Zusatzmaterial zum Thema 01

Einführung: Leben im Netz – Das Internet als neues Leitmedium?

03.11.2012, hr2-kultur

Hier finden Sie Zusatzmaterialien zur 1. Sendung.

Die Zusatzmaterialien sind:

1. Für interessierte Hörerinnen und Hörer als vertiefende Informationen zu den Themen der einzelnen Sendungen.

2. Für Multiplikatoren/Lehrkräfte. Sie finden bei jedem Zusatzmaterial einen Bezug zum Manuskript und der Zeitmarkierung (01:20 gelesen: Start der Sequenz bei 1 Minute 20 Sekunden), damit Sie direkt zum Thema im Beitrag gelangen können. Die Zugangsdaten für die Sendemanuskripte werden den Multiplikatoren per Mail mitgeteilt.

Die Materialien wurden zusammengetragen vom Seminar, Prof. Dr. Franz Josef Röll, Hochschule Darmstadt, Fachbereich Gesellschaftswissenschaften und soziale Arbeit.

Die Materialien wurden zum Zugriffszeitpunkt 02.11.2012 erstellt.

Alle Zusatzmaterialien für das 01. Thema können Sie hier als pdf herunterladen.

 


 

Übersicht

Einleitung

Internetnutzung in Zahlen

Nutzertypen

Generationen im Netz

Leben im Netz

Medienkompetenz

Freiheit im Netz

Interviewte Personen

 

 


Einleitung

Filmtipp

Beinahe die gesamte menschliche Kommunikation findet heute auf einer globalen Ebene und ohne die Abhängigkeit von Zeit und Raum statt. Durch die Vernetzung des Internets ist es möglich, nahezu überall, zu jederzeit miteinander zu kommunizieren.

Quelle: Leben im Netz, Film, Phönix, 26.07.2012:
http://www.phoenix.de/content//412138

Leben im Netz
Holger Meeh: Leben im Netz: die digitale Gesellschaft. In: Zeitschrift für die Praxis der politischen Bildung: Politik und Unterricht, Heft 2-3/2010, Baustein A: Die digitale Revolution

Quelle: http://www.politikundunterricht.de/2_3_10/internet.htm

Folien von Steve Weeler


Quelle: Issues in Web Based Research
http://de.slideshare.net/timbuckteeth/issues-in-web-based-research?from=new_upload_email

Internet als Medium

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 2, S.  3 / 0:35, 02:42

Auszug aus dem Inhalt:
„Mehr als eine Milliarde Menschen nutzen das Internet. Was immer sie dort tun, sie verändern die Welt. Einfach dadurch, dass sie online sind. Dass Medien nicht durch ihren Inhalt, sondern durch ihre Form die Gesellschaft gestalten, ist eine These des kanadischen Medientheoretikers Marshall McLuhan. Vor 40 Jahren erklärte er sie einem Journalisten so: »Wenn Sie dieses Mikrofon ausschalten, ändert sich unsere Beziehung sofort.“

Quelle: http://www.zeit.de/2007/04/01-Leben-im-Netz

Internet und Geopolitik
In der Sendung wird die Frage diskutiert, ob das Internet tatsächlich das dominante Leitmedium ist. Folgende Daten geben Hinweis auf die Bedeutung und Relevanz des Internets.

Quelle: http://www.youtube.com/watch?v=d2oE76RZJWs&feature=related (Video, 09:58 min.)


Internetnutzung in Zahlen

Anteil der Internetnutzer in Deutschland von 2001 bis 2012
Folgende Statistik zeigt, wie sich die Internetnutzung in Deutschland von 2001 bis 2012 entwickelt hat. Im Jahr 2012 belief sich der Anteil der Internetnutzer auf 75,6 Prozent.

Quelle: D21, http://www.initiatived21.de/

Das Internet in Zahlen

Quelle: http://www.youtube.com/watch?v=3klAt7kh7So (Video, 02:07 min.)

