Archiv der Kategorie: Thema 02 – Social Media


Abschluss des ersten Themenblocks

Veröffentlicht am von Claudia Bremer

Heute wollen wir nicht nur die letzte Themenwoche, sondern den ganzen Themenblock abschliessen, der unter dem Titel „Freiheits-Versprechen“ stand und mit der Frage „Leben im Netz – Das Internet als neues Leitmedium?“ begann. Dann ging es um die Sozialen Netzwerke, das Ende der Privatheit sowie Kommunikationskosten und -risiken, eine Folge, die eher zum vorsichtigen Umgang mit den eigenen Daten im Netz aufrief. In den letzten beiden Wochen widmeten wir uns den Fragen des Urheberrechts, passend zur laufenden Debatte um das Leistungsschutzrecht. Wir schlossen mit dem Thema „Internet-Mobbing und Cyber-Bullying“ und der Frage „Wie verhalte ich mich richtig im Netz?“.

Die einzelnen Sendungen haben zu unterschiedlich vielen Beiträgen geführt. Die aktivste Debatte fand zur Frage des Urheberrechts statt. Eher zurückhaltend wurden die Themen Internet-Mobbing und Kommunikationsrisiken aufgenommen. Vielleicht animierten hier die Warnungen vor den negativen Auswirkungen einer intensiven Internetnutzung nicht gerade zur aktiven Teilnahme …

Es ist schwer, über all die vielen Themen und Wochen ein Fazit zu ziehen. Deutlich wurde, dass die neuen Medien und soziale Netzwerke ein wichtiges Element unserer modernen Gesellschaft geworden und aus ihr nicht mehr wegzudenken sind. Zugleich braucht es einen offenen Diskurs, um die Gefahren und Risiken bewusst wahrzunehmen und entsprechende Regelungen, Routinen und Kompetenzen aufzubauen. Wir beide, Dr. Jochen Robes und Claudia Bremer, stehen jedoch nach wie vor den Chancen des Netzes positiv gegenüber, was sich hoffentlich auch in unserer Moderation widergespiegelt hat. Nichtsdestotrotz bleibt der Aufbau von Medienkompetenzen in all ihren Facetten, gerade bei Kindern und Jugendlichen, ein zentrales Thema. Dies leitet uns hervorragend in die nächsten Themenwochen über, die ab jetzt von Steffen Wachter und Dr. Christoph Köck, beide vom Hessischen Volkshochschulverband (hvv), moderiert werden.

Wir bedanken uns fürs Mitmachen, Lesen und Kommentieren und wünschen Ihnen noch weitere interessante Themenwochen,

Claudia Bremer und Jochen Robes

Veröffentlicht unter Allgemein, Thema 01 - Einführung: Leben im Netz, Thema 02 - Social Media, Thema 03 - Ende der Privatheit?, Thema 04 - Kosten/Risiken, Thema 05 - Urheberrecht, Thema 06 - Internet-Mobbing | 3 Kommentare

Demokratie in umzäunten Gärten: Mitbestimmung in sozialen Netzwerken (zu den Themenwochen 01-04)

Veröffentlicht am von Claudia Bremer

Be or der erste Themenblock zu Ende geht, hier noch eine Meldung zu den Themenwochen 1-4, Soziale Medien:

Sind soziale Netzwerke tatsächlich Privatgelände, wenn sie von so mächigen Anbietern wie Facebook betrieben werden? Wie steht es dort aus mit Partizipation und Mitbestimmung?

2009 ließ Facebook seine Mitglieder über Änderungen des Datenschutzes abstimmen. Doch die Mitbestimmungsdebatte von Facebook geriet zur Farce. Damit das Votum wirksam wird, hätten aber ein Drittel aller Mitglieder teilnehmen müssen, was nicht geschah. „Wie demokratisch waren die Bedingungen der Abstimmung wirklich?“ fragt breitband.dradio.de Jeanette Hofmann, Gründungsdirektorin des von Google finanzierten Instituts für Internet und Gesellschaft an der Humboldt-Universität Berlin.

