Zusatzmaterial zum Thema 05

Alles umsonst! Urheberrechtsfragen und die Copy & Paste-Moral

01.12.2012, hr2-kultur

Hier finden Sie Zusatzmaterialien zur 5. Sendung.

Die Zusatzmaterialien sind:

1. Für interessierte Hörerinnen und Hörer als vertiefende Informationen zu den Themen der einzelnen Sendungen.

2. Für Multiplikatoren/Lehrkräfte. Sie finden bei jedem Zusatzmaterial einen Bezug zum Manuskript und der Zeitmarkierung (01:20 gelesen: Start der Sequenz bei 1 Minute 20 Sekunden), damit Sie direkt zum Thema im Beitrag gelangen können. Die Zugangsdaten für die Sendemanuskripte werden den Multiplikatoren per Mail mitgeteilt.

Die Materialien wurden zusammengetragen vom Seminar, Prof. Dr. Franz Josef Röll, Hochschule Darmstadt, Fachbereich Gesellschaftswissenschaften und soziale Arbeit.

Die Materialien wurden zum Zugriffszeitpunkt 29.11.2012 erstellt.

Alle Zusatzmaterialien für das 05. Thema können Sie hier als PDF herunterladen.


 

Übersicht

Wissenschaftliches Plagiat

Urheberrecht

Wir sind die Urheber – Kampagne Heidelberger Apell

Wir sind Urheber

Acta

Abmahnungen

Open-Access Bewegung

Creative-Commons

Crowdfunding

Buchvorstellungen

In der Sendung erwähnte Künstler

In der Sendung erwähnte Webseiten

Glossar

Interviewpartner

 

Aktuell

Lehrer dürfen Digitales kopieren

Die Bundesländer haben mit dem Verband Bildungsmedien einen Vertrag ausgehandelt, der Lehrkräften ab dem Jahre 2013 erlaubt, Texte und Musiknoten für Schüler nicht nur in Papierform, sondern auch digital zur Verfügung zu stellen.  Konkret dürfen Lehrkräfte bis zu zehn Prozent, max. 20 Seiten eines urheberrechtlichen Werkes einscannen. Sie dürfen die Texte selbst nutzen und an die Schüler weitergeben.

Urheberrecht kills historisches Gedächtnis


 

Wissenschaftliches Plagiat

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 2 / 0:22

Unter Plagiat wird die Übernahme fremder geistiger Leistungen verstanden (Text, Bild, Ton, Film, Erfindungen, etc.). Ein Plagiator behauptet fälschlicherweise, der Inhaber eines Nutzungsrechts (Urheberschaft) zu sein. Rechtlich bedeutet Plagiat nur das Unterlassen der Herkunftsangabe. Das benutzte Werk kann verwendet werden. Wenn ein Autor ein urheberrechtlich geschütztes Werk unerlaubt benutzt und als sein eigenes Werk herausgibt, unabhängig ob er es verändert, umgestaltet oder bearbeitet, handelt es sich auch um ein Plagiat. Beim wissenschaftlichen Plagiat sind in der Regel Teile der Arbeit von anderen Autoren nicht mit einem Quellenverweis gekennzeichnet und/oder Teile von Arbeiten anderer Autoren sind ohne Zitat-Kennzeichnung identisch übernommen.

Die Diskussion um wissenschaftliche Plagiate entfachte in Deutschland ab dem 16. Februar 2011 durch den Vorwurf an den damaligen Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg, er habe bei seiner Dissertation Quellen benutzt ohne sie anzugeben. Nach Prüfung des Vorwurfs erkannte die Universität Bayreuth ihm am 23. Februar den Doktorgrad ab. Am 01. März war er wegen dem öffentlichen und politischen Druck gezwungen, seinen Rücktritt von sämtlichen bundespolitischen Ämtern zu erklären. Eine kritische Auseinandersetzung mit der Dissertation von Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg fand vor allem in dem kollaborativen Wiki „GuttenPlag“ statt. Hier wurden 1218 Plagiatsfragmente aus 133 Quellen dokumentiert. In 371 von 393 Seiten wurden Plagiate gefunden.

Quellen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Plagiat

http://de.guttenplag.wikia.com/wiki/GuttenPlag_Wiki


Urheberrecht

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 2, S. 3; S. 4, S. 5, S. 7, S. 10, S. 14 / 01:10, 03:08, 04:04, 05:14, 06:31, 09:20, 15:59, 22:46

Kant, Fichte und Hegel verstanden das Urheberrecht als ein Naturrecht des Urhebers an seiner geistigen Schöpfung. Eine Art metaphysisches Band verbinde Schöpfer und Werk, das nicht von weltlichen Mächten getrennt werden könne. Der Gesetzgeber verleihe dieses Recht nicht, sondern erkenne es lediglich an.

Heute hat das Urheberrecht eine andere Bedeutung. Das so genannte Urheberrecht ist das Recht einer Person, die eine „persönliche geistige Schöpfung“, also etwas künstlerisches, bislang so nicht vorhandenes kreativ und neu erschaffen hat, jenes Werk alleinig finanziell zu vermarkten. Das Urheberrecht ist nicht auf eine bestimmte Gesetzesgrundlage zurückzuführen, sondern unterliegt vielmehr drei miteinander korrespondierenden Gesetzen, dem Urheberrechtsgesetz (UrhG), dem Wahrnehmungsgesetz (WahrnG) sowie dem Verlagsgesetz (VerlG).

