Archiv des Autors: jrobes


Offenes und selbstorganisiertes Lernen im Netz. Ein Erfahrungsbericht über den OpenCourse 2011 „Zukunft des Lernens“

Veröffentlicht am von jrobes

blaschitz_2013012.jpgEs ist jetzt schon eine Weile her, dass ich diesen Erfahrungsbericht geschrieben habe, genaugenommen weit über ein Jahr. Seitdem ist einiges passiert, auf den opco11 folgte der opco12 und die vielen weiteren MOOCs. Immerhin habe ich in diesem Artikel einige der Aktivitäten des ersten MOOCs im deutschsprachigen Raum näher beschrieben, die sich so auch im opco12 nicht wiederholt haben. Er könnte also durchaus von dokumentarischem Interesse sein …
Jochen Robes, in: Edith Blaschitz u.a. (Hrsg.): Zukunft des Lernens: Wie digitale Medien Schule, Aus- und Weiterbildung verändern. Hülsbusch: Glückstadt 2012, S. 219-244

Tags | Kommentare deaktiviert für Offenes und selbstorganisiertes Lernen im Netz. Ein Erfahrungsbericht über den OpenCourse 2011 „Zukunft des Lernens“

The FOTA EduBeardStroke Parabola 2013

Veröffentlicht am von jrobes

Was sind Vorhersagen eigentlich wert? Wer Anfang des letzten Jahres in den Horizon Report geschaut hat, wird dort nichts über MOOCs gefunden haben. Und doch erklärte die New York Times 2012 zum “Year of the MOOC”. Dann gibt es noch Gartners Hype Cycles, die jede Technologie zu einem fixen Punkt auf einer Linie reduzieren. Also hat David Kernohan seinen eigenen Cycle entwickelt:

“This diagram was prepared by taking one person who thinks too much about learning technology, leaving them on a train for a stupid amount of time and then marinating in beer and nachos.”
David Kernohan, Followers of the Apocalypse, 21. Januar 2013

kernohan_201301b.jpg

Tags | Kommentare deaktiviert für The FOTA EduBeardStroke Parabola 2013

What Makes a MOOC Massive?

Veröffentlicht am von jrobes

Wann ist ein Offener Online-Kurs eigentlich “massive”? Gibt es hier eine bestimmte Zahl oder Grenze? Die Frage taucht natürlich immer wieder auf, auch im Rahmen des aktuellen MMC13, und deshalb hat Stephen Downes noch einmal einige Argumente zusammengetragen. Dabei verweist er vor allem auf den Unterschied zwischen einer Gruppe und einem Netzwerk. Netzwerke besitzen tendenziell keinen Mittelpunkt, sind offen und durchlässig, lassen Differenzen zu und tendieren dazu, “massive” zu sein. Netzwerke können “kippen”, wenn diese Prinzipien vernachlässigt werden. Stephen Downes:

“The big danger, to my mind, in a large online course is that through strong group-formation activities, it can become a small online course. This happens when a central clique or insider group is formed, or where you have inner circles and outer circles.”

“Massive” ist ein OOC, wenn er mehr als 150 aktive (!) Teilnehmer hat, weil dann bestimmte Mechanismen in Gang gesetzt werden: “… people begin to be selective about which blogs they’re reading, and different (and interacting) subcommunities can form.” Ein guter Ausgangspunkt für weitere Diskussionen, z.B. die Frage, ob es unternehmensinterne MOOCs geben kann …
Stephen Downes, Half an Hour, 19. Januar 2013

Tags | Kommentare deaktiviert für What Makes a MOOC Massive?

Woche 1: Wann ist ein MOOC ein MOOC? Eine Bestandsaufnahme

Veröffentlicht am von jrobes

Der MOOC-Maker Course, oder kurz: #MMC13, hat heute begonnen, und die Gastgeber (Dörte Giebel, Monika E. König und Heinz Wittenbrink), Impulsgeber und Teilnehmer präsentieren schon am ersten Tag so viele Inhalte, Kommentare, Threads und Links, dass man sich fragt, wie das denn noch sechs Wochen gut gehen soll. Kurz noch einmal zur Erinnerung, wen dieser MOOC ansprechen will, nämlich alle:

“- die überlegen, diese offene Lehr-Lernform zukünftig anzubieten,
- die eigene MOOC-Erfahrungen miteinander auswerten wollen,
- die sich für Trends im Bereich Open Education interessieren.”

