Zusammenfassung der Themenwoche 16 – Digitale Weltunteränge. Shooting Games, Rollenspiele und Suchtphänomene

Veröffentlicht am von fjroell

Wie in der Gesellschaft wurde auch beim Funkkolleg das Thema „Computerspiel“ kontrovers diskutiert. Während in Facebook die Sendung als ausgesprochen ausgewogen und ressourcenorientiert diskutiert wurde: „Wieder eine super Sendung. Ist nun defintiv fester Bestandteil meines RSS-Streams“ (Tobias Ziltener, Schweiz) und „Interessant – und endlich mal keine Schelte der heutigen Jugend“ (neugierig) , gab es auch kritische Stimmen, die problematisierten, dass die Gefahren (Sucht) nicht genügend reflektiert wurden. „So viel Quatsch habe ich schon lange nicht mehr gehört. Bitte hinterfragen Sie die ‚Forschung‘, wie stark die Medienforschung von der „Spieleindustrie“ gefördert wird“ (Doris G-W).

Besonders intensiv wurde in Facebook das neue Frauenbild von Lara Croft (Tomb Raider) diskutiert. Hier kamen die Spiele-Experten zu einem unheitlichen Bild: „Einerseits sehe ich die Umgestaltung der Spielserie und damit der Hauptprotagonistin und damit letztendlich der (Spiel-)Erfahrung für die Spielenden als zwingend notwendige Anpassung an die beschriebene Kulturgut orientierte Wahrnehmung und damit zugleich an deren Impuls gebende ‚Wirkung‘! Andererseits sehe ich auch die Adaption einer seit Jahren erkennbaren Wandlung der klassischen Computerspielhelden (gerade im Actionbereich) hin zum zweifelnden, strauchelnden und sich immer wieder selbst und vor allem die eigenen Taten hinterfragenden Emotionsbündel…
Von daher stellt sich mir die Frage, ob die Wandlung der Lara Croft nun doch eher ’nur‘ die Anpassung an aktuelle Spielgewohnheiten ist (und sie damit (wieder) zum ‚Mann in Frauenkleidern‘ wurde), oder tatsächlich mit Blick auf das beschriebene Frauenbild, das in anderen Medien schon längst etabliert ist, ein tatsächlicher Wandel vollzogen wurde? Denn bei aller Emotionalität und bei aller Zerrissenheit steht dann doch eine Tanktop bekleidetet mit einer grandiosen Figur gesegnete attraktiven Frau, die nun auch noch die ihr Rollenklischee typischen Attribute zugesprochen bekam.“ (Gerrit Neundorf).

Abschließen möchten wir die Woche mit dem Hinweis von Mathias Mertens. In der Sendung weist er darauf hin, dass Computerkompetenzen und Kompetenzen im Umgang mit Mikroelektronik durch Computerspiele vermittelt wurden.

 

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