Das Urheberrecht ist eine Balance zwischen den Rechten der Urheber und denen der Allgemeinheit. Im deutschen Recht gibt es deswegen sogenannte Schrankenbestimmungen. Sie beschränken das Recht des Urhebers, zu kontrollieren, wie sein Werk genutzt werden darf. Die Rechte, die den Urheber und sein geistiges Eigentum schützen sollen, sind in der Bundesrepublik Deutschland im Urheberrechtsgesetz (UrhG) festgelegt. Es handelt sich dabei um den Schutz von Werken der Literatur, Wissenschaft, Kunst, Sprach- und Schriftwerke, Werke der Musik und der bildenden Künste, Film- und Lichtbildwerke.

§ 7 UrhG – Urheber ist der Schöpfer des Werkes.

Voraussetzung für die Bezeichnung als Werk im Sinne des Gesetzes ist, dass es eine persönliche geistige Schöpfung aufweist (vgl. § 2 UrhG). Als Urheber wird der Schöpfer des Werkes bezeichnet.

Das deutsche Gesetz über Urheberrecht (UrhG) wurde am 9. September 1965 verkündet und löste die vorherigen Gesetze betreffend das Urheberrecht an Werken der Literatur und der Tonkunst (LUG) sowie das Gesetz betreffend das Urheberrecht an Werken der bildenden Künste und der Photographie (KUG) ab.

Anders als ein Patent auf eine bestimmte Idee muss das Urheberrecht nicht konkret beantragt und eingetragen werden, sondern entsteht rein durch die Erschaffung eines künstlerischen Werkes, also zum Beispiel eines Textes oder einer Melodie. Das Urheberrecht endet exakt 70 Kalenderjahre nach dem Tod des Inhabers. Wer ein fremdes Musiksample von fünf Sekunden Länge in seinen eigenen Song einbauen möchte, braucht (in fast allen Fällen) eine Genehmigung, wer ein Foto der Mona Lisa auf seine Webseite stellen möchte, ebenfalls. Zwar war da Vincis Meisterwerk nie geschützt (im 16. Jahrhundert gab es kein Urheberrecht), aber der Fotograf hat in der Regel ein Schutzrecht auf sein Foto des Gemäldes.

Detaillierte Informationen zum Urheberrecht sind auch in den Zusatzmaterialien des Funkkollegs Musik zu finden: http://www.funkkolleg-musik.de/material/18-urheberrecht/

Die Sendung dazu hat folgende URL: http://www.funkkolleg-musik.de/sendungspodcasts/

Weitere Quellen:

http://www.gesetze-im-internet.de/urhg/BJNR012730965.html

http://beck-online.beck.de/default.aspx?bcid=Y-100-G-WahrnG

http://www.gesetze-im-internet.de/verlg/BJNR002170901.html

http://www.anwalt.de/rechtstipps/urheberrecht-was-ist-das_015600.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Urheberrechtsgesetz_%28Deutschland%29


 

Wir sind die Urheber – Kampagne Heidelberger Apell

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 7, S. 9 / 10:47, 11:11, 13:23, 13:59

Der Heidelberger Appell ist ein Ausdruck des Kampfes um das Urheberrecht. Es handelt sich um einen Aufruf zum Thema Urheberrecht, der vom Heidelberger Literaturwissenschaftler Roland Reuß initiiert wurde. Er wendet sich gegen die Digitalisierung urheberrechtlich geschützter Werke durch die Google Buchsuche und gegen Open Access (freier Zugang zur wissenschaftlichen Literatur). Er wurde am 22. März 2009 veröffentlicht und richtet sich an die deutsche Bundesregierung und die Regierungen der Länder.

Der Heidelberger Appell ist mit einer Unterschriftenaktion im Internet verbunden. Er fand innerhalb weniger Wochen mehr als 2600 Unterzeichner, darunter zahlreiche Autoren, Verleger, Wissenschaftler und Publizisten. Sie werfen Google vor, die Suchmaschine erfasse Bücher illegal und stelle sie ohne Einwilligung der Urheber im Internet zur Verfügung. Auch wendet sich der Appell gegen die „Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen“, der unter anderem die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), die Max-Planck-Gesellschaft (MPG), die Leibniz-Gemeinschaft (WGL) und der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) angehören.

Es gibt jedoch auch Kritik gegen über dem Heidelberger Appell. Das Aktionsbündnis „Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft“ kritisiert die „verantwortungslose Kampagne“ gegen den freien Zugang zu wissenschaftlichen Veröffentlichungen. Rainer Kuhlen, Professor für Informationswissenschaft in Konstanz und Sprecher des Aktionsbündnisses „Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft“, kritisiert den Appell als „wissenschaftlich unseriös“. Kuhlen bedauert, dass sich die Politik von den kommerziellen Interessen einer Verlagskampagne vereinnahmen lässt.

Quellen:

http://www.youtube.com/watch?v=F0NcDpEAALg

http://de.wikipedia.org/wiki/Heidelberger_Appell

http://www.heise.de/ct/meldung/Heidelberger-Appell-gegen-Google-214340.html

http://www.heise.de/ct/meldung/Open-Access-Streit-zweiter-Akt-216670.html

http://www.tagesspiegel.de/zeitung/heidelberger-appell-wie-gefaehrdet-die-digitalisierung-das-geistige-eigentum/1501240.html


 

Wir sind Urheber

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 10 / 15:05

Hinter der Initiative „Wir sind Urheber“ verbirgt sich ein Zusammenschluss aus den Reihen der „Jungen Piraten“ (unabhängige Jugendorganisation der Piratenpartei Deutschland), die sich dafür einsetzen, dass immaterielle Güter wie Texte, Musik, Bilder und Software für jeden frei zugänglich sind. Kritisiert wird bei der Gesetzgebung, dass bei den Urheberrechten an den Regelungen, die für traditionelle Medien geschaffen wurden festgehalten wird. Sie befürchten, dass dies eine echte Weiterentwicklung kultureller Prozesse behindert. Ein Aufbrechen alter Regeln und Gesetze ist aus ihrer Sicht nötig, um sich an die Fortschrittlichkeit des allgemein zugänglichen Mediums Internet anzupassen.