144 Personen stehen bereits auf der Teilnehmerliste. Ich gehöre dazu. Und hier eine erste, kurze Auswahl möglicher Startpunkte:
- Jasmin Hamadeh: “(Don’t) MOOC!”
- Hannes Klöpper: “How to MOOC - was ist ein MOOC?”
- Claudia Bremer: “Beitrag zum MOOC Maker MOOC #MMC13″
- Gudrun Reimerth: “#MMC13 Eindeutig auf der positiven Seite”
- M.L. Höfer: “#MMC13: “MOOCs im Intranet” sind der Grund, warum ich teilnehme”
- “HOW TO MOOC”-Community auf Google+

MMC13, 16. Januar 2013

Tags | Kommentare deaktiviert für Woche 1: Wann ist ein MOOC ein MOOC? Eine Bestandsaufnahme

10 Fragen zu: Massive Open Online Courses – MOOC

Veröffentlicht am von jrobes

Es ist schon spannend zu beobachten, wie ein Begriff, der vor wenigen Jahren von einigen Netz-Enthusiasten und Edupunks in die Runde geworfen wurde, heute mit großer Selbstverständlichkeit von einem ehemaligen BITKOM-Präsidenten vorgestellt wird. Hintergrund dieses Interviews ist die Initiative OpenCourseWorld, auf die ich ja vor Weihnachten bereits kurz hingewiesen habe. August-Wilhelm Scheer findet klare Worte: “Das Konzept der MOOCs wird unsere Bildungslandschaft massiv verändern.” Und: “Ich glaube, dass die Hochschulen in Deutschland sich alle dem Thema öffnen müssen und auch werden.

Aber vor allem geht es im Moment darum, ein Zeichen zu setzen und sich auf dem “MOOC-Markt” zu positionieren. Dafür ist man bereit zu investieren, denn die Geschäftsgrundlage eines kostenfreien Kursangebots ist noch offen. August-Wilhelm Scheer erwähnt Zertifikate (die heute schon etwas kosten sollen) und Zusatzleistungen, wie individuelle Coachings oder weiterführende Literatur.
IMC AG, Interview mit August-Wilhelm Scheer, 10. Januar 2013

Tags | Kommentare deaktiviert für 10 Fragen zu: Massive Open Online Courses – MOOC

How creativity is being strangled by the law

Veröffentlicht am von jrobes

Bevor sich alte und neue Themenwoche schon wieder die Hand reichen, noch ein Tipp: Laurence Lessig ist Professor für Rechtswissenschaften an der Harvard Law School (Harvard University) und einer der prominentesten Streiter, wenn es um die Möglichkeiten des Internets und die Hindernisse geht, die ein überholtes Urheberrecht immer wieder setzt. In diesem TED Talk hat er vieles auf den Punkt gebracht (und zwar schon 2007!). Der kleine Nachteil: Seine Präsentation ist auf Englisch, aber mit deutschen Untertiteln und jede „Mühe“ wert. Hier der Link:
http://www.ted.com/talks/lang/de/larry_lessig_says_the_law_is_strangling_creativity.html

Veröffentlicht unter Thema 05 - Urheberrecht | Kommentar schreiben

Eröffnung der Themenwoche 05: Alles umsonst! Urheberrechtsfragen und die Copy & Paste-Moral

Veröffentlicht am von jrobes

Es gibt derzeit eine Debatte um das Leistungsschutzrecht, also um Google und was Google zeigen darf oder soll, wenn es auf einzelne Presseerzeugnisse verweist. Und jetzt wird jede weitere Zeile schwierig, wenn man neutral weiterschreiben will, denn es tun sich Gräben auf zwischen dem, was z.B. auf FAZ.net zu lesen ist und dem, was beispielsweise ein renommierter Blogger wie Stefan Niggemeier dazu schreibt.

Aber darum geht es in dieser fünften Folge des Funkkollegs. Vor allem natürlich um das Urheberrecht und damit um die Frage, wie es sich im „Leitmedium“ Internet durchsetzen lässt oder ob wir nicht ganz neue Gesetze brauchen, um der veränderten Wirklichkeit im Netz und ihren Möglichkeiten gerecht zu werden. Die aktuelle Folge kommt mit vielen Originalstimmen (z.B. Sven Regener) und nimmt viele aktuelle Konflikte und Diskussionen auf. Das ist spannend! Vielleicht fehlen ein paar Beispiele, die schildern, wie „Urheber“ bewusst auf ihre Rechte verzichten, um mit ihren Ideen möglichste viele Nutzer oder Interessierte zu erreichen. Aber es kommen ja noch einige Folgen …

Es wird auch zu dieser Folge in Kürze weitere Zusatzmaterialien geben, auf die wir noch gesondert hinweisen werden. Einige Stichpunkte dieser Folge finden sich auch in den Artikeln des Begleitbuches wieder.

