Zusatzmaterial zum Thema 08

Aufmerksamkeit im Netz und die Folgen – Leseverhalten im digitalen Zeitalter

22.12.2012, hr2-kultur

Hier finden Sie Zusatzmaterialien zur 8. Sendung.

Die Zusatzmaterialien sind:

1. Für interessierte Hörerinnen und Hörer als vertiefende Informationen zu den   Themen der einzelnen Sendungen.

2. Für Multiplikatoren/Lehrkräfte. Sie finden bei jedem Zusatzmaterial einen Bezug zum Manuskript und der Zeitmarkierung (01:20 gelesen: Start der Sequenz bei 1 Minute 20 Sekunden), damit Sie direkt zum Thema im Beitrag gelangen können. Die Zugangsdaten für die Sendemanuskripte werden den Multiplikatoren per Mail mitgeteilt.

Die Materialien wurden zusammengetragen vom Seminar, Prof. Dr. Franz Josef Röll, Hochschule Darmstadt, Fachbereich Gesellschaftswissenschaften und soziale Arbeit.

Die Materialien wurden zum Zugriffszeitpunkt 21.12.2012 erstellt.

Sie können alle Zusatzmaterialien zum 8. Thema auch hier als PDF herunterladen.

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Überblick

Lesen als Konfliktfeld

Beschleunigung als dynamische Kraft gesellschaftlicher Transformation

Power-Reading

Aufmerksamkeit

Gutenberg-Zeitalter

Zentralperspektive

Marshall McLuhan

E-Book

Hypertext

Buchvorstellungen

Glossar

Interviewpartner

 


Lesen als Konfliktfeld

Ergänzender Bezug zum Manuskript/Audio: S. 2 / 01:32

Ähnlich wie heute die elektronischen Medien Irritationen auslösen, da vermutet wird, dass anerkannte Kulturtechniken verloren gehen, gab es auch einen „Kulturkampf“ bei der Etablierung der Buchkultur. Nachdem der Buchdruck erfunden war, wurde seinerzeit beklagt, dass das Lesen von Büchern zum Gedächtnisverlust führe, da aufgrund des Lesens das Auswendiglernen nicht mehr notwendig wird. Kritiker betrachteten Bücher als Teufelswerkzeug. Um das Jahr 1500 war die Grafik Danse Macabre sehr beliebt. Auf der Druckgrafik ist eine Bruchdruckerei und in einem Seitenraum ein Lesender zu sehen. Skelette tanzen um die Buchdrucker und den Leser. Die Etablierung der Buchkultur war keineswegs unumstritten. Heftige Polemiken gab es über die „Lesewut“ von Jugendlichen. „Bücherwurm“ und „Leseratte“ waren typische Verunglimpfungen. 1787 formuliert der Oberkonsistorialrat Friedrich Gedike seine Bedenken gegen das viele Lesen. Nach seiner Auffassung wird die Einbildungskraft der Kinder eingeheizt, so dass sie sich im wirklichen Leben nicht mehr zurechtfinden. „Sie werden weltfremd, grössenwahnsinnig, schizophren, melancholisch, und sie onanieren zu viel“.

 

Quelle: Röll, Franz Josef: Bildwelten Weltbilder Wahrnehmungswelten – Vom pädagogischen Umgang mit Medien. In: Dagmar Hoffmann; Norbert Neuß; Günter Thiele (Hrsg.): stream your life!? Kommunikation und Medienbildung im Web 2.0. München 2011, S. 211-221


 

Beschleunigung als dynamische Kraft gesellschaftlicher Transformation

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 5, S. 6 / 04:41, 06:04

Das orientierungsstiftende Merkmal von Zeit gerät in der Ära des Internets zunehmend in den Hintergrund im Zuge der damit einhergehenden Auflösung von Ordnungsstrukturen und linearer chronologischer Abläufe. Hartmut Rosa vertritt die Auffassung, dass diese Entwicklungen zentralen Einfluss auf die Art und Weise unserer Aneignung von Wirklichkeit nehmen. Dieser Wandel geht einher mit einer Beschleunigung unserer Lebensverhältnisse. Die moderne Gesellschaft ist geprägt von einer hohen Dynamik der technischen, sozialen und kulturellen Umwelt, was eine zunehmende Komplexität der individuellen Lebenswelten zufolge hat. Traditionelle Orientierungs- und Sicherheitsstrukturen sind nicht länger verfügbar, vielmehr ist die globalisierte Welt durch Informations- und Finanzmärkten geprägt, die sich innerhalb von Sekunden verändern, in einem Tempo, mit dem Bildung, Politik und Recht nicht länger mithalten können.

