Archiv der Kategorie: Thema 17 – Datenkonstruktionen


Zusammenfassung der Themenwoche 17 – Datenkonstruktionen: Kunst und Musik im Netz

Veröffentlicht am von fjroell

In Facebook wurde getestet, ob es die Autoren der Webseite ernst  meinen mit ihrer Aufforderung „Join the legend of Seppukoo“ (virtueller Selbstmord). Es stellte sich heraus, dass Facebook uns verbietet, die Seite direkt zu verlinken. Die Seite muss durch manuelle Eingabe in das Adressefeld Ihrers Browsers selbst aufgerufen werden: www. seppukoo.com. Facebook „haßt“ diese Webseite. Demian D. Naftali hätte sich gewüncht, dass in der Sendung auch auf Netzkultur eingegangen worden wäre: „Hier wird über Kunst mit dem Netz geredet, nicht aber über Kunst IM Netz, nicht über Netzkultur“.

In in Kürze werden wir Sie in die neue Themenwoche begleiten….

Ihre Moderatoren Jennifer Kreß, Jürgen Pelzer und Franz Josef Röll

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William Gibson

Veröffentlicht am von fjroell

Demian D. Naftali hat in Facebook die Sendung „Daten-Konstruktionen“ als „schöner Beitrag“ gewürdigt. Er hat aber auch konstruktive Kritik geäußert. Er fand die Sendung stellenweise stark akademisiert IMHO (in my humble opinion). Ein anderer  Kritikpunkt war, dass er er es bei der Einleitung der Thematik, beim Hintergrundwissen, aus kultureller Sicht als ein ziemliches Versäumnis ansieht, dass William Gibson und seine Arbeit, vor allem sein geistiges Erbe, nicht angesprochen wure. Dabei sei das heute aktueller als jemals zuvor.

William Gibson (http://www.williamgibsonbooks.com/) ist ein US-amerikanischer Science-Fiction-Autor. Bekannt wurde er mit seinem 1984 erschienenen Roman Neuromancer, bei dem er den Begriff „Cybespace“ kreierte. Ebenso entfaltete er in seinen Texten die Begriffe „Cyberpunk“ (Anti-Utopie der Science Fiction -in der Zukunft spielende Erzählung mit oftmals negativem Ausgang ) und „Matrix“, das durch ein globales Informationsnetzwerk gebildet wird und so den Cyberspace ermöglicht.

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Eröffnung der Themenwoche 17: Datenkonstruktionen: Kunst und Musik im Netz

Veröffentlicht am von fjroell

Die 17. Sendung beschäftigt sich mit Kunst und Musik im Netz. Sie beschäftigt sich mit künstlerischen Aktivitäten, die in der Regel nicht im Brennpunkt der Öffentlichkeit stehen, da sie sich konträr zum traditionellen Kunstbetrieb entwickelt hat. Auffallend ist, dass die Mehrzahl der Kunstprojekte nicht als ästhetische Ausdrucksformen zur Selbstaktualisierung dienen, sondern sich kritisch und reflektierend mit unserer digitalien Lebenskultur auseinandersetzen. Es geht nicht um l’art pour l’art, sondern um einen Anstoß gesellschaftlicher Kommunikation. Nicht Sendungsbewusstsein steht im Vordergrund, sondern Dialogbereitschaft. So zielt das Okto-Rohrpost-System der „Telekommunisten“ darauf ab, aufzuzeigen, wie unterschiedliche Wirtschaftsmodelle und Sozialbeziehungen unsere Kommunikation beeinflussen. In der Tradition von Robin Hood agiert das Künstlerkollektiv „Ubermorgen“, mit verblüffenden Strategien gelingt es ihnen, das System von Amazon und Google mit ihren eigenen Geschäftsmodellen zu stören. Auch an anderen Beispielen wird die subversive Dimension der digitalen Medienkunst verdeutlicht.

Eine weitere Dimension der digitalen Kunst, die vorgestellt wird, verknüpft sich mit den Begriffen „Soziale Plastik“ bzw. „Sozialplastik“ (in Anlehnung an Beuys). Das Projekt „Die internationale Stadt“ sieht sich dieser Tradition verpflichtet. Bei diesen Projektionen steht die Auseinandersetzung mit der Ästhetik des neuen Kommunikations-Medium im Vordergrund.

Die digitalen Künstler agieren meist in Kollektiven und distanzieren sich, wie z.B. Conrelia Sollfrank, von Begriffen wie „Genie“, Originalität“ und „Autorenschaft“. Mit ihrem „Netzkunstgenerator“ macht sie die Betrachter zu „usern“, der Computer und die Software werden zur Kunstmaschine.

In der Sendung wird zudem auf die Bedeutung von ars electronica, dem Institut für Neue Medien, dem Zentrum für Kunst- und Medientechnologie und der transmediale als Transmissionsinstitute für digitale Kunst eingegangen.

In der Sendung wird verdeutlicht, dass sich die Grenzen von Netzkunst, Künstler und Popkultur zunehmend verwischen. Die Bedeutung und Rolle von Remix und Mashup werden ausführlich erörtert und an Beispielen belegt. Sie werden als selbstverständliche kulturelle Produktionstechniken in der digitalen Informationsgesellschaft hervorgehoben.

In der Sendung und in den Zusatzmaterialien, die von Studierenden der Hochschule Darmstadt, Fachbereich Gesellschaftswissenschaften und Soziale Arbeit, verfasst wurden, werden die unterschiedlichen Positionen erörtert. Es gibt viele Ansatzpunkte zum Dialog und zur kritischen Auseinandersetzung. Wir freuen uns auf Ihre Reaktionen, Ihre ModeratorInnen Jennifer Kress, Jochen Pelzer und Franz Josef Röll.

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