Ein Tag im Internet

  • 210 Billionen E-mails werden gesendet
  • 3 Millionen Bilder werden bei Flickr hochgeladen
  • 43.339.547 Gigabytes werden weltweit mobil gesendet = 9,2 Millionen DVD’s
  • Täglich gibt es 700.000 neue Mitglieder bei Facebook
  • 45 Millionen Status-Updates werden gemacht
  • 5 Millionen Tweets werden gesendet
  • 900.000 neue Artikel werden von Bloggern geschrieben.

Quelle: http://kingnils.de/wordpress/2009/12/10/ein-tag-im-internet/?PHPSESSID=tn5dmokeatq1blbtv23vtm6620&lan=german

 

Was passiert im Internet in einer Minute

Quelle: http://www.intel.com/content/www/us/en/communications/internet-minute-infographic.html

 

Ausführliche Informationen zum Thema „Social Media“ finden sich in den Zusatzmaterialien der zweiten Sendung.


Nutzertypen

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 5 / 5:58

Nutzertypen
Inhalt/Zusammenfassung:
Die „Digitalen Gesellschaft“ hat aktuell die dritte Auflage der Studie “Die digitale Gesellschaft in Deutschland” herausgegeben. Diese Studie versteht sich als umfassende empirische Bestandsaufnahme des Zustandes der deutschen Gesellschaft im Informationszeitalter.
Ein zentrales Ergebnis der Studie besagt, dass die Mehrheit der Bevölkerung (62 Prozent) nach wie vor nicht Teil der digitalen Gesellschaft ist. Deutliche Unterschiede im Freizeitverhalten wurden zwischen den  “Digital Souveränen” und  den “Digital wenig Erreichten” identifiziert. Differenziert wird in der Studie zwischen 6 Nutzertypen.

  • Digitale Außenseiter – 26 % der Bevölkerung
    Sie haben ein Durchschnittsalter von 62,5 Jahren. Es wird kein Vorteil in der Nutzung der digitalen Medien gesehen. Die gebotene Vielfalt löst Ängste aus. Es herrscht eine große Zurückhaltung gegenüber technischen Neuheiten. Die Nutzungsvielfalt ist eingeschränkt.
  • Gelegenheitsnutzer – 28 % der Bevölkerung
    Von dieser Gruppe werden die digitalen Möglichkeiten gelegentlich genutzt. Die wesentlichen Basiskompetenzen, die den Alltag erleichtern, sind bekannt. Über 80 Prozent dieses Nutzertyps beherrschen  Suchkompetenz und die Bewältigung von einfachen Textverarbeitungsaufgaben. Nachholbedarf besteht bei komplexen Fähigkeiten, gleichwohl verfügen sie über eine gute digitale Infrastruktur.
  • Berufsnutzer – 7 % der Bevölkerung
    Diese Gruppe hat an ihrem Arbeitsplatz eine sehr gute digitale Infrastruktur. Sei verbringen einen Großteil  der Arbeitszeit vor dem Computer. 83 % verbringen mehr als zwei Stunden vor dem Bildschirm. Ihre Aktivitäten beziehen sich auf Anwendungen, die im Berufsleben benötigt werden: E-Mail, Texterarbeitung und Recherchen im Internet.
  • Trendnutzer – 21 % der Bevölkerung
    Mit digitaler Technik ist diese Gruppe gut ausgestattet. Sie verfügt über einen Internetzugang und kennt sich sehr gut in der digitalen Welt aus. Die Nutzungsform ist durch eine große Vielfalt gekennzeichnet. Der Trend zur mobilen Internetnutzung ist mit 63 % stark ausgeprägt.
  • Digitale Profis – 12 % der Bevölkerung
    Im Berufsumfeld verfügen sie nicht nur über die beste IT-Infrastruktur, sondern auch über eine hohe digitale Kompetenz sowie außerordentliches hohes digitales Wissen. 65 %  von ihnen nutzen mobiles Internet.
  • Digitale Avantgarde – 5 % der Bevölkerung
    Der Großteil des Tagesablaufs dieser Gruppe wird vom Internet und dem Computer bestimmt. Dieser Nutzertyp verbringt rund acht Stunden vor dem Computer und ist neun Stunden im Internet. Er ist aufgeschlossen gegenüber jeder Informations- und  Kommunikationsneuerung. Der Anteil der mobilen Internetnutzung beträgt wie bei den digitalen Profis 65 %.