  • Wo sehen Sie die Lösung in der Kluft zwischen den Zeitungshäusern und dem Internetunternehmen?
  • Welche Lösung ist Ihre Vision für die Zukunft?
  • Wo sehen Sie sich von Urheberrechtsfragen betroffen?

… und alle weiteren Fragen, Anregungen und Impulse zur aktuellen Sendung und Themenwoche.

Wir freuen uns auf Ihre Beiträge. Vielen Dank und viel Spass mit der fünften Themenwoche!

Ihre Moderatoren, Claudia Bremer und Jochen Robes

Veröffentlicht unter Thema 05 - Urheberrecht | 4 Kommentare

JIM-Studie 2012

Veröffentlicht am von jrobes

Die neue JIM-Studie ist da. “JIM” steht für “Jugend, Information, (Multi-)Media”. Die Studie wird seit 1998 vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest in Zusammenarbeit mit dem Südwestrundfunk durchgeführt. Dabei wurden dieses Jahr 1.200 Jugendliche zwischen 12 und 19 Jahren über ihr Medienverhalten befragt, womit die Ergebnisse also das sind, was gemeinhin als “repräsentativ” bezeichnet werden darf. Die Pressemitteilung ist mit “Vernetzt mit 272 Freunden” überschrieben und deutet bereits an, wohin sich der Medienalltag Jugendlicher bewegt. Oder welche Veränderungen die Forscher für erwähnenswert halten …

jim_201211.jpgWas geben uns die Herausgeber also mit auf den Weg, bevor man sich in die Details der Studie stürzt:
“- Für Jugendliche bleiben Soziale Netzwerke ein zentraler Aspekt der Internetnutzung. Online-Communities zählen neben Suchmaschinen und Videoportalen zu den drei am häufigsten ausgeübten Anwendungen im Internet …
- Aktuell meint die Nutzung Sozialer Netzwerke fast ausschließlich die Nutzung von Facebook, hier sind 81 Prozent der Jugendlichen aktiv. …
- Das Handy als Alltagsbegleiter der Jugendlichen eröffnet die Option, Soziale Netzwerke auch unterwegs zu nutzen. …”

Öffnet man die 72 Seiten, kann man z.B. noch mitnehmen, dass Computer/ Laptop, Handy, Fernseher und Internetzugang heute zur Grundausstattung eines Jugendlichen gehören. Und das ist mit Blick auf die Zahlen wörtlich zu nehmen. Blättert man noch etwas weiter bis zu den Seiten, in denen es um die Internetnutzung geht, finden sich weitere interessante Beobachtungen, z.B.: “Twitter ist für die meisten Jugendlichen eher ein Randphänomen, nur wenige lesen (7 %) oder verfassen (4 %) regelmäßig solche kurzen Nachrichten …” (S. 33f.) Und dann enthält die JIM-Studie natürlich heute auch ein Web 2.0-Kapitel, in dem die Netzaktivitäten der Jugendlichen wie folgt zusammengefasst werden:

“Dass sich das Internet für Jugendliche zu einem echten “Mitmach-Medium” entwickelt hat, kann auch im Jahr 2012 nicht bestätigt werden. Eigene Inhalte werden nur von einem Fünftel regelmäßig erstellt (ohne Communities), wobei auch hier der Löwenanteil auf das Schreiben von Beiträgen in Foren und das Einstellen von Bildern und Videos entfällt.”

Leider lassen diese Zeilen offen, ob sich das “Mitmach”-Web heute eben in jenen Communities abspielt …
Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (mpfs), 30. November 2012

Tags | Kommentare deaktiviert für JIM-Studie 2012

Eröffnung der Themenwoche 04: Wer sich bewegt, hinterlässt Spuren

Veröffentlicht am von jrobes

Gestern gab es die vierte Folge des Funkkollegs, die mit „Kommunikations-Kosten – Kommunikations-Risiken: Wem gehören meine Daten?“ überschrieben ist. Eine etwas düstere Sendung, die uns mit vielen Beispielen darauf hinweist, welche Datenspuren wir – bewusst und unbewusst – im Netz hinterlassen, und wie sich andere dieser Daten bedienen. Das Spektrum der „Täter“ reicht hier von einzelnen Kriminellen, über Geheimdienste bis zu Unternehmen und Behörden.