Gleichzeitig tauchen im Rahmen dieser Beschleunigungsstrukturen auch deutliche Momente der Verlangsamung, Verzögerung und Retardierung auf (man denke an Verkehrsstaus oder abgestürzte Computer). Diese Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen verändert aber nicht die Bedeutung, die der Beschleunigung zukommt. Rosa unterscheidet hinsichtlich der Beschleunigungsprozesse drei Erscheinungsformen, die in einem wechselseitigen Abhängigkeit und gegenseitiger Beeinflussung zueinander stehen:

Technische Beschleunigung (Technologie)

Die technische Beschleunigung bildet die Basis und hat ihren Ursprung im 17. Jahrhundert, in dem sich bereits vorindustrielle Geschwindigkeitssteigerungen abzeichnen (z.B. in Form des Ausbaus von Straßennetzen). Im Transportwesen wird die Beschleunigung im 20. Jahrhundert durch Transportmittel wie Auto, Flugzeug und Raumschiff vorangetrieben. Diese technologischen Neuerungen verändern das Bewusstsein von Raum und Zeit. Der damit einhergehende Wahrnehmungswandel spitzt sich durch die elektronische Informationsübermittlung zu, welche die Bedeutung von Raum komplett in den Hintergrund treten lässt. Beschleunigungen im Kommunikationswesen führen jedoch nicht nur zu einem veränderten Zugang zu den materialen Strukturen unserer Welt, sondern haben weitreichende Wandlungsprozesse hinsichtlich zwischenmenschlicher Beziehungsformen zur Folge (Der Kontakt ist nicht mehr auf einen spezifischen territorialen Raum begrenzt).

Beschleunigung des sozialen Wandels (Kultur)

Unser Leben ist nicht mehr durch klare Strukturen gekennzeichnet. Wir können nicht mehr auf vorgefertigte Lebensverläufe zurückgreifen, sondern sind dazu aufgefordert, unsere Biografie individuell und eigenverantwortlich zu gestalten. Dies hat Formen der Verunsicherung zu Folge ebenso wie den Zwang, von der Freiheit des selbstbestimmten Wählens Gebrauch machen zu müssen. Dieser Prozess schließt unsere komplette Lebenswelt, demnach unsere Praxisformen, Handlungsorientierungen und auch unsere Beziehungsmuster mit ein. Er führt somit unausweichlich zu einer Beschleunigung des sozialen Wandels (Kultur). Während früher Kultur, Religion und Politik miteinander in Einklang standen, sind heute mannigfaltige Verknüpfungsformen denkbar.

Das Tempo, mit dem der soziale Wandel von Statten geht, hat einen Einfluss auf die Beziehungen. Während zu frühmodernen Zeiten Veränderungsbeschleunigungen noch in Form eines intergenerativen Tempos von Statten gingen (Veränderungen demnach mehrere Generationen bedurften), finden Wandlungsprozesse heutzutage innerhalb einer Generation statt. Dies bleibt nicht ohne Folgen für die soziale Integration von Menschen sowie auf die kulturelle Reproduktion. Deutlich zeigt sich diese Entwicklung in der Fähigkeit der Jüngeren zur „Polychronizität“, d.h. sie sind dazu in der Lage, mehrere Informationsquellen gleichzeitig aufzunehmen und Tätigkeiten simultan bewältigen zu können. Ältere Generationen verfügen nicht über vergleichbare Anpassungsstrategien.

Beschleunigung des Lebenstempos (Persönlichkeitsstruktur)

Trotz der Möglichkeit, Alltagstätigkeiten und Aufgaben im Zuge der technischen Entwicklung immer schneller erledigen und durchführen zu können, steigert sich bei den Menschen die Empfindung von Zeitnot. Die gewonnenen Zeitressourcen fließen in neue Handlungsfelder, die sich entwickeln, wodurch der Zeitgewinn konterkariert wird. Das Lebenstempo als solches hat zugenommen, so dass sich der Eindruck manifestiert, dass Zeit immer schneller verläuft. Handlungsgeschwindigkeiten erfahren eine stetige Steigerung, wodurch die Möglichkeiten für Pausen und Leerzeiten abnehmen. Demnach nehmen in der heutigen Zeit nicht nur die Möglichkeiten und Optionen zu, auf welche der Einzelne zurück greifen kann, sondern es erfolgt auch eine Kontingenzsteigerung, welche mitunter sogar psycho-somatische Erkrankungen (Depressionen, Burn-out) zur Folge haben kann.

Quellen:

Röll, Franz Josef: Beschleunigung als eine Kraft gesellschaftlicher Transformation. In: Klaus-Dieter Felsmann (Hrsg.): Der Rezipient im Spannungsfeld von Zeit und Medien. Buckower Mediengespräche 11. Kopäd München 2008, S. 45-52.

Rosa, Harmut: Beschleunigung. Die Veränderung der Zeitstrukturen in der Moderne. Frankfurt 2005.


Power-Reading

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 4, S. 6, S. 16 / 03:58, 06:17, 20:36

Power reading, besser bekannt unter dem Begriff speed reading, zu Deutsch Schnelllesen, ist eine Lesetechnik, welche erst in letzter Zeit gemächlich Einzug in Europa hält, in den USA jedoch bereits seit den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts aufkam. Darunter versteht man die Fähigkeit, durch gezielte, für jedermann erlernbare Techniken deutlich mehr Textinhalte in geringerer Zeit erfassen zu können. Die Techniken zielen im Kern alle darauf ab, einen Text schneller, unter Nichtbeachtung aller irrelevanter Wörter und Vermeidung aller verlangsamenden Tätigkeiten, welche ein „Normalleser“ zu Eigen hat, zu lesen. Hierbei werden pro Zeile gezielt einzelne Schlüsselwörter erfasst, um den Sinnzusammenhang erfassen zu können. Befürworter konstatieren, dass eine Verdoppelung der Lesegeschwindigkeit durch ein wenig Training dieser Praktiken problemlos möglich sei. Kritiker bemängeln hingegen, dass durch diese Art des Lesens inhaltliche Aussagen deutlich weniger exakt aufgenommen werden können.