Quelle: http://digitale-gesellschaft.info/

Segementierung der Gesellschaft

„Die aktuelle Ausgabe der Studie zur digitalen Gesellschaft zeigt: Noch immer ist der souveräne Umgang mit den digitalen Medien nicht für jeden eine Selbstverständlichkeit. Dabei gilt gerade die Internetkompetenz inzwischen als eine Schlüsselkompetenz, um gleichberechtigt am wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben in Deutschland teilzunehmen.“
Hans-Joachim Otto, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.

„Die Kluft zwischen der Gruppe der Digital Souveränen und der Digitalen Außenseiter ist nach wie vor signifikant. Dennoch scheint an einigen Stellen Bewegung in die Sache zu kommen. Die anwachsende Zahl der souveränen Internetnutzer geht augenscheinlich mit der steigenden Nutzung mobiler Endgeräte einher.“
Dr. Ulrich Hermann, Geschäftsführer Wolters Kluwer Deutschland GmbH, Mitglied des Gesamtvorstandes der Initiative D21.

Quelle: http://www.initiatived21.de/portfolio/digitale-gesellschaft


Generationen im Netz

Generationenkonflikt: Digital Natives vs. Digital Immigrants
Bezug zum Manuskript/Audio: S. 8 / 18:32, 18:57

Quelle: http://www.youtube.com/watch?v=Oyn2lm8aj0U (Video, 10:03 min.)

Digitale Natives
Nach den Thesen des US-Amerikaners Marc Prensky, eines an der Harvard University in Wirtschaft und der Yale University in Pädagogik graduierter Kommentators moderner Medienentwicklungen, ist das heutige Ausbildungssystem mit der ersten Generation konfrontiert, die neue Medien wie das Internet von Kindheit an nutzen. Durch ihre bereits frühe Sozialisation durch diese Medien verarbeiten sie seiner Meinung nach Information anders als die Studierenden früherer Generationen. Für sie ist der Umgang mit den neuen Formen der Kommunikation alltäglich.

Quelle: http://dimity.edublogs.org/2010/03/09/digital-natives-debate/

Diejenigen, die früh neue Kommunikationstechnologien kennen gelernt haben bezeichnet er als „digital natives“, die anderen bezeichnet er als und „digital immigrants“. Während die einen die neuen Technologien und ihre Nutzungsmöglichkeiten und Ausdrucksformen als „Muttersprache“ verinnerlichten, bleibt den anderen ein lebenslanger „Akzent“ im Umgang damit, wie eben einem „Immigranten“ in einer ihm fremden, digitalen Welt. Das Denken der Jungen, der „digital natives“, ist anders, nicht besser und nicht schlechter. Sie denken nach Ansicht Prenskys vernetzter, d.h. interdisziplinärer, interaktiver, verspielter, sprunghafter, weniger systematisch, aber dafür vielfach kreativer.

Auch nach Auffassung von Palfrey/Grasser hat sich insbesondere die Generation der unter 30jährigen von einer überwiegend über klassische Medien kommunizierenden Gesellschaft in eine immer digitalere, 24-Stunden-vernetzte Online-Community gewandelt. Sie beziehen sich auch auf  auf den von Prensky geprägten Begriff der Digital Natives als „[…] Menschen […], die nach 1980 direkt in das digitale Zeitalter hineingeboren wurden, als Technologien wie Usenet und Bulletin-Board-Systeme online gingen. Sie sind durchweg vernetzt und mit den neuen digitalen Medien und Möglichkeiten bestens vertraut.“

Im Gegensatz zu den Älteren zeigt die junge Generation einen leichteren und nahezu vorbehaltslosen Umgang mit moderner Kommunikations- und Informationstechnologie. Damit tut sich eine digitale Kluft zwischen Digital Natives und den älteren Generationen auf; zwischen Unternehmen und ihren jungen Zielgruppen; zwischen älteren und jüngeren Mitarbeitern.