Das Teilen und Verteilen von Kulturgütern im Internet lässt die Grenzen zwischen Erzeugern und Konsumenten unklarer werden. Bei allen Diskussionen um vermeintliche Gefahren des Internets bleibt außer Acht, dass vieles erst durch die Zugänglichkeit von Materialien im Internet entstehen konnte. Dies sollte nicht den wirtschaftlichen Interessen geopfert werden.

Über 1000 Menschen verschiedener Berufe haben bisher unterzeichnet.

(Junge Piraten e.V, Wir sind Urheber, Berlin)

Quellen:

http://wir-sind-urheber.de/

http://www.zeit.de/2012/20/Aufruf-Urheberrecht

http://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/zuendfunk/pop-platten/wir-sind-die-urheber100.html


 

Acta

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 13 / 20:16

Acta, das Anti-Counterfeiting Trade Agreement (deutsch Anti-Produktpiraterie-Abkommen) sollte ein multilaterales, also vielseitiges Handelsabkommen auf Völkerrechtsebene werden. Die teilnehmenden Staaten wollten das wachsende Problem der Produktfälschungen und Urheberrechtsverletzungen mit diesem Abkommen besser schützen und bekämpfen. Die intransparenten Verhandlungen liefen von 2008 bis 2011 zwischen den USA, der EU, Schweiz, Kanada, Japan, Korea, Singapur, Australien, Neuseeland, Mexiko, Jordanien, Marokko und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Der Text des Abkommens wurde erst spät vom EU-Ministerrat veröffentlicht.

Nach ausgedehnten internationalen Protesten scheiterte das Urheberrechtsabkommen Acta am Widerstand der Europaabgeordneten am 04. Juli 2012 im EU-Parlament. Das Abstimmungsergebnis fiel klarer aus als erwartet: 478 Stimmen dagegen, 39 Stimmen gab es für Acta und 165 Abgeordnete enthielten sich.

Die Bundesregierung kündigte nach der Abstimmung in Straßburg an, sie wolle bestimmte Teile, so z.B. die Bereiche Produkt- und Markenpiraterie, in einem separaten Abkommen regeln.

Quellen:

http://www.stopp-acta.info

http://de.wikipedia.org/wiki/Anti-Counterfeiting_Trade_Agreement

http://www.zeit.de/digital/internet/2012-07/eu-parlament-lehnt-acta-ab

http://tagesschau.de/ausland/acta228.html


 

Abmahnungen

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 4, S. 5, S. 11 / 05:12, 06:16, 06:37, 07:22, 17:25

Im Internet kann man u.a. gegen das Domainrecht, das Markenrecht, das Wettbewerbsrecht und das Urheberrecht verstoßen. Liegt ein Verstoß vor, erfolgt, wenn diese bemerkt wird, eine Abmahnung, d.h. es wird gegen Zahlung einer Gebühr aufgefordert, die beanstandeten Stellen auf der Webseite zu löschen bzw. zu ändern. Wird die geforderte Summe bezahlt, kann ein Streit beigelegt und ein teurerer Gerichtsprozess vermieden werden. Bei Abmahnungen handelt es sich somit um die Durchsetzung vorgerichtlicher Unterlassungsansprüche. Meist sind die Gründe für Abmahnungen mit dem Versuch verbunden, einen Konkurrenten vom Markt zu verdrängen. In der letzten Zeit lässt sich beobachten, dass einige Rechtsanwälte Abmahnungen als Geschäftsmodell entdeckt haben, d.h. als Einnahmequelle. Inzwischen hat sich bereits der Begriff „Abmahnindustrie“ eingebürgert.

Um sicher zu sein, nicht abgemahnt zu werden, kann man sich erkundigen, auf was man achten muss, wenn man eine rechtssichere Webseite haben möchte. Ebenso ist es sinnvoll sich mit Internetrecht vertraut zu machen.

Quellen:

http://www.abmahnung-internet.de/

http://www.e-recht24.de/insidepaper2.html

http://www.internetrecht.justlaw.de/

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/urheberrecht/glossar-zum-urhebrrecht-von-abmahnwellen-kulturwertmarken-und-buy-out-vertraegen-11774865.html


Open-Access Bewegung

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 9 / 13:23

Open Access (offener Zugang) bezeichnet den freien Zugang zu wissenschaftlichen Texten und anderen Materialien via Internet. Unter Open-Access-Bedingungen veröffentlichte Dokumente können kostenfrei genutzt werden. Es ist  jedem erlaubt, diese zu lesen, herunterzuladen, zu speichern, zu verlinken und zu drucken.

Außerdem können dem Nutzer auch weitere Nutzungsrechte eingeräumt werden, welche die freie Nach- und Weiternutzung, Vervielfältigung oder auch Veränderung der Dokumente ermöglichen können.

Die internationale Open-Access-Bewegung, die sich seit Beginn der 1990er Jahre gebildet hat, sieht ihre zentrale Forderung darin, wissenschaftliche Herausgaben als Resultate der von der Öffentlichkeit geförderten Forschung dieser Öffentlichkeit wiederum entgeltfrei zur Verfügung zu stellen. Bisherige Herausgabestrukturen sind demgemäß nichts anderes als eine Privatisierung des von der Allgemeinheit bezahlten Wissens.