Quellen:
http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/arbeitswelt/speed-reading-den-blick-rasen-lassen-11134533.html

http://www.bildungsxperten.net/bildungschannels/studium/speed-reading-so-lesen-sie-schneller/

http://de.wikipedia.org/wiki/Schnelllesen


 

Aufmerksamkeit

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 7, S. 15, S. 16 / 08:59, 18:22, 18:44, 19:20, 19:28, 20:13

Zur Erklärung des Phänomens „Aufmerksamkeit“ gibt es unterschiedliche Theorien. Zwei Theorien möchten wir hier skizzieren: die Flaschenhals-Theorie (bzw. Filter-Theorie) und die Theorie über begrenzte Ressourcen. Bei der Flaschenhals -Theorie wird das Informations-Verarbeitungs-System in eine frühe- und eine späte Selektion untergrliedert. Bei der „frühen Selektion“ wird davon ausgegangen dass direkt nach der Wahrnehmung am Sinnesorgan die Entscheidung über „relevant“ und „irrelevant“ getroffen werden. Die „späte Selektion“ geht davon aus, dass Informationen vorverarbeitet werden. Die Theorie über begrenzte Ressourcen besagt, dass bei gesteigertem Anspruch eine Leistungsverschlechterung vorkommt. Unterteilt wird die Theorie in „single pool“, d.h. dass von einem „Pool“ ausgegangen wird und sobald dieser ausgefüllt ist, ist die weitere Aufnahmekapazität eingeschränkt. Die „multiple Ressourcen“ geht davon aus, dass die Aufmerksamkeit trotz mehrerer Aktivitäten möglich ist.

Allgemein ist eine funktionierende „Aufmerksamkeitsleistung“ für die Bewältigung des alltäglichen Lebens wichtig. Dabei gilt es die Verteilung zum Beispiel auf die Wahrnehmung der Umwelt sowie Gedanken, Gefühle oder das eigene Handeln zu richten. Aufmerksamkeit und Bewusstsein stehen miteinander in Verbindung. Das findet jedoch intuitiv statt. Im Alltagsleben wird alles immer schneller, größer und alles muss am besten zugleich geschehen. Eine mögliche Überreizung der „Kommunikationskanäle“ ist denkbar, ebenso aber auch eine niedrige Ich-Beteiligung (low-envolvement = Gleichgültigkeit). Wichtig ist, die eigenen Grenzen zu erkennen und der Aufmerksamkeit, Aufmerksamkeit schenken.

Das Phänomen „Aufmerksamkeit“ produziert somit zwei unterschiedliche Problembereiche. Die Werbung gibt sich Mühe gibt, dass die von ihr dargestellten Produkte Aufmerksamkeit erregen. Sie haben mit Hilfe des Eye-Tracking-Verfahrens herausbekommen, dass die Beobachter von Webseiten die Informationen mit Hilfe eines F-Musters abtasten. Zunächst verläuft der Blick zweimal horizontal über die ersten beiden Absätze der Seite, anschließend geht ein vertikaler Blick den linken Seitenrand entlang. Nutzt man das F-Muster für die Seiten-Gestaltung wird die Aufmerksamkeit des Users gefördert bzw. beeinflusst. Vor allem Jugendliche stehen vor der gleichen Herausforderung. Sie möchten gerne durch ausgefallene Bilder oder Posts auffallen. Jugendliche erwarten, dass ihre Informationen Aufmerksamkeit erzielen, so z.B. bei Twitter, YouTube oder auch auf Facebook. Über diese Medien tritt der Einzelne in Kontakt mit Gleichaltrigen und somit in das Bewusstsein Anderer, dies gelingt nur, wenn sie zugleich Aufmerksamkeit auslösen. Demgegenüber befürchten Pädagogen/Erwachsene, dass aufgrund der Vielfalt an Reizen, Kinder und Jugendliche die Fähigkeit sich zu konzentrieren verloren geht.

Quellen:

http://www.psychologie.uni-heidelberg.de/ae/allg/lehre/wct/w/w9_aufmerksamkeit/w960_theorien.htm

http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/GEDAECHTNIS/Aufmerksamkeit.shtml

http://de.wikipedia.org/wiki/Aufmerksamkeit

http://www.zeit.de/2011/18/Aufmerksamkeit


Gutenberg-Zeitalter

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 8, S. 13, S. 15, S. 17 / 10:15, 15:58, 17:46, 21:50

Im 15. Jahrhundert erfand Johannes Gutenberg, der mit bürgerlichem Namen Johannes Gensfleisch hieß, den Buchdruck mit beweglichen Metalllettern (Mobillettendruck) in Europa (in Ostasien war die Druckkunst schon viel früher erfunden worden) und die Buchpresse.

