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How Online Learners Can Quit LOL Cats

Veröffentlicht am von jrobes

Der Artikel verweist auf eine aktuelle Studie. Dort heißt es: In einer Zeitspanne von 15 Minuten schafften es Teenager, gerade einmal 65 Prozent der Zeit auf das Lernen zu konzentrieren. Nach durchschnittlich zwei Minuten begannen die ersten Ablenkungen: Facebook, Chats und SMS. Und das unter Beobachtung. Was also ist zu tun? In Lernumgebungen, so Anya Kamenetz, gibt es drei grundsätzliche Strategien: a) Kontrolle durch Autorität, b) Kontrolle durch Technologien und, zuletzt, c) Selbstkontrolle.
Anya Kamentz, WiredAcademic, 14. Mai 2013

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Eröffnung der Themenwoche 21 – Krieg der Welten

Veröffentlicht am von vbernius

Apple, Facebook oder Google – Wer beherrscht das Netz?

Eigentlich war die Internetwelt bisher doch sehr überschaubar und einfach darzustellen – oder?:

Apple verkauft Musik und verdient Geld mit schicker Hardware.  Amazon verkauft Inhalte, verdient damit und subventioniert die eigene Hardware, Google hat eine ähnliche Plattform und ein „digitales Ökosystem“ aus Hardware, Software und Inhalten und bei Facebook  verbringen viele Menschen ihre Zeit…. Der Kampf um die Aufmerksamkeit – und natürlich um das Geld – entwickelt sich immer weiter. Die „Platzhirsche der digitalen Welt“ teilen sich die Reviere auf und versuchen aber auch mehr und mehr in fremden Territorien zu wildern. Wir sollen als Kunden möglichst umfassend bedient werden, wir sollen uns heimisch fühlen in der Welt nur eines Konzerns….

Der Kampf um die Vorherrschaft im Internet der Zukunft ist zugleich ein Kampf um die Kontrolle und Überwachung unseres Denkens, Fühlens und Konsumierens. Wie gehen wir damit um, wenn wir und unser Alltag bis in den letzten Winkel durchleuchtet wird?  Hierzu schreibt mwinter beim Spiegel Online Forum als Kommentar zur Rezension des neuen Buches der beiden google-Manager Eric Schmidt und Jared Cohen („The new digital age“):  „Vom Regen in die Traufe: Wenn die Entwicklung, wie sich abzeichnet, dahin geht, dass unser Leben statt von einer Staatsdiktatur von vielen „kleinen“ Konzerndiktaturen wie Google beherrscht wird, die unser digitales Leben bestimmen und alle Details kennen, sehe ich nicht, worin der Fortschritt liegt. Sicherlich keine rosige Utopie der Zukunft.“: http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/eric-schmidt-kritik-des-buchs-the-new-digital-age-a-896503.html

In der Funkkolleg-Folge 21 stellt Mischa Ehrhardt dar, wie wenige Großkonzerne um Macht und Vorherrschaft im Internet kämpfen. Giganten wie Google, Apple, Amazon, Facebook und Microsoft im Bereich der Betriebssysteme. Aber immer wieder gibt es auch neue Ideen im Internet, die Dinge revolutionieren. So hat der Dienst Whats App im Prinzip das Versenden von SMS überflüssig gemacht. Mittlerweile werden über diesen Dienst über 15 Milliarden Nachrichten verschickt. Auch der Kurznachrichtendienst Twitter hat bereits mehrere hundert Millionen Mitglieder. Also könnte man auch die These in den Raum werfen, dass das Internet um einiges bunter ist und nicht nur von den Giganten beherrscht wird.

Auch Facebooks Vormachtstellung in Sachen Online-Community ist nicht  unbedingt in Beton gegossen. Denn Facebook könnte ein Problem mit der kommenden, jungen Nutzer-Generation bekommen, die nicht unbedingt im selben Netzwerk sein wollen wie ihre Eltern, Verwandten und Lehrer. Und schließlich bringen technische Neuerungen wie derzeit Smartphones und Tablet-Computer neue Spieler auf den Plan, die sich auf solche neuen Technologien spezialisiert haben. Man könnte also diskutieren, ob die jetzigen Giganten nicht doch eher Sterne sein könnten, die irgendwann verglühen, schrumpfen, um dann schließlich ganz von der Bildfläche zu verschwinden.

An dieser Stelle zwei wichtige Hinweise:

(01) In den Zusatzmaterialien zur Folge 21 werden unter anderem ausführlich Suchmaschinen vorgestellt, die Begriffe „Digitales Ökosystem“, „Cloud-Computing“, „Internet der Dinge“ erklärt sowie die Unternehmen und Betriebssysteme, die in der Sendung vorkommen. Es lohnt sich ein Blick darauf: http://funkkolleg-medien.de/themen/21-krieg-der-welten/zusatzmaterial-zum-thema-21/#unternehmen

(02) Zur Präsenzklausur: Wer Klausurteilnehmer ist und sich noch nicht bei den Volkshochschulen angemeldet hat, sollte das jetzt tun! http://funkkolleg-medien.de/blog/2013/04/23/prasenzklausur-zum-funkkolleg-medien/

Auf Reaktionen und Anregungen zu den Themen freuen sich Volker Bernius (hr) und Mischa Erhardt (hr).