Open Access möchte verhindern, dass dieses Wissen erneut durch die Allgemeinheit finanziert von den Verlagen zurückgekauft werden muss, welche durch Herausgabe die Nutzungsrechte erhalten haben.

Ein weiteres Ziel der Open-Access-Bewegung ist es, die digitale Kluft zu verringern. Hier soll z.B. Wissenschaftlern, die über ein nur geringes Budget verfügen, die Möglichkeit geboten werden, an wissenschaftliche Ergebnisse zu gelangen und am Diskurs teilzunehmen.

Quelle:

http://open-access.net

http://de.wikipedia.org/wiki/Open_Access


Creative-Commons

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 14 / 22:30

Creative Commons (CC) ist eine Non-Profitorganisation. Sie bietet in Form vorgefertigter Lizenzverträge Hilfeleistung für die Herausgabe und Verbreitung digitaler Medieninhalte an. Nach dem Grundverständnis von CC soll der Urheber selbst bestimmen, was und wie viel von seinen kreativen Aktivitäten vom Nutzer verwendet werden darf. Der Urheber kann aus sechs verschiedenen Lizenzverträgen auswählen. Der einfachste Vertrag beinhaltet, dass der Urheber namentlich genannt werden möchte. Mit speziellen Symbole wird der Nutzer darüber aufgeklärt, was mit dem Inhalt gemacht werden darf und was nicht. Folgende Differenzierungen sind möglich:

Abb.-Quelle: http://www.presseschauder.de/wp-content/uploads/2012/02/Creative-Commons-erweitert.png

Sobald der Inhalt CC-lizensiert ist, gibt es keine rechtlichen Unklarheiten. Der Nutzer hat im Vergleich zum gesetzlichen Standardschutz „alle Rechte vorbehalten“ mehr Entscheidungsmöglichkeiten.

Beispiel im Internet

Bei flickr.com ist es dem Nutzer erlaubt, Bilder oder kleine Videos hochzuladen und mit anderen Usern zu teilen. Mit einer speziellen Suchfunktion können Bilder, die CC-lizensiert sind gefunden werden und problemlos zur weiteren Bearbeitung genutzt werden.

Infovideo als Einführung zu Creative Commons

https://creativecommons.org/videos/wanna-work-together

Quellen:

http://de.creativecommons.org/was-ist-cc/

http: //de.wikipedia.org/wiki/Flickr


Crowdfunding

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 14, S. 15 / 22:46, 23:44

Das Wort Crowdfunding wird noch nicht allzu lange benutzt. Erst seit dem Jahre 2000 wird es verwendet und bis 2012 hat es mehr und mehr an Bedeutung gewonnen. Crowdfunding bedeutet, dass viele Menschen Geldbeträge egal welcher Höhe spenden und somit ermöglichen, dass Ideen realisiert werden können. Mit anderen Worten bedeutet es „Schwarmfinanzierung im Netz“. Im Internet findet man Plattformen, wo mehrere Projekte vorgestellt werden und man kann sich entscheiden, in welches Projekt man Geld investiert.

Quelle: Bastian Bielemeyer, http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Crowdfunding-history.JPG&filetimestamp=20100527150724

Nachdem in Deutschland 2010 zwei kleine Projekte erfolgreich finanziert wurden, erhielt Crowdfunding seit 2011 mehr Bedeutung. Hauptsächlich werden künstlerische und kreative Projekte gefördert.

In den USA gibt es die Plattform „Kickstarter“. Kickstarter war die erfolgreichste Plattform, die mit Crowdfunding angefangen hatte. Anfang 2012 wurden mehrere Projekte mit mehr als einer Million Dollar finanziert. 2008 wurde diese Plattform von Perry Chen, Yancey Strickler und Charles Adler gegründet. 20.000 Projekte wurden bisher erfolgreich auf diese Art und Weise finanziert, 175 Millionen US-Dollar kamen zur Unterstützung zusammen (Stand April 2012).

Quellen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Crowdfunding#Crowdfunding_in_Deutschland

http://de.wikipedia.org/wiki/Kickstarter.com


Buchvorstellungen

Helene Hegemann: Axolotl Roadkill

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 2 / 1:49

Axolotl Roadkill von Helene Hegemann erzählt von Mifti, einem „wohlstandsverwahrlosten aber philosophischen Mädchen“. Anstatt die Schule zu besuchen verbringt sie ihre Zeit lieber mit älteren Freunden und erlebt hier Drogenabstürze, lieblose Sexerlebnisse und vieles mehr. Eigentlich jedoch wünscht sie sich nichts sehnlicher, als die Liebe ihrer Eltern. Das Buch wurde in der Presse hochgelobt. Für „Die Zeit“ handelt es sich um einen „Kugelblitz in Prosaform und Prosasprache.“

Allerdings wirft man ihr vor, ganze Textpassagen beim Berliner Blogger Airen kopiert zu haben. Helene Hegemann behauptet jedoch, sich nur inspiriert zu haben. Dies löste eine heftige Diskussion darüber aus, ab wann Inspiration copy-paste ähnliche Züge annimmt.

