Eröffnung der Themenwoche 05: Alles umsonst! Urheberrechtsfragen und die Copy & Paste-Moral

Veröffentlicht am von jrobes

Es gibt derzeit eine Debatte um das Leistungsschutzrecht, also um Google und was Google zeigen darf oder soll, wenn es auf einzelne Presseerzeugnisse verweist. Und jetzt wird jede weitere Zeile schwierig, wenn man neutral weiterschreiben will, denn es tun sich Gräben auf zwischen dem, was z.B. auf FAZ.net zu lesen ist und dem, was beispielsweise ein renommierter Blogger wie Stefan Niggemeier dazu schreibt.

Aber darum geht es in dieser fünften Folge des Funkkollegs. Vor allem natürlich um das Urheberrecht und damit um die Frage, wie es sich im „Leitmedium“ Internet durchsetzen lässt oder ob wir nicht ganz neue Gesetze brauchen, um der veränderten Wirklichkeit im Netz und ihren Möglichkeiten gerecht zu werden. Die aktuelle Folge kommt mit vielen Originalstimmen (z.B. Sven Regener) und nimmt viele aktuelle Konflikte und Diskussionen auf. Das ist spannend! Vielleicht fehlen ein paar Beispiele, die schildern, wie „Urheber“ bewusst auf ihre Rechte verzichten, um mit ihren Ideen möglichste viele Nutzer oder Interessierte zu erreichen. Aber es kommen ja noch einige Folgen …

Es wird auch zu dieser Folge in Kürze weitere Zusatzmaterialien geben, auf die wir noch gesondert hinweisen werden. Einige Stichpunkte dieser Folge finden sich auch in den Artikeln des Begleitbuches wieder.

  • Wo sehen Sie die Lösung in der Kluft zwischen den Zeitungshäusern und dem Internetunternehmen?
  • Welche Lösung ist Ihre Vision für die Zukunft?
  • Wo sehen Sie sich von Urheberrechtsfragen betroffen?

… und alle weiteren Fragen, Anregungen und Impulse zur aktuellen Sendung und Themenwoche.

Wir freuen uns auf Ihre Beiträge. Vielen Dank und viel Spass mit der fünften Themenwoche!

Ihre Moderatoren, Claudia Bremer und Jochen Robes

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4 Antworten auf Eröffnung der Themenwoche 05: Alles umsonst! Urheberrechtsfragen und die Copy & Paste-Moral

  1. Ralph Schloter sagt:

    Einen sehr guten Beitrag zum Thema habe ich neulich auf netzpolitik.org gelesen. Till Kreutzer, Rechtsanwalt und Redakteur bei iRights.info schreibt über „Ideen für eine zukünftige Regulierung kreativer Güter“: http://tinyurl.com/bnawd3h

  2. Ralph Schloter sagt:

    Schon der einleitende Text zeigt wie nahe beieinander Urheber- und Leistungsschutzrecht sind. Oft wird beides verwechselt oder miteinander vermengt. Ist es nicht so, dass Verwerter oft von Urheberrecht reden und Leistungsschutzrecht meinen? Über den Gesetzesentwurf der Bundesregierung zum Leistungsschutzrecht wurde am 29.11. nachts (!) im Bundestag in erster Lesung debattiert. Wie geht es weiter? Hierzu ein Kommentar von RA Thomas Stadler auf internet-law.de http://tinyurl.com/c32rzr4

  3. Rabha sagt:

    Es ist interessant wie auf beiden Seiten zwei wirtschaftliche Interessen kämpfen aber es letztlich keinen Kümmert, was denn davon wirklich für die Konsumenten das Beste wäre. Die Debatte darüber sähe sicher ganz anders aus.

  4. Chris Schuth sagt:

    E-Books ausleihen?

    Ein interessantes Feld scheint sich gerade beim Ausleihen von zu eröffnen, ein Geschäftsmodell, das dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels naturgemäß nicht passt. Ob der Börsenverein das Urheber- oder dem Leistungsschutzrecht im Sinn hat, kann ich nicht erkennen.
    (siehe http://www.heise.de/newsticker/meldung/E-Books-Streit-um-das-Ausleihen-elektronischer-Buecher-1763096.html)

    Dessen ungeachtet haben sich in München mehrere Verlage zum Ausleihen von E-Books zusammengetan und einen neuen „Buchclub“ gestartet. Dort heißt es: „Skoobe-Leser kaufen keine einzelnen E-Books, sondern werden Mitglieder einer ständig wachsenden mobilen Bibliothek, die ihnen für einen monatlichen Mitgliedsbeitrag den Zugang zu Tausenden Büchern von über 70 Verlagen ermöglicht. Wie in einer klassischen Bibliothek können sich die Skoobe-Leser während ihrer Mitgliedschaft eine bestimmte Anzahl von Büchern zum vollständigen Lesen ausleihen.“

    So sehr ich gedruckte Bücher schätze, will ich meine Bücherwand nicht weiter wachsen lassen und in Zukunft überwiegend E-Books lesen. Den neuen Service möchte ich bald ausprobieren.

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