Die Einführung des Buchdrucks wird heute als Jahrtausenderfindung angesehen. Sie löste das System der Skriptoren ab. Skriptoren waren meist Schreibstuben in den Klöstern, in denen hauptsächlich sakrale und teilweise auch nicht-heilige Texte handschriftlich vervielfältigt wurden. Da diese Art der Kopie sehr kostspielig war, blieb sie meist den Adligen und dem Klerus vorbehalten. Jedoch war die vorherrschende Kommunikationskultur eine Gedächtniskultur, eine orale Kultur. Nur die wenigsten konnten lesen und schreiben noch konnten sie die schwierigen Texte verstehen.

Im Zuge der Alphabetisierung veränderte sich die Gesellschaft hin zu einer Wissensgesellschaft und setzte sich gegen das mittelalterliche Denken in Bildern und Metaphern durch. Von da an waren die Menschen nicht mehr ausschließlich auf den mündlichen Austausch angewiesen, sondern konnten selbst lesen und schreiben. Das laute Vorlesen wurde zu einem stillen Selbstlesen. Sprache wurde normiert und standardisiert. Man könnte sagen, ohne Gutenberg keine Schulpflicht, keine Reformation, keine Aufklärung und kein Otto-Katalog.

Mit der Einführung der digitalen Medien in den 80er Jahren hat ein neues Zeitalter begonnen. Seit etwa 100 Jahren zerfällt die bis dahin herrschende Monopolstellung der Schrift- und Buchkultur. Mit der Entwicklung von Radio, Fernsehen, Computer und Internet sind wir am Ende des Gutenberg-Zeitalters angekommen.

Quellen:

www.gutenberg.de/medienze.htm

www.zeit.de/online/2009/23/internet-zeitung-krise

www.gutenberg.de

www.wikipedia.org/wiki/Johannes_Gutenberg


Zentralperspektive

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 17, S. 18 / 22:17, 22:47

Seit der Renaissance (Brunelleschi machte seine perspektivischen Experimente im Jahre 1425) ist es üblich, das System der linearen Perspektive als richtige Art der Aneignung von Wirklichkeit zu interpretieren. Brunelleschi gelang es mit Hilfe einer zentralperspektivischen Abbildung, die Illusion einer wirklichkeitsgetreuen Abbildung zu schaffen. Bei diesem System wird von einem feststehenden Blickpunkt aus ein zentraler Fluchtpunkt benötigt, der auf der Höhe des Horizontes liegt. Auf der Horizontfläche des Bildes treffen Parallelen zusammen, und die Gegenstände werden mit zunehmender Entfernung kleiner dargestellt.

Die Zentralperspektive ist die Perspektive, die bis heute unser Weltbild prägt und als die realistische Perspektive gewertet wird. Die lineare Perspektive entspricht jedoch einer Konvention. Sie verweist auf eine Monokularität („Einäugigkeit“) des Sehvermögens und entspricht keineswegs der Binokularität des Sehapparates. Die Zentralperspektive stellt den Raum als eine Bewegung dar, die zu einem bestimmten Punkt führt. Die zeitlose Gleichzeitigkeit des bisherigen Weltverständnisses wird nunmehr interpretiert als eine gesteuerte Aufeinanderfolge von Ereignissen. Damit wird die Möglichkeit des Eingreifens vorstellbar. Es wandelt sich die Auffassung von der Natur und dem Menschen. Es wird begonnen, ein kartesianisches Gitter (geometrischer Zeichenrahmen) zwischen den Maler und das zu malende Objekt zu stellen. Jedes einzelne Detail wird maßstabsgetreu mit Hilfe des Gitters übertragen. Es liegt dabei die Absicht zugrunde, eine objektiv richtige Darstellung der physischen Natur zu schaffen. Bei diesem Verfahren werden Objekt und Subjekt (Maler) getrennt. Als Ausdruck der Subjekthaftigkeit des selbständig gewordenen Künstlers werden fortan die Werke signiert. Albrecht Dürer gilt übrigens als der erste deutsche Maler der seine Gemälde (mit AD) signierte.

Nur von einer Stelle lässt sich das Bild ideal betrachten. Dadurch repräsentiert das Bild eine Welt-Sicht, geprägt vom Blickwinkel eines einzelnen Betrachters. Da sowohl das Bild zentralperspektivisch konstruiert ist als auch die ideale Betrachterposition auf der zentralperspektivischen Achse liegt, verdoppelt sich die Wahrnehmungsstruktur.

Eine derart zentralisierte Welt passt symbolisch zu einer hierarchischen Auffassung vom menschlichen Dasein. Zu diesem Zeitpunkt entwickelte sich daher nicht ganz zufällig die Vorstellung von einem einzigen Standpunkt, dem Wahrheitsgehalt zugemessen wird.

Quellen:

Panofsky, Erwin: Die Perspektive als „symbolische Form“. In: ders.: Aufsätze zu Grundfragen der Kunstwissenschaft. Berlin 1992.

Röll, Franz Josef: Perspektivenwandel durch Cyberspace – Zum Wandel unserer Weltanschauung durch Virtual Reality. In: Medien Praktisch, Heft 3/1993, S. 63-58.


 

Marshall McLuhan

Bezug zum Manuskript/Audio, S. 13, S. 18 / 15:18, 23:08

Marshall McLuhan war einer der ersten Wissenschaftler, die sich damit beschäftigt haben, welche Wirkungen die jeweiligen Medien auf den Menschen haben. Zusammen mit Quentin Fiore veröffentlichte er 1967 das Buch „The Medium is the Massage“ .