Quelle:

http://www.gefuehlskonserve.de/axolotl-roadkill-alles-nur-geklaut-05022010.html

 

Dirk Gehlen: Mash up- Lob der Kopie

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 4; S. 9, S. 15 / 05:23, 14:05, 24:20

Der Journalist Dirk von Gehlen stellt sich die Frage „ist das noch echt – oder schon Kopie?“, wenn Fotos zu Collagen montiert werden und Musiker über den Track eines anderen Komponisten rappen. In seinem Buch „Mash up – Lob der Kopie“ spricht er sich für den schöpferischen Wert des Kopierens aus. Er vergisst dabei aber auch nicht die Kehrseite der Medaille. Wenn man mit Kultur, Musik oder Texten sein Geld verdient, kann man sich kaum dagegen wehren, dass das eigene Werk kopiert wird. Von Gehlen spricht sich keinesfalls für Urheberrechtsverletzungen aus. Er ist jedoch der Meinung, dass kreatives Schreiben, so wie sich das Urheberrecht im Moment gestaltet, ohne Bruch des Gesetzes in vielen Fällen nicht machbar ist.

Quelle:

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/dirk-von-gehlen-mashup-lob-der-kopie-a-7854


In der Sendung erwähnte Künstler

Osymyso

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 4 / 4:22

Osymyso, bürgerlicher Name Mark Nicholson, ist ein aus England stammender Musiker und DJ. Er hat sich auf die Genres „Bastard Pop“ und „Breakbeat“ spezialisiert. Bekannt wurde Osymyso durch den Song „Intro-Inspection“. „Intro-Inspection“ ist ein Bastard Pop Song. In dieser Produktion sind hundert Intros aus Liedern von verschiedenen weltbekannten Künstlern in einem zwölf Minuten langen Song vereint.

Quellen:

http://en.wikipedia.org/wiki/Osymyso

http://soundcloud.com/osymyso/intro-inspection

 

Die Kleptones

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 7 / 10:08, 10:47

Die Kleptones ist eine aus England stammende Band. Sie sind bekannt für ihre Mashup Alben. Der Namen der Gruppe ist eine Parodien des berühmten Gitarristen Eric Clapton und eine Anspielung auf die Tatsache, dass die Musik der Gruppe ein „klepto von Tönen“ ist (das heißt, sie „stiehlt“  die Musik von anderen).

Quellen:

http://en.wikipedia.org/wiki/The_Kleptones

http://www.kleptones.com/index.html


In der Sendung erwähnte Webseiten

Google News

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 12 / 18:37

Google News ist eine computergenerierte News-Website, auf der Schlagzeilen aus mehr als 700 deutschsprachigen Nachrichtenquellen weltweit gesammelt werden. Auf der Webseite gibt es eine Übersicht der neusten Nachrichtenseiten von im Web veröffentlichen Nachrichten (wie Spiegel Online, Focus Online oder tagesschau.de). Google News ist daher sehr nützlich, um sich im Internet schnell über aktuelle Ereignisse zu informieren

Quelle: http://news.google.com/intl/de_DE/about_google_news.html

 

kickstarter

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 14 / 23:05

Gegründet wurde Kickstarter 2008 von Perry Chen, Yancey Strickler und Charles Adler. Bei Kickstarter handelt es sich um eine Internetplattform, die mit Hilfe von Crowdfunding Projekte finanziert. Über 175 Millionen US-Dollar verzeichnete Kickstarter im April 2012. Mehr als 20.000 Projekte wurden erfolgreich finanziert.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Kickstarter.com

 

netzpolitik.org

Bezug zum Manuskript: S. 10 (kein Audio)

netzpolitik.org ist ein Blog und eine politische Plattform für Freiheit und Offenheit im digitalen Zeitalter. Wichtige Fragestellungen und Themen der digitalen Welt werden behandelt. Es werden Wege aufgezeigt, wie man sich selbst mit Hilfe des Netzes für digitale Freiheiten engagieren kann. Netzpolitik versteht sich nicht als neutral, sondern schreibt aus Sicht von digitalen Bürgerrechtlern

Quelle: http://netzpolitik.org/about-this-blog/

 

youtube.com

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 2, 5 / 01:29, 05:51

YouTube ist ein Internet-Videoportal der Google Inc. mit Sitz in San Bruno, Kalifornien, auf dem die Benutzer kostenlos Video-Clips ansehen und hochladen können. Google kaufte am 09. Oktober 2006 für umgerechnet 1,31 Mrd. Euro (in Aktien) YouTube.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/YouTube

 

iTunes

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 4 / 05:23

iTunes ist ein kostenloses Programm für Mac und PC, mit dem digitale Musik und Videos auf dem Computer verwaltet und abgespielt werden können. iTunes synchronisiert alle Inhalte. Es ist ein Store (virtuelles Geschäft) auf dem  Computer, iPod touch, iPhone und iPad enthalten, der überall und ständig ein großes Angebot an Unterhaltung bereit hält.

Quelle: http://www.apple.com/de/itunes/what-is/

 

Spotify

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 7, S. 16 / 09:30, 25:49

Spotify ist eine Musik-Streaming-Software (streaming – über das Rechnernetz oder Internet empfangene und gleichzeitig wiedergegebene Audio- und Videodaten). Spotify ermöglicht eine mehrfach verschlüsselte Direktübertragung von Audiodaten  ohne Verzögerung. Dies geschieht durch eine Kombination von serverbasiertem Streaming und Peer-to-Peer-Technologie (direkte Kommunikation von Rechnern und deren Nutzern). Daten lassen sich nun auf eine Weise nutzen, als ob sie sich auf der Festplatte des Nutzers befänden. Entwickelt wurde dieser Musikdienst als Alternative zur Datenpiraterie im Internet.