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Zusammenfassung der Themenwoche 17 – Datenkonstruktionen: Kunst und Musik im Netz

Veröffentlicht am von fjroell

In Facebook wurde getestet, ob es die Autoren der Webseite ernst  meinen mit ihrer Aufforderung „Join the legend of Seppukoo“ (virtueller Selbstmord). Es stellte sich heraus, dass Facebook uns verbietet, die Seite direkt zu verlinken. Die Seite muss durch manuelle Eingabe in das Adressefeld Ihrers Browsers selbst aufgerufen werden: www. seppukoo.com. Facebook „haßt“ diese Webseite. Demian D. Naftali hätte sich gewüncht, dass in der Sendung auch auf Netzkultur eingegangen worden wäre: „Hier wird über Kunst mit dem Netz geredet, nicht aber über Kunst IM Netz, nicht über Netzkultur“.

In in Kürze werden wir Sie in die neue Themenwoche begleiten….

Ihre Moderatoren Jennifer Kreß, Jürgen Pelzer und Franz Josef Röll

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Social Learning hinter Schloss und Riegel?

Veröffentlicht am von Wilke H. Riesenbeck

Indem Menschen via Social Media Inhalte teilen, schaffen sie die Grundlage für Social Learning. Doch den wenigsten ist bewusst, dass sie mit dem Teilen geschützter Inhalte gegen des deutsche Urheberrecht verstoßen. Ist es also nur eine Frage der Zeit, bis die Rechteinhaber dem Social Learning den Riegel vorschieben?

Nicht jeder hat Spaß am Teilen
Dass die Frage nicht aus der Luft gegriffen ist, zeigt die aktuelle Klage einer Fotografin gegen einen gewerblichen Facebook-Nutzer. Letzterer hatte in dem sozialen Netzwerk einen Link geteilt, der auch ein Bild der Fotografin enthielt. Da Facebook das Bild automatisch als Vorschau in den Post einbettete, verbreitete der Nutzer damit nach Ansicht der Klägerin ein geschütztes Werk in der Öffentlichkeit. Zwar steht es freilich noch aus, ob das Gericht der Klage auch Recht gibt, doch sahen Juristen die Facebook-Vorschau schon früher als problematisch an. Sie empfehlen daher ganz auf diese zu verzichten, um auf Nummer Sicher zu gehen. Viele mögen argumentieren, dass eine Vorschau mit dem eigentlichen Werk nicht identisch sei und eventuell sehen das auch die Richter so. Doch da das Internet bei der Schaffung unseres heutigen Urheberrechts noch nicht einmal in Sichtweite war, fällt es mitunter schwer hieraus eindeutige Regeln für Social Media abzuleiten. Da entscheidet im Zweifel jedes Gericht anders. Und selbst wenn der Justiztenor Vorschaubilder absegnen würde, gelte dieser Freibrief dann auch für Vorschauvideos, die in voller länge bei Facebook angesehen werden können? Rechtssicherheit sieht anders aus. Doch den meisten Nutzern ist diese Problematik wohl ohnehin fremd. Denn nicht wenige Menschen leben in dem Irrglauben, dass sie alles, was sie im Internet finden, auch frei verwenden können. Ein Grund dafür ist sicherlich, dass die Sharing-Funktionen der Social Media Dienste regelrecht zum Urheberrechtsbruch einladen. Dienste wie Storify oder Learnist, die übrigens großartige Werkzeuge für das Social Learning sind, beruhen sogar fast ausschließlich auf dem Prinzip, fremden Inhalt in einem eigenen Format neu aufzubereiten. Überhaupt ist das Teilen solcher Inhalte eine zentrale Komponente des gemeinsamen Lernens im Netz: Ich finde einen Inhalt, teile ihn mit meiner Community und diskutiere darüber. Nun ließe sich spekulieren, dass eventuelle Gerichtsentscheidungen zugunsten der Rechteinhaber bald Schule machen und somit das Social Learning zumindest in Deutschland deutlich erschweren.