Die Sendung schließt mit dem Aufruf, sich intensiver mit den „Risiken des Mediums auseinanderzusetzen“. Hier wird der eine oder andere kurz zögern. Liegt das Risiko im Medium Internet oder z.B. in der Frage, ob und wozu wir Geheimdienste brauchen? Lassen wir die Frage an dieser Stelle offen und verweisen lieber gleich auf den Artikel von Fontefan, der die Diskussion bereits aufgenommen hat („Kommunikationskosten – Kommunikationsrisiken“). Weitere Kommentare sind wie immer herzlich willkommen!

Hier noch einmal der Hinweis auf die wichtigsten „Einstiegspunkte“ der vierten Folge des Funkkollegs:

  • da ist natürlich die Sendung selbst, die wie immer bereits als Podcast zur Verfügung steht;
  • dann die Zusatzmaterialien zum Vertiefen;
  • dann das Begleitbuch zum Funkkolleg, in dem z.B. Constanze Kurz und Frank Rieger unter dem Stichwort „Ausgekundschaftet“ ein weiteres Beispiel für Kosten & Risiken präsentieren;
  • die Blogbeiträge hier, von anderen und die Kommentare,
  • und schließlich der Twitter-Hashtag zum schnellen, informellen Austausch: #fkmedien.

Viel Spass mit der vierten Themenwoche!

Ihre Moderatoren, Claudia Bremer und Jochen Robes

Veröffentlicht unter Thema 04 - Kosten/Risiken | Tags , , | 2 Kommentare

Es läuft langsam an …

Veröffentlicht am von jrobes

Die erste Sendung des Funkkollegs „Wirklichkeit 2.0“ ist „draußen“. Und langsam gibt es auch die ersten Spuren im Netz. Einige Kommentare zur Sendung, zu den weiteren Materialien und zur Gestaltung der Seiten sind da, und wir werden das Angebot immer wieder überprüfen und entsprechend anpassen.

Auch „draußen“ hinterlässt das neue Funkkolleg Spuren: die ersten Blog-Einträge wurden verlinkt: Empfehlenswert sind beispielsweise der Beitrag von Monika König „#fkmedien: Was ist das Internet für Dich?“, mit einer Reihe von weiteren Kommentaren) und der Beitrag von Lore Reß Leben im Netz – Das Internet als neues Leitmedium? auf ihrer Storify-Seite, die beide auf ihrer jeweiligen Seite kommentiert wurden. Zudem wird der Twitter-Hashtag „#fkmedien“ intensiv genutzt genutzt, es gibt das Funkkolleg auf Facebook (mit 279 Likes!) und die Learnist-Seite wurde bis heute 654 Mal aufgerufen. Trotzdem ist überall noch viel Luft nach oben!

Deshalb haben wir im Kursblog auch noch einmal auf die verschiedenen Möglichkeiten hingewiesen, sich aktiv am Funkkolleg zu beteiligen (s. „Mitmachen, aber wie?“). Auch die zweite Folge, „Social Media –  Charme, Chancen und Risiken sozialer Netzwerke“ (ausgestrahlt am Samstag, 09.11.2012, 11:30 Uhr auf hr2), ist eine wunderbare Gelegenheit zum Einstieg in die Diskussion! Hier wird es um die Frage gehen, welche Rolle Facebook, Twitter & Co. heute in unserem Alltag spielen und welche Mechanismen dabei wirken.

Viele von Ihnen werden die neuen Netzwerke bereits nutzen. Oder sich vielleicht entschieden haben, es bewusst nicht zu tun. Oder Sie sind vielleicht irgendwo „dazwischen“: Schon neugierig, aber noch fehlten Zeit oder Anlass. Vielleicht ist ja die Sendung ein Anstoß, uns kurz von Ihrem Netzwerk-Alltag zu berichten. Oder Ihre Meinung festzuhalten. Wir freuen uns in jedem Fall auf einen regen Austausch!

Claudia Bremer und Jochen Robes (Moderatoren)

Veröffentlicht unter Allgemein, Thema 02 - Social Media | Tags | Kommentar schreiben