Weitere Quellen:

http://www.ieb.net/newsletter/46/dl/digital-natives_artikel.pdf

http://news.zeix.com/2011/01/19/der-generationentest-digital-natives-versus-digital-immigrants/

So tickt die Generation Internet

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 8 / 19:24

Nicht alles, aber einige wichtige Veränderungen sollten Erwachsene kennen.

  • Generationenwechsel: Jugendliche nutzen das Internet ganz anders als Erwachsene. Sie posten oft Informationen, die Erwachsene nicht ins Internet stellen würden.
  • Es braucht keine Fachkenntnisse mehr: Es ist keine Ausgangsqualifikation (Ausbildung) nötig, um im Internet kommunizieren zu können. Jeder kann mitmachen und die meisten Jugendlichen tun das auch. Zudem surfen sie nicht nur mit dem PC im Internet, sondern auch mit dem Handy/Smartphone.
  • Wahrheit ist relativ: Das Internet kennt keine Zensur. Jeder kann Informationen ins Netz stellen, wie es ihm gefällt. Deshalb gilt: Inhalte kritisch würdigen und hinterfragen. Was ist wahr, was nicht? Was glaube ich, was nicht?
  • Privatheit neu erfinden: Unter Jugendlichen herrscht heute ein digitaler Exhibitionismus. Deshalb ist es wichtig, dass Eltern mit ihren Kindern die Fragen diskutieren: Was von mir ist öffentlich, was privat?
  • Das Internet vergisst nie: Was einmal online war, kann man kaum mehr löschen. Es gilt also, gut zu überlegen: Was stelle ich online und was nicht? Von Anfang an.
  • Der Freundschaftsbegriff hat sich verändert: Als Freunde bezeichnen Jugendliche sowohl virtuelle Bekanntschaften wie auch reale Bezugspersonen. Sie verwenden also für unterschiedliche Qualitäten denselben Begriff.

Quellen:

Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Digital_Native

Johann Günter: Digital Natives & Digital Immigrants, Köln, 2007.

John Palfrey: Urs Gasser: Generation Internet. Die Digital Natives: Wie sie leben – Was sie denken – Wie sie arbeiten. München 2008

Marc Prensky (2001): Digital Natives Digital Immigrants. In: http://www.marcprensky.com/writing/prensky%20-%20digital%20natives,%20digital%20immigrants%20-%20part1.pdf

 


Leben im Netz

Falle Informationsüberflutung?!

Die digital natives seien zwar früh daran gewöhnt, täglich einen Berg von E-Mails, Blogs und Forumsbeiträgen zu lesen – doch junge Menschen, die sich gerade in der Welt zurechtfinden müssen, stoßen damit häufig an ihre Grenzen. Aufgabe der Pädagogik sei es, Handlungsmuster zu entwickeln, um die Jugendlichen auf diese Informationsexplosionen vorzubereiten. Die autonome Entscheidungsfähigkeit werde im Internet stärker gefordert als je zuvor.
Quelle: http://www.zeit.de/online/2009/09/generation-internet

 

„Ich lebe online“ – Erfahrungsberichte

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 4 / 07:40

Exzerpt aus dem Buch: Julia Schramm: Klick mich: Bekenntnisse einer Internet-Exhibitionistin. München 2012.