„Das Medium ist die Botschaft“ ist eine der wichtigsten Thesen  McLuhans. Damit meinte er, dass es nicht die inhaltlichen Botschaften sind, welche die Menschen beeinflussen, sondern die strukturale Logik und Aneignungsweise der Medien selbst. Jedes Medium massiere oder beeinflusse das menschliche Sensorium unterschiedlich. Medien werden als Ausweitung des Körpers, als Erweiterung der Sinne, des Körpers und des Geistes sowie als Verlängerung des menschlichen Aktionsradius verstanden.

Die Medien wirken auf unsere gesamten Sinne, so wie die Werbeindustrie Auge und Ohr bearbeitet. Und dabei sei das Thema zweitrangig, egal ob es Shakespeare, Shampoo oder Schizophrenie heißt. Entscheidend sei es herauszufinden, wie jedes Medium in spezifischer Weise die menschliche Wahrnehmung und das Denken beeinflusst. Denn, so schreibt McLuhan:

„Das ist in der Tat der erste Zugang, dass er von den Sinnen ausgeht, dass er die Sinneserweiterungen, die Sinnesprothesen untersucht: Wahrnehmung ist dasjenige, was überhaupt erst durch mediale Prozesse konstituiert wird, das heißt, dass es also gar nicht so sehr um die Inhalte geht,- also die Botschaft ist nicht das, was wir gerade sehen, das was wir lesen, was in den Texten steht, sondern es geht um die Formierungsprozesse selber und das ist die eigentliche Botschaft“ (http://www.dradio.de/dlf/sendungen/studiozeit-ks/1509512/).

In der Regel werden Technik und Medien als neutral angesehen, gleichsam als bloße Behälter. Dementsprechend konzentrierte man sich allein auf die Ideen oder Ideologien, die darin transportiert würden. McLuhan dagegen schaute darauf, wie die Medien als Medien auf den Menschen wirken, insbesondere in ihrem Zusammenspiel.

McLuhan beschreibt grundlegende Wandlungsprozesse, wie durch neue Medien die Menschen ihre Wahrnehmungsweisen veränderten. Nach McLuhan ermöglichte und verursachte die Erfindung der Drucktechnik viele der prägenden Entwicklungen der Moderne in der westlichen Welt, wie z.B. den Individualismus, die Demokratie, aber auch den Nationalismus. „Die Technik der Erfindung war eine Entdeckung des 19. Jahrhunderts, aufgebracht durch die Adoption fixierter Blickpunkte und Perspektiven durch die Typographie, während die Technologie des suspendierten Urteils die Entdeckung des 20. Jahrhundert ist, die durch die orphischen Fähigkeiten des Radios, Fernsehens und Films erbracht werden.“

Nach Auffassung von McLuhan lenkt das Fernsehen die Zuschauer zu einer Innensicht, drängt es uns in Richtung östliche Welt (Wir-Gefühl).  Und genau wie der Osten in Richtung Westen geht, gehen wir nach Osten. Es nimmt dem westlichen Europa viel von seiner privaten Identität. Und das irritiert viele Leute. Der Identitätsverlust ist sehr beunruhigend, mehr und mehr Leute ziehen die Gruppenorientierung vor, die man zum Beispiel in Talkshows findet. Sie suchen eine Art des Zusammenseins, während Leute, die aus einem Film kommen, wie taub sind. Da gibt es sehr wenig Gespräch. Sie scheinen abseits in einer Welt individuell privater Erfahrung. Fernsehen hingegen tendiert dazu stärker sozial zu sein, weniger isolierend als der Film.

http://www.3sat.de/mediathek/index.php?display=1&mode=play&obj=28410

Quellen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Marshall_McLuhan

http://www.heise.de/tp/artikel/35/35153/1.html

http://www.3sat.de/page/?source=/scobel/157585/index.html

http://www.fluter.de/de/teamwork/lesen/2947/


E-Book

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 9, S. 10, S. 11, S. 12, S. 14 / 10:52. 11:16, 11:56, 12:16, 14:11, 14:27, 16:57

Ein E-Book ist ein Buch in elektronischer Form, quasi eine digitale Kopie eines gedruckten Buches. Das Wort kommt vom englischen e-book (= electronic book, übersetzt: elektronisches Buch). Mit einem E-Book kauft man keinen Gegenstand, sondern nur eine Leseberechtigung. Es gibt zwei unterschiedliche Techniken: E-Ink und LCD. E-Ink, elektronische Tinte, braucht keine Hintergrundbeleuchtung. Abends braucht man Licht, da der Bildschirm selbst nicht leuchtet. Die Akkulaufzeiten dieser Geräte sind erheblich länger als die LCD-Modelle, die man ohne Lampe anschauen kann. Allerdings übermüden die Augen schneller.

Viele Buchhandlungen reagieren und bieten auf ihren Internetseiten auch E-Book-Downloads an. Viele Buchhändler befürchten, dass ihre Geschäftsgrundlage durch E-Books zerstört wird. Schon mit ein paar Klicks können Autoren ihr eigenes Buch auf Online-Portalen zugänglich machen. Ganz ohne Verlag oder Buchhändler.