Als sogenannte „Freeware“ kann Spotify kostenlos heruntergeladen werden. Musikstücke werden von den Musiklabels zur Verfügung gestellt. Hierbei ergeben sich zwei Wege der Finanzierung:

1)      Durch ein bezahltes Abonnement, oder

2)      man akzeptiert Werbeeinblendungen, über diese dann die fälligen Lizenzgebühren bezahlt werden.

Nutzer können so über die Titel aller Major-Labels und kleinerer  Labels verfügen.  Die Musik kann man über eine Suchfunktion finden, kategorisiert sind sie u.a. Titel, Alben, Genres oder Erscheinungsjahr. Mit Hilfe einer „Playlist“ (über E-mail oder Instant-Messaging)  kann man die Musik auch mit anderen teilen.

Kritisch hierzu sollte man erwähnen, dass auf diesem Weg relativ wenig Geld an die Künstler gezahlt wird (laut Wikipedia etwa 0,02 Euro pro Album). Jedoch ist die Hemmschwelle, sich ein Album zu kaufen höher, als sich für wenig Geld die Musik herunterzuladen.

Quellen:

https://www.spotify.com/de/signup/open/?promo=1&ref=Google_adwords&utm_source=Google&utm_medium=paid&utm_campaign=Branded_desktop_DE&gclid=CLWqvKP887MCFcVY3god8nYA2w

http://de.wikipedia.org/wiki/Spotify

http://de.wikipedia.org/wiki/Peer-to-Peer

 

kino.to

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 5 / 6:08

Diese Webseite bot bis zu ihrer Sperrung die Möglichkeit, aktuelle Kinotitel über Streaming ansehen zu können. Das bedeutet, dass Nutzer die Filme und Serien anschauen konnten, ohne sie downloaden zu müssen. Umstritten ist nach wie vor, ob sich die User dabei strafbar machen. Denn obwohl die Filme nicht heruntergeladen werden, so befinden sie sich während des Streamens doch für kurze Zeit in dem temporären Zwischenspeicher des Computers. Ein Sachverhalte, welcher vom Leipziger Richter Winderlich bereits als Vervielfältigung wahrgenommen wird. Entgegengesetzt dazu kursiert die Meinung, dass es sich hierbei um lediglich eine zeitweilige Kopie zur technischen Wiedergabe handeln würde, somit demnach nicht als illegal zu betrachten wäre.

Diese gesetzliche Grauzone bezog sich allerdings nicht auf den Betreiber der Plattform, der aufgrund seiner schweren Urheberschaftsverletzung für über vier Jahre Haft verurteilt wurde.

http://www.n-tv.de/mediathek/videos/panorama/Kino-to-Chef-vor-Gericht-article6212381.html 

Quelle:

http://www.n-tv.de/ratgeber/Downloads-in-der-Grauzone-article7324026.html

http://www.taz.de/!95331/

 


Glossar

Anonymous

Bezug zum Manuskript, S. 10 (kein Audio)

Hinter diesem Pseudonym verbergen sich Hacker-Aktivisten. Ziel von ihnen ist es, sich für andere einzusetzen. Sie nehmen sich sogenannte „Operationen“ vor und griffen z.B. Geldinstitute an, weil diese die Konten von Wikileaksgründer Julian Assange gesperrt hatten.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Anonymous_%28Kollektiv%29

 

Buy-out-Verträge:

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 11 / 17:55

Buy-out-Verträge sind in der Verlags- und Medienwelt bekannt. Hierbei werden sämtliche Nutzungsrechte an einen Vertragspartner abgegeben. Als Ausgleich wird ein einmaliges Honorar bezahlt.

Quelle: http://www.schauspieler-gesucht.de/tipps/einleitung/wasbuyout.html

 

Fair-use

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 14 / 21:57

Fair-use bedeutet übersetzt „angemessene Verwendung“. Hiermit wird den Menschen gestattet, das urheberrechtlich geschützte Werk bedingt zu nutzen. Allerdings darf es nur verwendet werden, sofern es der öffentlichen Bildung, der Wissenschaft etc. dient.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Fair_Use

 

Filesharing:

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 5 / 06:08

Filesharing bedeutet, dass Dateien zwischen zwei oder mehreren Computern ausgetauscht werden können. Auf Deutsch bedeutet es „Dateifreigabe, gemeinsamer Dateizugriff“.

Quelle: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/urheberrecht/glossar-zum-urhebrrecht-von-abmahnwellen-kulturwertmarken-und-buy-out-vertraegen-11774865.html

 

Geistiges Eigentum

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 8; S. 9 / 12:37, 13:55,14:38

Geistiges Eigentum ist ein Oberbegriff vom Patent-, Urheber- und Markenrecht. Es wird auch Immaterialgüterrecht genannt. Es handelt sich um eine erbrachte Leistung des Eigentümers und dieser kann gegenüber anderen die unberechtigte Nutzung ausschließen.

Quelle: http://www.juraforum.de/lexikon/geistiges-eigentum

Ein Podcast zum Thema „geistiges Eigentum in der Popkultur“ kann hier heruntergeladen werden: http://www.hr-online.de/website/specials/wissen/index.jsp?rubrik=68537

 

GEMA

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 10, S. 12, S. 15 / 16:20, 19:37, 24:47

Gema ist die Abkürzung der „Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte“. Sie vertritt in Deutschland insgesamt 64 000 Mitglieder, weltweit über zwei Millionen Komponisten, Texter und Musikverleger. Wo im öffentlichen Raum Musik gewerblich genutzt wird, verlangt die Gema dafür Gebühren – in Restaurants ebenso wie auf Konzerten oder vom Rundfunk.