»Mein Name ist Julia und ich lebe im Internet. Ich bin da ziemlich glücklich, habe Freunde, die ich nur digital kenne und abschalten kann, wann ich will. Ich kann im Internet alles sein: Mafiaboss, Barbie, Hitler, Hotelbesitzer und ein kleines grünes Krokodil. Am Computer bin ich Gott. Und dabei fühle ich mich großartig – großartig böse, kalt und berechnend. Bereits in jungen Jahren, mit 13 oder 14, war ich mir über die schier endlosen Möglichkeiten der Identitätskonstruktion bewusst. Das Internet war der Ort, wo ich alles zum ersten Mal erlebte: Liebe, Sex und Verrat. Aufklärung, Freiheit und Politik. Dort rede, lache, weine und denke ich. Denn ich bin ein Kind des digitalen Zeitalters, ich bin die, die aus dem Internet kommt. Und das ist meine Geschichte.«

 „Ich schlafe, esse, gehe zur Arbeit und privat gehe ich vorzugsweise ins Internet. Nein, mein Hauptproblem ist nicht, keine Freundin zu haben. Das ist nur ein Nebeneffekt. Eine logische Komponente meiner Lebensführung. Würde mir eine Freundin „beigestellt“, dann wäre es so, als nähme man eine Schmerztablette, weil das Bein gebrochen ist. Symptombekämpfung eben. Mit meinem Privatleben im Internet umgehe ich meine immer noch vorhandenen Vorbehalte gegen das Reallife. Es gibt „Safer Sex“ und „Safer Life“. Und letzteres ist das Online-Leben. […]

Quelle: http://www.amazon.de/Klick-mich-Bekenntnisse-einer-Internet-Exhibitionistin/dp/3813504948
http://ab-wiki.acc.de/wiki/index.php/Flucht_aus_dem_Internet_oder:_Ich_lebe_online

„Ich lebe fast zur hälfte in einer internetwelt, ist das Schlimm?“ ich bin 20, humorvoll und gutaussehnder typ und gehe oft raus mit meinen kollegen oder treffe mich ab und zu mit frauen. aber ich habe während 5 jahren eine eigene Welt sozusagen erschaffen. Und das mit Internet. Ich ziehe mich täglich paar stunden in diese Welt zurück, indem ich mit kolleginnen schreibe, meistens halt Flirten, aber gibt auch tage an denen ich einfach normale „Gespräche* führe. Ich verbringe täglich ca, 4-6 vor dem Laptop. Ausser an Wochenenden. Also irgendwie habe ich ein Gleichgewicht zwischen der realen Welt und der Internetwelt. Ich sehe das irgendwie als Problem, bin mir nicht sicher ob das etwas schlimmes ist, das ich so eine „Welt* in meinem Leben habe. Es hört sich komisch an, wenn jemanden solch eine Frage stellt, aber ich kann es selber nicht wirklich beurteilen. (Bitte, es ist ernst gemeint und keine Fun Frage)“.

Quelle. http://www.gutefrage.net/frage/ich-lebe-fast-zur-haelfte-in-einer-internetwelt-ist-das-schlimm
 

„Selbst im Schlaf ist Scott Kearnan mit dem Internet verbunden. Er hat nur die PC-Lautstärke heruntergedreht, damit er nicht von jeder neuen Instant-Message aufwacht. „Das ist für mich so etwas wie ein Telefon. Auch wenn ich es gerade nicht brauche, kann es jederzeit klingeln“, sagt der 22jährige Angestellte einer Werbefirma aus Mendon in Massachusetts. „Wenn ich kein Internet habe, fühle ich mich abgeschnitten.“

Quelle: www.spiegel.de/netzwelt/web/generationenwechsel-ich-lebe-online-a-331331.html

„Eitelkeit oder Isolation, Abstinenz oder Zwang
… wir fragten Jugendliche, ob und wie die Technik sie beherrscht. Die Antworten sind differenziert. Welche Rolle spielt das Internet in deinem Alltag?