Nun rief Facebook wiederholt zur Abstimmung auf: Noch bis Montag liess Facebook darüber abstimmen, ob es Mitbestimmung durch seine Mitglieder in Zukunft weiter geben soll. Doch auch jetzt blieb eine ausreichende Beteiligung aus. Anlass für breitband.dradio.de, die Reihe „Medien und digitale Kultur“ des Senders Deutschlandradio Kultur im Interview mit Max Schrems, Jurastudent aus Wien und Sprecher der Initiative “Europe versus Facebook”, die das größte Datenschutzverfahren in der Firmengeschichte von Facebook losgetreten hat, zu fragen, welche Regeln in sozialen Netzwerken gelten sollten. Dabei geht es beispielsweise um die Gesichtserkennung, den Umgang mit gelöschten Daten und

Wieviel sollen User sozialer Netzwerke mitentscheiden dürfen? Welche Freiheiten sollten sie haben? Welche Rolle kann und soll Mitbestimmung in sozialen Netzwerken spielen? Sollten wir die Idee der Demokratie in umzäunten Gärten vorantreiben, oder ist sie dort fehl am Platz? Fragen, der sich die Sendung vom 8.12.2012 stellt.


Bild: Sommer, Sonne, Garten von nevsred auf Flickr, CC-by-SA

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Der Preis des Kostenlosen! Was sind unsere Daten wert?

Veröffentlicht am von Markus Pleimfeldner

Grafik: Der Preis des Kostenlosen (Bild: hr)
 

Materialien für die kritische Medienbetrachtung

Eine eigenes Profil bei Facebook, ein E-Mail-Konto bei Yahoo, eine Suche über Google. Täglich nutzen viele Millionen Menschen Angebote im Internet, für die sie nie eine Rechnung bekommen. Und doch zahlen sie dafür – mit ihren Daten.

Hinter den kostenlosen Angeboten stehen oft Milliarden schwere Konzerne. Und die verdienen ihr Geld mit dem, was sie über die Nutzer, ihre Kunden wissen. Denn je genauer das Profil eines Nutzers, je mehr über seine Lebensumstände, seine Hobbies, Interessen, Wünsche etc. bekannt ist, umso gezielter können diesem Nutzer Werbeangebote unterbreitet werden, und umso teurer können die Anbieter wie Facebook oder Google ihre Werbeplätze verkaufen.

Wie funktioniert dieses Geschäft genau? Wird aus einer kostenlosen Dienstleistung im Netz bare Münze? Wie sehen die Geschäftsmodelle aus? Welchen konkreten Wert haben einzelne Informationen, die der Nutzer im Netz freiwillig oder auch unfreiwillig hinterlässt? Und schließlich: Welchen Anteil hat das Verhalten der Nutzer selbst daran, dass Unternehmen mit ihren Daten viel Geld verdienen können? (mehr …)

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Weitere Fundstücke aus dem digitalen Süden und Norden: Liquid Democracy nicht nur bei den Piraten

Veröffentlicht am von Claudia Bremer

Ganz spannend fand ich beim Stöbern in der süddeutschen Online Zeitung einen Beitrag (der fast besser in die letzten Themenwochen passt), über den Versuch, lokalen Vereinen und Bürgern digitale Beteiligungsmöglichkeiten nahe zu bringen. Dazu hatte ein Tegernseer Stadtrat Interessierten Liquid Democracy, das Abstimmungstool, das über die Piraten bekannt wurde, vorgestellt. Ziel der Kampagne war laut der Online Zeitung „mehr politisches Interesse und Gestaltungsmöglichkeit für alle, denen das Tegernseer Tal Tal am Herzen liegt“. Unter dem Titel „Gräben zwischen “Onlinern” und “Offlinern” schließen“ berichtet die Online Zeitung über das Event.

Bürgerbeteiligung alt und neu

Tegernsee
Tegernsee
(Quelle beider Bilder: Tegernseer Stimme)

Bürgerbeteiligung auch im Norden

Auch im norddeutschen Raum finden entsprechende Versuche statt, hier wie xPolitics berichtet recht erfolgreich: “ […] wie die Friesländer der Bürger-Lobby echte Mitsprache einräumen, ohne an bestehenden Gesetzen zu rütteln“ und „was die Friesländer seit einiger Zeit mit liquid Friesland auf die Beine stellen, ist mehr als beachtlich und kann durchaus als Revolution der Kommunalen Politik gesehen werden.“

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Fundstück aus dem digitalen Süden: „Soziale Netzwerke: 7 Tipps für den Umgang“

Veröffentlicht am von Claudia Bremer

Tipps für den Umgang mit Sozialen Netzwerken

Passend zum Thema veröffentlichte die „Teggernseer Stimme“ genau heute, am 25.11.2012 einen Beitrag „Soziale Netzwerke: 7 Tipps für den Umgang“, … als hätten sie es geahnt 😉

Widerspruch gegen die Facebook Nutzungsbestimmungen?