Creative Commons bringen keine Heilung
Aus einem anderen Blickwinkel sieht die Zukunft des Social Learning jedoch weit weniger düster aus. Denn nicht jeder Rechteinhaber wehrt sich so vehement gegen die Verbreitung seiner Inhalte wie die oben beschriebene Fotografin. Ganz im Gegenteil: Weil viele um das konstruktive Potential des Teilens wissen, geben sie ihre Inhalte explizit zur Weitergabe frei. Eine Möglichkeit dies zu tun sind die Creative Commons Lizenzen, kurz CC. Die gemeinnützige Organisation Creative Commons bietet jedermann sechs (inkl. CC0 sogar sieben) leicht verständliche Lizenzen, anhand derer Urheber festlegen können, unter welchen Bedingungen ihr Inhalt geteilt werden darf. Diese lassen sich leicht über das Internet beziehen und als Icon in die eigene Website einbinden. An die Stelle des “all rights reserved” tritt ein “some rights reserved”. Um dabei der international unterschiedlichen Rechtslage gerecht zu werden, berücksichtigen die CC-Lizenzen auch die nationalen Besonderheiten, wie zum Beispiel jene des deutschen Urheberrechts. Doch genau hierin sehen Kritiker auch ein Problem. So bemängelt etwa Michael Seemann im Interview mit dRadio Wissen, dass CC-Lizenzen vor diesem Hintergrund keine Alternative zum seiner Meinung nach überflüssigen Urheberrecht bieten, sondern dessen Geltungsanspruch sogar noch zementieren. Weiter kritisiert er, dass CC in ihrem zehnjährigen Bestehen nie im Mainstream angekommen seien, d. h. das viel zu wenige Menschen die Lizenzen kennen und noch weniger sie anwenden. Eine ähnliche Bilanz muss wohl auch den OER, den Open Educational Resources, attestiert werden. Absolute Zahlen mögen hoch klingen, sind jedoch schnell relativiert. Freie Lizenzen können das Problem der Rechtsunsicherheit also bestenfalls mildern, aber keinesfalls lösen.

Vielleicht ändern wir die Default-Einstellung
Für Falk Lüke, Befürworter der CC-Lizenzen und ebenfalls Gast in oben genannter Sendung, liegt ein Teil des Problems im “Default” des Urheberrechts, also der Tatsache, dass jedes Werk automatisch als geschützt gilt, sofern nichts Anderes vermerkt wurde. Theoretisch könnte es sich genau anders herum verhalten: Solange der Rechteinhaber die Nutzung nicht explizit einschränkt, ist sein Inhalt frei nutzbar. Der Vorteil läge darin, dass so die vielen Menschen, für die das Teilen ihrer Inhalte selbstverständlich ist, diese nicht unwissentlich gegen jederlei Nutzung schützen würden. In diesem Kontext ist die Klage einer Malerin interessant, die sich vor dem BGH dagegen wehrte, dass Vorschaubilder ihrer Werke in der Google Bildersuche zu finden Waren. Das Gericht entschied zu Gunsten von Google, da die Klägerin durch das grundsätzliche Veröffentlichen ihrer Werke im Internet die Verwertung durch Suchmaschinen in Kauf genommen habe. Sie hätte dies z. B. mit einem einfach Zusatz im Quellcode ihrer Website (robots.txt) verhindern können. Damit entspricht das Urteil zwar der Logik der umgekehrten Default-Einstellung, jedoch nur im Bezug auf Suchmaschinen. Über die Frage, ob das Urteil auch auf das von natürlichen Personen betriebene Teilen bei Social Media Diensten wie Facebook anwendbar sei, kann zur Zeit nur spekuliert werden. Doch könnten Gesetzgeber und Justiz wirklich von den Rechteinhabern verlangen, dass sie sich mit den technischen Hintergründen sämtlicher Internetdienste beschäftigen, um ihr Werk zu schützen? Wohl kaum – es sei denn, es gebe einen einheitlichen Standardschutz. Somit brächte auch eine Umkehr der Default-Einstellung der Urheberrechtes keine zufrieden stellende Lösung für das Teilen im Social Web.

Lernende brauchen Rechtssicherheit
Letztlich läuft alles darauf hinaus, dass sich die Nutzer beim Social Learning oft in einer rechtlichen Grauzone bewegen. So ist auch noch nicht abschließend geklärt, ob das Vorhandensein eines Social Plug-ins als belastbare Einwilligung des Rechteinhabers zum Teilen seines Inhaltes verstanden werden kann – und wenn ja, unter welchen Bedingungen. Eine Klagewelle gegen Privatpersonen scheint dennoch nicht in Sicht. Denn schließlich geht das Teilen weit über Landes- und damit Rechtsgrenzen hinaus, bleiben die meisten Rechtsverletzungen in den Weiten des Internets unbemerkt und sind sich viele Rechteinhaber ihrer Rechte gar nicht bewusst oder haben kein Interesse daran diese durchzusetzen. Also alles halb so wild? Nein, denn nicht nur können auch einzelne Abmahnungen eine Signalwirkung haben, sondern hemmt die Rechtsunsicherheit auch das Social Learning im Unternehmen. Wer seine (internen) Social Media dazu nutzen will, Wissen von außerhalb ins Unternehmen zu holen, braucht dafür ebenso praktikable wie gesicherte Rahmenbedingungen. Aufklärung und Medienkompetenz helfen Fehler zu vermeiden, ändern aber nichts daran, dass das Teilen oft schlicht nicht erlaubt ist. Wünschenswert wäre eine differenzierte Rechtsgrundlage, die verlinkte Vorschaubilder nicht mit unerlaubten Kopien gleichsetzt und zwischen dem Teilen zur bloßen Unterhaltung und dem Teilen zur Verbreitung von Wissen unterscheidet.

Bilder: petekarici (istockphoto).


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