Quelle: http://www.swp.de/ulm/lokales/ulm_neu_ulm/Die-Gema-vertritt-64000-Urheber-Eine-Minderheit-hat-das-Sagen;art4329,1674374

 

Künstlersozialkasse

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 11 / 16:50

Die Künstlersozialkasse (KSK) bietet freiberuflichen Künstlern und Publizisten die Möglichkeit, Kranken-, Renten- und Pflegeversicherungen abzuschließen. Sie ist eine Abteilung der Unfallkasse des Bundes. Sie führt das Künstlersozialversicherungsgesetz (KSVG) mit der Aufsicht vom Bundesversicherungsamt durch.

Quellen:

http://www.labournet.de/diskussion/arbeit/realpolitik/allg/ksk.html

http://www.kuenstlersozialkasse.de/wDeutsch/kuenstlersozialkasse/Wirueberuns.php

 

Leistungsschutzrecht

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 12 / 18:24

In unserer digitalen Medienlandschaft kann mit journalistischen Inhalten – vor allem im Internet – nicht mehr genug Geld verdient werden, um wirtschaftlich zu arbeiten. Durch ein eigenes Leistungsschutzrecht will man daher Behörden, Betriebe und Freiberufler zwingen, für kostenlos zugängliche Inhalte zu zahlen, um somit der Verlagsbranche weitere Einnahmequellen zu erschließe. Erreicht werden soll dies durch ein neues Leistungsschutzrecht, das weit über das geltende Urheberrecht hinausginge. Damit würden bislang (vergütungs-)freie Nutzungen selbst kleinster Textbausteine zustimmungs- und kostenpflichtig.

 

Mashup

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 4 / 4:12

Mashup, auch Bastard Pop genannt, ist ein Mitte der 1990er entstandenes Remixphänomen, bei dem eine Musikcollage aus Stücken von einem oder verschiedenen Interpreten zusammen gemischt wird. Inzwischen hat sich der Begriff Mashup-Kultur auch für die Erstellung neuer Medieninhalte eingebürgert, wenn die unterschiedlichen Teile einer Produktion eine (Re-)Kombination bereits bestehender Inhalte bedeutet.

Quellen: http://de.wikipedia.org/wiki/Mashup_(Musik)

 

Raubkopie

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 7, S. 9 / 10:47, 13:10

Raubkopie ist eine rechtswidrig hergestellte oder verbreitete Kopien von urheberrechtlich geschützten (meist elektronischen) Medien wie Filme, Musikstücke, Bücher, Computerprogramme, Datenbanken oder ähnliches urheberrechtlich geschütztes Material. Dabei unterbleibt die Bezahlung des Urhebers oder des Rechteinhabers, die beim Kauf einer legalen Kopie erfolgt wäre.

Quelle: http://www.raubkopierer-sind-verbrecher.de/was-ist-eine-raubkopie.htm

 

Tauschbörsen

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 6 / 05:23, 07:40

Als Tauschbörse bezeichnet man eine Börse oder allgemeiner eine Plattform bzw. einen Ort, an dem Menschen die Gelegenheit zum Tauschhandel bzw. zum kostenfreien Austausch oder gegen geringe Gebühr geboten wird, z.B. die Tauschbörse.de, die mit ihren über 600 Kategorien eine optimale Möglichkeit bietet, Artikel kostenfrei untereinander zu tauschen. In den Tauschbörsen werden u.a.  Bücher, Filme, Spiele oder Kleidung getauscht.

Quellen:

http://www.dietauschboerse.de/

http://de.wikipedia.org/wiki/Tauschb%C3%B6rse

http://leistungsschutzrecht.info/hintergrund


Interviewte Personen

Dirk von Gehlen

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 4, S. 9, S. 15 / 05:23, 14:05, 24:20

ist Journalist. Er arbeitet als Leiter “Social Media/Innovation” bei der Süddeutschen Zeitung. Das von ihm verantwortete Onlinemagazin „jetzt“ wurde 2002 und 2006 mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet. 2007 erhielt die jetzt.de-Redaktion den Sonderpreis Internetjournalismus des Axel-Spinger-Preises. Am Lehrstuhl für Kommunikationswissenschaft an der Universität Hohenheim hatte von Gehlen 2009 einen Lehrauftrag. In seinem Buch „Mashup“ formuliert er eine soziologische und kulturgeschichtliche Einordnung des Kopierens. Vor allem setzt er sich mit dem Kopieren im Internet, der Mashup-Kultur, auseinander.

Quellen:

http://www.dirkvongehlen.de/index.php/wer/

www.spiegel.de/netzwelt/web/dirk-von-gehlen-mashup-lob-der-kopie-a-785457.html

 

Jochen Greve

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 8, S. 12, S. 13 / 12:43, 21:15

ist ein deutscher Drehbuchautor und Produzent, der sich bisher unter anderem als Autor mehrerer Tatort Filme betätigt hat. Er war 2010 eines der Gründungsmitglieder der „Deutschen Akademie für Fernsehen“, einer von Kreativen und Freischaffenden der verschiedenen Fernseh-Produktionsfelder geschaffenen Institution deren Ziel es ist, durch kritisches Einwirken auf die Sendeanstalten die Qualität und Kultur des Sendeprogrammes positiv zu beeinflussen. Im Frühjahr 2012 unterzeichnete Greve als einer von 51 Tatort-Autoren einen offenen Brief an die Politik und Netzgemeinde, in welchem mit deutlichen Worten die aktuelle Urheberrechtsdebatte, die derzeit in sehr hoher Zahl stattfindende Unterwanderung von Urheberrechten im Internet sowie der Umgang der Netzpolitiker aller etablierten Parteien mit diesem hochaktuellen Problem, kritisiert wird.