Vor einigen Tagen erhielt ich eine Mitteilung von Facebook bezüglich ihrer neuen Nutzungsbestimmungen. Auch darauf reagierte die Zeitung mit dem Beitrag „Facebook-Hoax: “Hiermit widerspreche ich…”“, in dem sie die Meinung vertritt, dass dies einfach keinen Sinn macht. Entweder man macht mit oder nicht…. Durch den Widerspruch verdeutlich man nur seine Unwissenheit… (Ähnlich hilflos gegen die Geschätfsgepflogenheiten von Google fühlte ich mich bei der überraschenden Zusammenlegung meines YouTubes und Google Accounts, , gegen den ich mich absolut nicht wehren konnte – s. mein Kommentar auf Fontanefans Mitschrift der vierten Sendung) Sind wir so ausgeliefert und können uns nicht wehren, oder ist es an der Zeit auch alternative Tools zu nutzen, wie manche propagieren? Nur:

„Wenn alle meine Freunde in Facebook sind und nur dort die Infos zur Vorlesung getauscht werden, habe ich kaum die Wahl, Facebook nicht und statt dessen ein anderes soziales Netzwerk oder gar keins zu nutzen. Ich hänge mich sonst einfach von der Informationsversorgung ab“

so äußerte sich kürzlich ein Student in einer Diskussion zu sozialen Medien in einem Workshop an der Universität.

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Netzbeiträge rund um das Thema 1 und 2 des Funkkollegs

Veröffentlicht am von Claudia Bremer

Auch wenn es scheint, als kämen hier nicht viele Blogbeiträge an und Twitter sei das führende Medium zum Funkkolleg, so erscheinen dort hier und dort Beiträge im Netz, die ich kurz hier einmal sammeln und auf die ich verweisen möchte:

Wir freuen uns über weitere Meldungen und mutige Blogger und fischen gerne weitere Meldungen aus Twitter heraus! 😉

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#fkmedien: “Social Media”

Veröffentlicht am von Sonja Ringleb
eLearningWelt
Im Rahmen des Funkkollegs Medien hat hr2 heute die zweite Radiosendung (Thema: “Social Media – Charme, Chancen und Risiken sozialer Netzwerke”) ausgestrahlt und als Podcast veröffentlicht. Hier ein paar Gedanken dazu… Soziale Netzwerke sind für viele nicht mehr aus dem … Continue reading
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Online-Kurs Wirklichkeit 2.0 – Episode 2

Veröffentlicht am von Simon Dueckert

Die zweite Folge des Online-Kurses Wirklichkeit 2.0 hatte das Thema “Soziale Medien”. Einige Interessante Gedanken und Ideen daraus:

  • 21 Millionen Bürger (s.a. ARD-ZDF-Online-Studie) in Deutschland kommunizieren über Soziale Netzwerke (Hauptsächlich wurde über Facebook, Twitter Xing und LinkedIn gesprochen, Nischen- und Special-Interest-Netzwerke wie Researchgate wurden nicht erwähnt).
  • Das englische “social” hat eine andere Bedeutung als das deutsche “sozial”, das mit sozialer Verantwortung in Beziehung gesetzt wird.
  • Manfred Spitzer: “nur über Computer kann man keine echten Beziehungen pflegen.
  • Ein “like” oder ein “gefällt mir” ist ein digitales Lächeln.
  • Ein soziales Netzwerk ähnelt mehr einem Börsenticker (Strom von Nachrichten), als einer normalen Webseite.
  • Soziale Netzwerke als “private Öffentlichkeit”.
  • Jan-Hinrik Schmidt kam mehrfach zu Wort.
  • Beziehungsmanagement und Kontaktpflege sind wichtige Aufgaben.
  • Wie in unserem Web 2.0 Führerschein wurde die Dunbar-Zahl erwähnt :)
  • Eine Schülerin berichtet, wie ein Englisch-Referat vollständig über Facebook vorbereitet wurde (soziale Netzwerke als Lernplattformen).
  • Gibt es die Filterblase (filter bubble)?
  • Daten in sozialen Netzwerken werden für kommerzielle Zwecke ausgewertet (soziale Netzwerke sind nicht kostenlos, man bezahlt mit Daten, nicht Geld). Medienkompetenz ist ein wichtiger Schlüssel.