Kindle

Mit Kindle Geräten können elektronische Bücher (E-Bücher bzw. E-Books), elektronische Zeitschriften und elektronische Zeitungen (E-Papers) von Amazon heruntergeladen und gelesen werden. Das Lesegerät für digitale Bücher kann Texte gestochen scharf darstellen und man kann aktuelle Spielfilme in HD-Qualität leihen. Das Kindle Fire war noch nicht einmal vorgestellt, da wurde es schon zum iPad-Konkurrenten erklärt. Doch das neue Amazon-Tablet macht weniger dem funktionsreichen Apple-Produkt den Platz streitig. Es zeigt vielmehr allen Herstellern wie RIM oder den Vertretern aus dem Android-Lager wie Samsung, Motorola und HTC, was ein erfolgreiches Tablet mitbringen muss.

Sony-Reader

Ein Sony-Reader ist ein Lesegerät für E-Books (E-Book-Reader) von Sony. Das Schwarzweiß- bzw. Graustufen-Display basiert auf der Technologie des Elektronischen Papiers. Sony will mit dem PRS-T2 den Anschluss an die Konkurrenz behalten, jedoch können die technischen Möglichkeiten nicht mit den Konkurrenzprodukten von Kindle und Kobo (Kobo Glo) konkurrieren.

Quellen

http://www.elektronische-buecher.net/was-ist-ein-e-book

http://www.ndr.de/ratgeber/netzwelt/ebookserie101.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Amazon_Kindle

http://www.sueddeutsche.de/digital/amazon-kindle-paperwhite-im-test-nur-der-duft-des-papiers-fehlt-1.1534592

http://www.areamobile.de/specials/19867-editorial-amazon-kindle-fire-versus-apple-ipad-es-muss-nicht-nur-einen-geben

http://de.wikipedia.org/wiki/Sony_Reader

http://www.focus.de/digital/multimedia/sony-reader-prs-t2-ein-e-book-reader-im-verzweifelten-konkurrenzkampf_aid_822103.htm


 

Hypertext

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 14 / 16:37

Im Internet gibt es keine Texte mehr, die abgeschlossen sind, wie der Text eines Buches. Es handelt sich immer nur um vorläufige bzw. vorübergehende Texte, die jederzeit verändert werden bzw. verändert werden können. Das Internet funktioniert daher nicht wie ein „normales“ Buch. Am ehesten könnte man das Internet als ein virtuelles Lexikon bezeichnen, das vor allem mit „Links“ arbeitet. Mit „Links“ bezeichnet man die Möglichkeit, von einer Seite zu einer anderen zu wechseln. Somit entsteht die nichtlineare Organisationsform Hypertext, eine diskontinuierliche virtuelle Verknüpfung von Texten.

Ein Hypertext ist somit ein Text, mit Verweisen auf andere Dokumente. Hierbei kann man sogenannte Hyperlinks anklicken und man wird automatisch zu einem anderen Dokument weiter geleitet. So kann man z.B. die Definition von Fremdwörtern in einem anderen Text nachlesen. Es gibt Hyperlinks, die auf andere Dokumente verweisen (externer Link) und es gibt Hyperlinks, mit deren Hilfe man innerhalb des Textes zu verschiedenen Passagen hin und her springen kann (interner Link).

Bildquelle: http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/hypertext.html?extGraphKwId=77786

Diese Texte haben meist eine multimediale Dimension, da nicht nur Texte in Form von Schrift benutzt werden. Bilder, Grafiken, Tabellen, Diagramme, Töne, Animationen, Simulationen und Filme lassen sich ebenfalls integrieren und miteinander verbinden. Werden innerhalb einer Seite mehrere Medien verwendet, spricht man von Hypermedia(texten). Hypertext und Hypermedia werden meist synonym verwandt.

Quellen:

http://www.bullhost.de/h/hypertext.html

Iske, Stefan (2002): Vernetzes Wissen. Hypertext-Strategien im Internet. Bielefeld 2002.


 

Buchvorstellungen

 

Alberto Manguel: Eine Geschichte des Lesens

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 16 / 21:03

Viele Bücher sind dem Schreiben gewidmet. Dem Schreiben wird auf den Grund gegangen – dem Lesen viel zu wenig, findet Alberto Manguel und widmet sein Buch „Eine Geschichte des Lesens“ allen Lesern. Oder besser allen, die süchtig sind nach Geschichten, die schmökern, die gerne lesen, um des Lesens willen. In seinem Buch springt Alberto Manguel zwischen Jahrhunderten, Kontinenten und Religionen hin und her. Keine Chronik will er erstellen sondern einen Dialog zwischen Liebhabern der Literatur. So kommen Sokrates und Cervantes, Jane Austen, Oscar Wilde und Kafka in seinem Buch zu Wort.

Manguel ist selbst in Geschichten zuhause, er zelebriert das Lesen und lässt in „Eine Geschichte des Lesens“ seine Leser daran teilhaben wie er das Lesen lernt und welche neue Welt ihm das eröffnete. Seit Manguel seine „Geschichte des Lesens“ veröffentlichte sind wir Leser nicht mehrt allein. Denn alle Leser die jemals gelebt haben wirken mit an der Geschichte der Bücher.

