Vorerfahrung) meistens a) uninteressante/platte Informationen stecken (vgl. Bild-Zeitung) oder aber Werbeagenturen, die aus irgend was ein “Viral” machen wollen. Beides lohnt i.d.R. das Anschauen nicht.

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Eröffnung der Themenwoche 06: Internet-Mobbing

Veröffentlicht am von Claudia Bremer

Heute eröffnen wir das letzte Thema des ersten Themenblocks, der mit dem Titel „Freiheits-Versprechen“ überschrieben war, und steigen abschliessend in die Thematik des „Internet-Mobbing“ ein. Es befasst sich mit einem der größten Risiken, denen gerade die so genannten Digitale Natives im Netz ausgesetzt sind: Der Belästigung, Beleidigung, Drangsalierung im Netz – genannt „Cyberbullying“ oder, wenn es von vielen ausgeht, auch „Cybermobbing“  Laut aktuellen Studien (s. beispielsweise Forsa-Studie) ist jeder dritte bis fünfte junge Mensch davon betroffen. Gemobbt werden dabei nicht nur Außenseiter, sondern auch Jugendliche, die sich vielleicht nur in Kleinigkeiten von anderen unterscheiden.

Als Einleitung in das Thema ist ein Verständnis hilfreich, was den Unterschied zwischen Mobbing und Cybermobbing ausmacht. Informationen dazu bietet das Zusatzmaterial zur Sendung, das die beiden Begriffe erklärt, die Ursachen (in der Regel ein unbearbeiteter Konflikt) darlegt und auch die Auswirkungen beschreibt.

„Digitaler Hass ist anders“ schreibt dazu Sascha Lobo in seinem Blogbeitrag „Netzhass ist gratis“. Er sieht eine Ursache darin, dass der Hassende dem Gehassten nicht von Angesicht zu Angesicht begegnen muss. „Das führt zu entfesselten Kommentaren und Tränen vor dem Monitor.“ Und so fordert er: „Wir brauchen eine digitale Herzensbildung.“

Auch wenn dies sicher eine größere Herausforderung ist, so werden inzwischen zumindest zahlreiche Empfehlungen für Präventionsmaßnahmen an Schulen herausgegeben, siehe zum Beispiel die Handreichung „Unterrichtsentwurf zum Thema Cybermobbing – Stress und Ärger in sozialen Netzwerken“.

Betroffen macht in diesem Zusammenhang das Video von Amanda Todd, einer 15-jährigen kanadische Schülerin, die Selbstmord begangen hat und vorher im Internet ein Video auf YouTube einstellte.

s. dazu auch weitere Informationen in den Zusatzmaterialien. Über ein weiteres Beispiel wird unter „Extremer Cyber-Mobbing Fall in der Schweiz“ berichtet.

Wir freuen uns über Kommentare, Hinweise und Fragestellungen – gerne zu allen Aspekten rund um dieses Thema. Wir wünschen Ihnen eine interessante Debatte zur sechsten Themenwoche, deren Ausprägungen sicherlich auch betroffen macht.

Ihre Moderatoren, Claudia Bremer und Jochen Robes

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Nachlese zur Themenwoche 05: „Das heilige Versprechen“

Veröffentlicht am von Claudia Bremer

Auch wenn wir jetzt schon auf Weihnachten zugehen, so hat der Titel des Beitrags nichts mit der Weihnachtszeit zu tun, sondern mit einem Beitrag von Frank Schirrmacher, der mir gerade über den virtuellen Schreibtisch geflattert ist und der, auch wenn wir uns im Übergang auf das Thema 06 befinden, noch lesenswert zur letzten Themenwoche erscheint.

Daher schnell vor der Eröffnung der neuen Themenwoche noch der Hinweis auf den Beitrag, der letzte Woche unter dem Titel „Zukunft des Journalismus Das heilige Versprechen“ im Feuilleton der FAZ erschien: Ausgehend von der Urheberrechts- und Leistungsschutzdebatte betrachtet Frank Schirrmacher jedoch dabei grundsätzlichere Fragen, nämlich die, wie wir (in Zukunft) im Internet Geld verdienen und betrachtet in diesem Licht auch die Rolle von Zeitungsverlagen und Journalisten. Aus der Eröffnung: „Im Zeitalter des Internets kann jeder alles sein, Verleger, Autor, Journalist. Jeder kann partizipieren, jeder Geld verdienen. Das ist das Mantra. Keine dieser Aussagen stimmt. Trotzdem werden sie weiter nachgeplappert.“ und fragt sich: „Wer profitiert eigentlich von dieser Ideologie?“ Lesenswert!

Ebenfalls das Attribut der Heiligkeit greift Frank Rieger in seinem Beitrag „Leistungsschutzrecht – Eine unheilige Scheindebatte“ auf, der am 3.12.12 ebenfalls im Feuilleton der FAZ erschienen ist. Frank Rieger, einer der Sprecher des Chaos Computer Clubs, erklärt darin den Begriff des Leistungsschutzrechtes nochmals recht gut, gibt einen guteh Überblick über die aktuelle Debatte und zeigt ebenfalls interessante Perspektiven auf die aktuelle Fragestellungen auf. Abschliessend fordert er, dass der Grabenkrieg zwischen Verlagen, Google und Bloggern möglichst schnell zu beenden sei.

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Rückblick Themenwoche 05: Urheberrecht

Veröffentlicht am von Claudia Bremer

Ergänzend zur Zwischenzusammenfassung der fünften Themenwoche, in der wir am 4.12.12 die bis dahin eingegangenen Kommentare und Hinweise gesammelt haben, an dieser Stelle noch ein kurzer Rückblick auf das Thema, bevor wir uns heute dem neuen Themenblock zuwenden. Auf der Themenseite zur fünften Sendung hat sich ein spannender Diskurs rund um die historischen Bezüge und zu aktuellen Fragestellungen entspannt.

Wolfgang Krsol eröffnete den Diskurs und schrieb „Die Kostenloskultur gehört zum Abendland seit den Römern.“ und unterstellt dem Urheberrecht „[es] ist erst 200 Jahre alt und hat sich weder in der Papierwelt noch in der Internetzeit nicht bewährt.“ Martin O. ordnet seine Entstehung „der bürgerlichen Emanzipationsbewegung“ zu, als er schreibt: Es „wurde etwa in Frankreich im Zuge der französischen Revolution eingeführt“. Letztendlich stellt sich die Frage, wie wir zwischen dem freien Austausch von Kunst und Kultur und der Entlohnung von Künstler den Ausgleich halten. Oder wie Wolfgang Krsol die Fragestellung pointiert formuliert: „ob wir weiter die Kultur durch das Urheberrecht behindern wollen und gleichzeitig tatenlos zusehen, wie Künstler am Hungertuch nagen“, auf die Martin O. uns mit einem Zitat des französischen Philosophes André Gorz eine visionäre Option anbietet: „Eine authentische Wissensökonomie, wäre ein Wissenskommunismus, in dem sich Tausch- und Geldbeziehungen erübrigen.“

Den ausführlichen Diskurs dazu finden Sie in den Kommentaren der Themenseite der fünften Themenwoche, ergänzt um Tipps zum Ausleihen von E-Books und dem Wunsch, endlich die Interessen der Konsumenten mehr in den Blick zu nehmen.

In den Begleitmaterialien zur Sendung und den Blogbeiträgen zur Themenwoche finden Sie weitere Hinweis auf ergänzende Materialien und zu den verschiedenen Fragestellungen.

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