Bisher gab es bei Wirklichkeit 2.0 unter #fkmedien so gut wie keinen Twitter-Verkehr während der Sendung. Das ist auch mal schön, einfach entspannt und konzentriert zuzuhören. Die Hintergrundmusik ist recht anstrengend, vielleicht handelt es sich dabei um hörbar gemachten Netzwerkverkehr?


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Freunde, Bekannte, Friends…. wo seid ihr eigentlich was für mich? Ein Follow-up-Beitrag zu #fkmedien

Veröffentlicht am von mons7

FreundeBildquelle. Auf meinen Wochenbeitrag zur ersten Woche von #fkmedien hin hat Thorsten da kommentiert, und zwar folgendermaßen.

“Was Nobert Bolz partout nicht versteht ist die Auswirkung der unterschiedlichen Verwendungkontexte des Begriffs “Freundschaft”. Keine Menschenseele würde allen Ernstes jede*n seiner Facebook-Freund*Innen auch im real life anderen Menschen mit Zuhilfenahme des Begriffs “Freund” vorstellen.”

Das hat mich (ja erst) auf die Idee gebracht, dass es in der Tat sein kann, dass derjenige, der nicht aktiv auf Facebook & Co. agiert unter Freund eben das versteht, was er immer unter Freund verstanden hat. Dass also der geänderte Kontext, da kein Kontext in dem jener zugange, als nicht vorhanden wahrgenommen.

Ein Versuch einer Explizitmachung

Deshalb versuchsweise eine Beschreibung, was eine Freundschaft/Verknüpfung/Verbandelung auf den verschiedenen Plattformen für mich bedeuten (kann). Beziehungsarten im Internet. Was – nach nochmaligem Korrekturlesen – sich als gar nicht so einfach beschreibbar herausstellt.

Freunde auf Facebook

Auf Facebook mache ich nicht viel. (mehr …)

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Es läuft langsam an …

Veröffentlicht am von jrobes

Die erste Sendung des Funkkollegs „Wirklichkeit 2.0“ ist „draußen“. Und langsam gibt es auch die ersten Spuren im Netz. Einige Kommentare zur Sendung, zu den weiteren Materialien und zur Gestaltung der Seiten sind da, und wir werden das Angebot immer wieder überprüfen und entsprechend anpassen.

Auch „draußen“ hinterlässt das neue Funkkolleg Spuren: die ersten Blog-Einträge wurden verlinkt: Empfehlenswert sind beispielsweise der Beitrag von Monika König „#fkmedien: Was ist das Internet für Dich?“, mit einer Reihe von weiteren Kommentaren) und der Beitrag von Lore Reß Leben im Netz – Das Internet als neues Leitmedium? auf ihrer Storify-Seite, die beide auf ihrer jeweiligen Seite kommentiert wurden. Zudem wird der Twitter-Hashtag „#fkmedien“ intensiv genutzt genutzt, es gibt das Funkkolleg auf Facebook (mit 279 Likes!) und die Learnist-Seite wurde bis heute 654 Mal aufgerufen. Trotzdem ist überall noch viel Luft nach oben!

Deshalb haben wir im Kursblog auch noch einmal auf die verschiedenen Möglichkeiten hingewiesen, sich aktiv am Funkkolleg zu beteiligen (s. „Mitmachen, aber wie?“). Auch die zweite Folge, „Social Media –  Charme, Chancen und Risiken sozialer Netzwerke“ (ausgestrahlt am Samstag, 09.11.2012, 11:30 Uhr auf hr2), ist eine wunderbare Gelegenheit zum Einstieg in die Diskussion! Hier wird es um die Frage gehen, welche Rolle Facebook, Twitter & Co. heute in unserem Alltag spielen und welche Mechanismen dabei wirken.

Viele von Ihnen werden die neuen Netzwerke bereits nutzen. Oder sich vielleicht entschieden haben, es bewusst nicht zu tun. Oder Sie sind vielleicht irgendwo „dazwischen“: Schon neugierig, aber noch fehlten Zeit oder Anlass. Vielleicht ist ja die Sendung ein Anstoß, uns kurz von Ihrem Netzwerk-Alltag zu berichten. Oder Ihre Meinung festzuhalten. Wir freuen uns in jedem Fall auf einen regen Austausch!

Claudia Bremer und Jochen Robes (Moderatoren)

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