Quellen:

http://www.3sat.de/page/?source=/scobel/129019/index.html

http://www.zeit.de/2009/32/Manguel

 

David Foster Walance: Unendlicher Spaß

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 20 / 26:01

Das Buch „Unendlicher Spaß“ sieht auf den ersten Blick gar nicht nach Spaß aus. Tausendfünfhundert Seiten lang unendlich verschachtelte Satzgebilde mit seltenen, oft in keinem Wörterbuch zu findenden Fremd- und Fachwörtern. Dazu etwa 130 Seiten Fußnoten.

Wallace thematisiert Drogenabhängigkeit, Hedonismus, Depression, Kindesmissbrauch, Materialismus, die Unterhaltungsindustrie, den Unabhängigkeitskampf von Quebec und Tennis. Das Ganze spielt in einer nicht allzu fernen Zukunft in O.N.A.N, dem Zusammenschluss der USA, Kanada und Mexiko zur Organisation Nordamerikanischer Nationen. Einige frankokanadische Separatistengruppen haben ihre Operationen auf das ehemalige US-Gebiet ausgedehnt – besonders die A.F.R „Assassins des Fauteuils Roulants“. Sie möchten als Waffe eine Videokassette einsetzen die den Film „Unendlicher Spaß“ zeigt. Hat man den Film gesehen, wird man in den Geisteszustand eines Kleinkindes zurückversetzt und möchte nichts anderes als immer und immer wieder diesen Film sehen. Die A.F.R betrachtet dies als die geeignete Waffe, da die Amerikaner so Opfer ihrer schier unersättlichen Gier nach Unterhaltung würden. So sucht die A.F.R nach diesem Film – genauso wie der Geheimdienst, der die Verbreitung des Films verhindern möchte.

Diese Suche verbindet unterschiedliche Handlungsstränge und Figurengruppen miteinander. Wallace fokussiert den Handlungsort auf die Enfield Tennisakademie. Hal und Mario, die Söhne des Gründers James. O. Incandenza halten sich dort auf. Sie spielen neben dem AF.R Aktivisten Remy Marathe und Don Gately – ein Ex-Dieb und Mörder der in einem Drogenentzugsheim unterhalb der Tennisakademie lebt – zu dem Protagonisten dieses Romans. Es sind drei Dutzend Personen oder mehr, denen man während der Lektüre begegnet und noch mehr an deren Schicksal Anteil zu nehmen man nicht umhinkommt.

Quellen:

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/belletristik/david-foster-wallace-unendlicher-spass-medusa-in-der-selbsthilfegruppe-1842147.html

http://www.zeit.de/2009/36/Infinite-Jest

http://de.wikipedia.org/wiki/Unendlicher_Spa%C3%9F

 

Thomas Pynchon: Gegen den Tag

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 20 / 26:01

„Eine einmalige epische Leistung, ein Wunderwerk moderner Prosa. Dieses Buch ist ein Gebirge, das kämmt den Himmel, das spießt die Gaukelwolken auf, es hat zu Füßen Geröll, Geäst und Schlamm und es birgt – manchmal – das Feuer, das dann als glühende Lava emporschießt.“ Das können wir in „Die Zeit“ über Thomas Pynchons Roman lesen. Andere Kritiker finden es schlicht unmöglich, die Geschichte zusammenzufassen.

Der Roman spielt zwischen der Weltausstellung in Chicago 1893 und der Zeit kurz nach dem ersten Weltkrieg in einer leicht abweichenden Parallelwelt. Unter der Vielzahl der Charaktere lässt sich schwer eine eindeutige Hauptfigur ausmachen. Historische Figuren und Ereignisse treten auf und werden mit fiktiven Begebenheiten derart vermischt, dass ohne eigene Rechercheleistung die Unterscheidung oft schwerfällt.

Sprachlich souverän häuft Pynchon in seinem Werk gigantisch viele Ideen auf. Ein Dutzend Romane könnte man daraus machen. Wenn zwischen zusammengehörenden Teilen 200 Seiten Abstand liegen fällt es dem Leser jedoch schwer, daraus ein Ganzes zu machen und das Buch bleibt ein Konglomerat.

Quellen:

http://www.zeit.de/2008/21/L-Pynchon

http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Pynchon

http://www.poetenladen.de/jens-kassner-thomas-pynchon.htm


 

Glossar    

 

Androide

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 5 / 04:15

Mit Androide, auch Android (griech. menschenförmig) bezeichnet man einen Roboter, der einem Menschen zum Verwechseln ähnlich sieht und sich auch menschenähnlich verhält. Ein Androide ist somit ein humanoider (menschenförmiger) Roboter.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Androide

 

Eye-Tracking-Verfahren

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 7 / 08:30

Als Eye-Tracking (von engl. Eye-Auge, tracking=Verfolgung) bezeichnet man ein Verfahren, bei welchem mit Hilfe hochsensibler technischer Geräte die exakten Augenbewegungen eines Menschen, oder auch eines Tieres, erfasst werden. Eye-Tracking wird in vielfältigen Bereichen angewendet, um Erkenntnisse über die optische Aufmerksamkeit von Individuen zu gewinnen, beispielsweise in der Werbebranche, um die Effektivität von Werbemaßnahmen zu testen bzw. verbessern.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Eye-Tracking#Anwendungsgebiete

 

Französische Enzyklopädisten:

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 11, S. 21 / 13:09, 26:32  

Die Enzyklopädisten waren eine Gruppe (144 Mitglieder) vorwiegend französischer Philosophen im 18. Jahrhundert. Sie erarbeiteten und veröffentlichten eine 17-bändige Enzyklopädie (griech. `umfassende` oder `allgemeine Bildung`). Diese sollte nicht nur als Nachschlagewerk dienen, sondern auch ein Kampfmittel gegen alles Alte und Überholte. Die Enzyklopädie wurde zum gebräuchlichsten Lexikon der europäischen Bildungsgeschichte und war mit das wichtigste Werkzeug bei der Vorbereitung der Französischen Revolution.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Enzyklop%C3%A4dist_%28Encyclop%C3%A9die%29

 

Sakkade

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 6 / 06:34, 06:48

Sakkaden sind sprungartige Bewegungen der Augäpfel, sie stehen im Gegensatz zur sogenannten Fixation. Unter Fixation ist der Fokus des Auges auf ein festes Objekt, beispielsweise eine Textzeile, zu verstehen. Hierbei werden Informationen aufgenommen und verarbeitet. Die Sakkade hingegen ist eine Phase des schnellen Blickwechsels, bei welcher keinerlei Informationen aufgenommen werden können. Beide Begrifflichkeiten spielen beim Eye-Tracking-Verfahren eine entscheidende Rolle.

Quelle: http://www.elektroniknet.de/lexikon/?s=2&k=S&id=25624&page=1

 

Suchmaschine

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 4, (S. 19, S. 20) / 03:28

Suchmaschinen sind automatisch ablaufende Programme welche es dem Internet-Nutzer ermöglichen, einzelne Inhalte im Web unter Angabe eines oder mehrerer Schlagworte(s) zu finden. Sie können, vereinfacht ausgedrückt, als eine Art Inhaltsverzeichnis des World Wide Web bezeichnet werden. Eine Suchmaschine findet Seiten im Internet, katalogisiert diese und stellt sie in einer bestimmten, der jeweiligen Suchmaschine eigenen, Relevanz dem Nutzer unter bestimmten Schlagworten auf Anfrage zur Verfügung. Der heute mit Abstand bedeutendste und bekannteste Vertreter dieser Gattung ist Google.

Quelle: http://www.seosweet.de/blog/2011/07/01/was-ist-eine-suchmaschine/


 

Interviewte Personen

 

Jürgen Boos

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 9 / 11:15; 11:39

studierte nach seiner Ausbildung zum Verlagsbuchhändler Betriebswirtschaftslehre in Mannheim. Er arbeitete einige Jahre als Verkaufsleiter bei der Droemerschen Verlagsanstalt im Literarischen Verlag und dem Carl Hanser Verlag und im Springer Verlag in Berlin, wo er anschließend als Leiter International Sales tätig war. 1997 wechselte er als Bereichsleiter Marketing / Sales / Distribution zum Verlag Wiley-VCH in Weinheim. Seit April 2005 ist er Direktor der Frankfurter Buchmesse.

Quelle: http://blog.buchmesse.de/author/juergen/

 

Henning Lobin

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 4, S. 6, S. 7, S. 15, S. 16, S. 18, S. 20 / 03:07, 06:48, 08:00, 08:45, 18:32, 19:28, 24:14, 25:18

ist ein deutscher Sprachwissenschaftler, derzeit ist er als Professor für Angewandte Sprachwissenschaft und Computerlinguistik an der Justus-Liebig-Universität Gießen tätig. Er war, neben seiner Lehrtätigkeit, von 2001-2007 Erster Vorsitzender der Gesellschaft für linguistische Datenverarbeitung, und ist seit 2007 als Geschäftsführender Direktor des Zentrums für Medien und Interaktivität aktiv.

Quellen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Henning_Lobin

http://www.gscl.org/

http://www.zmi.uni-giessen.de/home/ueberuns.html

Ein interessanter Einwurf Lobins zur wiederkehrenden Kritik an Power-Point Präsentationen:

http://www.scilogs.de/wblogs/blog/interactive-science/teilprojek-ii-wissenschaftliche-prasentationen-textualitat-struktur-und-rezeption/2009-12-11/powerpoint-kritik-da-capo

 

Alexander Skipis

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 14 / 17:05

ist Hauptgeschäftsführer „Börsenverein des Deutschen Buchhandels“. Er beschäftigt sich mit der E-Book-Revolution und dem Schutz gegen illegale Downloads

Quellen:

http://www.boersenverein.de/de/portal/index.html

http://www.focus.de/digital/multimedia/kultur-unertraegliche-zustaende_aid_347173.html

 

Matthias Ulmer

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 12 / 13:46, 14:27

ist persönlich haftender Gesellschafter des Verlag Eugen Ulmer, einem Familienunternehmen, das sich seit 1868 der Herausgabe von Fachzeitschriften und Fachliteratur im Bereich der angewandten Naturwissenschaften widmet. Ulmer ist außerdem im Vorstand des Verlegerausschusses im Börsenverein des Deutschen Buchhandels und befasst sich dort schwerpunktmäßig mit dem Thema Digitalisierung und dem Dialog mit Bibliotheken.

Quelle: http://www.theeuropean.de/ulmer-matthias

 

 

 

 

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