Hier genanntes Schriftstück in vollem Wortlaut: http://www.drehbuchautoren.de/nachrichten/2012/03/offener-brief-von-51-tatort-autoren-0

Quellen:

http://www.drehbuchautoren.de/autor/jochen-greve

http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Akademie_f%C3%BCr_Fernsehen

Weiterführend ein Interview zum Thema mit Jochen Greve:

http://www.zeit.de/2012/15/Urheberrechtspolitik

 

Karl Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 2 / 00:22

lebt in München. Von 1992 bis 1999 studierte er Rechtswissenschaften an der Universität Bayreuth. Guttenberg ist ein deutscher Politiker, der seine Ämter auf Grund der Plagiatsaffäre im März 2011 niederlegte. Bis dahin war er Mitglied in der CSU. Hier wurde er zum Vorsitzenden des CSU-Bezirksverbandes Oberfranken gewählt. Guttenberg engagierte sich durch Mitgliedschaften in verschiedenen politischen Institutionen, zum Beispiel Junge Union Deutschlands, Europa-Union Parlamentariergruppe Deutscher Bundestag oder auch Südosteuropa-Gesellschaft e. V.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Karl-Theodor_Freiherr_von_und_zu_Guttenberg

 

Helene Hegemann

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 2, S. 3 / 01:49, 02:44

ist Autorin, Regisseurin und Schauspielerin. Ihr Debütroman wurde zunächst als authentisch hochgelobt, bevor er später aufgrund zahlreicher Plagiate sehr kontrovers diskutiert wurde. 2006 wurde ihr Theaterstück „Ariel 15“ uraufgeführt, ein von ihr mit 14 Jahren geschriebenes Drehbuch wurde 2008 verfilmt (Torpedo) und 2009 mit dem Max Ophüls Preis ausgezeichnet. Aktuell inszeniert sie ein experimentelles Musikstück in Köln.

Quellen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Helene_Hegemann

http://www.focus.de/kultur/kunst/musik-autorin-helene-hegemann-macht-musiktheater-in-koeln_aid_783288.html

 

Sven Regener

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 6, S. 12 / 08:25, 19:10

begann nach seinem Abitur ein Musikstudium in Hamburg und Berlin, welches er später abbrach, um sich ganz auf das Musik machen zu konzentrieren. 1985 gründete er seine eigene Band (Element of Crime), für die er singt, Gitarre und Trompete spielt sowie größtenteils die Liedtexte schreibt. 2001 veröffentlichte er das erste Buch der Lehmann-Triologie „Herr Lehmann“. 2004 brachte er die Fortsetzung „Neue Vahr Süd“ heraus, die zeitlich jedoch vor „Herr Lehmann“ anzusiedeln ist. 2008 erschien der dritte und letzte Teil „Der kleine Bruder“. In einem Interview mit Zündfunk-Autor Erich Renz (Br-Bayern2) ereifert er sich darüber, wie die Gesellschaft mit dem Urheberrecht umgeht. Nur, weil man Musik im Internet hochladen kann, müsse sie nicht kostenlos sein. Ein Vorschlag von ihm: Bezahlung pro klicks von youtube an die Künstler.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Sven_Regener

Link zum Radiobeitrag von Erich Renz mit Sven Regener:

http://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/zuendfunk/regener_interview100.html

Ein Beitrag von: Erich Renz, Stand: 21.03.2012

 

Harald Schmidt

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 2 / 01:49

ist Schauspieler, Kabarettist, Kolumnist, Entertainer, Schriftsteller und Moderator. Besonders bekannt ist die „Harald Schmidt Show“, die vom 5.12.1995 bis zum 23.12.2003 bei Sat.1 lief. Nach seinem Wechsel zur ARD läuft die Late Night Show seit dem 23.12.2004 bis heute. Aufgrund seines Zynismus und seiner oft respektlosen Art handelte er sich den Spitznamen „Dirty Harry“ ein. Im Februar 2012 war Helene Hegemann bei Harald Schmidt zu Gast.

Der nachfolgende Link zeigt die Sendung und äußert sich kritisch sowohl über Schmidt als auch über Hegemann.

http://blogs.sueddeutsche.de/gehtsnoch/2010/02/12/helene-hegemann-bei-harald-schmidt/

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Harald_Schmidt

 

Udo Vetter

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 5, S. 11 / 06:20, 16:59

arbeitet als Rechtsanwalt in Düsseldorf. Er ist seit 2009 im Fachbereich Medien Lehrbeauftragter für Medienrecht an der dortigen Fachhochschule und Dozent für juristische Fragen an der Volkshochschule Velbert/Heiligenhaus. Er wurde durch sein Blog law blog sowie durch Zitierungen, Interviews und Auftritte als Rechtsexperte bekannt. Schon während seiner Studienzeit war er journalistisch tätig und hat unter anderem Beiträge für die Rheinische Post, die Neue Ruhr Zeitung und die deutsche Ärzte Zeitung verfasst. Seit 1995 ist er als Strafverteidiger tätig. Udo Vetter ist seit April 2012 Mitglied der Piratenpartei. Er kandidiert in Nordrhein-Westfalen für einen Platz auf der Landesliste zur Bundestagswal 2013.

Quellen:

http://www.vetter-mertens.de/udo-vetter.html

http://www.lawblog.de/

 

 

2 Antworten auf Zusatzmaterial zum Thema 05

  1. HL sagt:

    Wo kann man die Sendung als mp3 herunterladen?

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