Lena, 17:
Eine große Rolle, allein schon wegen der Verständigung untereinander. Ich schreibe mit meinem Handy SMS und telefoniere, aber viele meiner Freunde antworten nicht per SMS, weil die kostenpflichtig sind. Also kommunizieren wir viel über Facebook. Ich habe auch immer noch einen Account bei Schüler VZ, aber da gucke ich gar nicht mehr rein. Keiner ist da mehr drin. E-Mails schreibe ich eher, wenn es was zu organisieren gibt: Wer von meinen Freundinnen wann reitet oder die Pferde auf die Wiese stellt. Auch die Lehrer schicken uns viele Aufgaben per Mail. Die posten wiederum nichts auf Facebook; bei uns in Köln nehmen die meisten Lehrer Schüler gar nicht erst als Freunde an.“

Quelle: http://www.sueddeutsche.de/digital/leben-im-netz-was-jugendliche-vom-internet-halten-1.1438796

Die Internet Story Leben im Netz  

Quelle: http://www.youtube.com/watch?v=vKd99Ava97g (Video, 40:50 min.)


Medienkompetenz

Medienkompetenz

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 2, S. 8, S. 10 / 01:23, 01:44, 19:17, 25:12

Laut (N)ONLINER Atlas sind inzwischen 74,7 Prozent der deutschen Bevölkerung Internetnutzer. Es ist ein erster Schritt in Richtung der digitalen Gesellschaft, doch durch den bloßen Zugang ist der einzelne Nutzer noch lange nicht souverän, kompetent und selbstbestimmt im Umgang mit den digitalen Medien.

Unter Medienkompetenz versteht man nicht nur das Erlernen und daraus resultierende Beherrschen von (technischen), gestalterischen und handlungsorientierten Fähigkeiten, die notwendig sind, um ein Medium zu nutzen und zu bedienen. Ein  sehr wichtiger und zentraler Aspekt der Medienkompetenz ist der kompetente und kritische Umgang mit Medien. Hierbei geht es einerseits darum, die Mechanismen der Medienproduktion und die damit verbundenen Interessen zu erkennen, als auch die Fähigkeit, kritisch mit den Inhalten der Medien umzugehen. Dies bedeutet u.a., Sachverhalte in Nachrichten nicht automatisch zu akzeptieren, sondern sich eigene Gedanken über weitere Aspekte und Standpunkte zu machen und diese auch zu recherchieren, um zu einem eigenen, unabhängigeren Meinungsbild zu gelangen.

Quelle: Ingrid Bounin hat in mediaculture online zentrale Positionen der Medienkompetenzdebatte zusammengefasst.

Weitere Definitionen von Medienkompetenz

http://lexikon.stangl.eu/559/medienkompetenz/

http://www.denquer.de/social-media-deutschland/medienkompetenz/medienkompetenz-begriffsklrung/

http://www.bildungsxperten.net/wissen/was-ist-medienkompetenz/

Sachstandsbericht des Wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestags

http://www.bundestag.de/internetenquete/dokumentation/Medienkompetenz/Sachstand_Medienkompetenz_bei_Sch__lern__Lehrern__Journalisten_und_Mulitplikatoren.pdf


 

Freiheit im Netz

Freiheit im Internet

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 5-7 / 09:13, 10:47, 11:00, 12:10, 14:22, 15:38

Jeder definiert „Freiheit im Internet“ anders. Zum einen werden in manchen Ländern obszöne/pornografische Seiten verboten, zum anderen werden diese Internetseiten in anderen Ländern geduldet bzw. gegen Bezahlung angeboten.

Des Weiteren haben die unterschiedlichen Regierungen Einfluss darauf, inwieweit man die „Internetfreiheit“ nutzen kann. Sobald eine Regierung zu der Auffassung kommt, dass spezielle Meinungsäußerungen gegen die herrschenden Gesetze verstoßen, so wird bzw. kann dies durchgesetzt werden und somit ein Verbot erteilt werden.

Quelle: http://blogs.usembassy.gov/amerikadienst/2010/06/01/freiheit-im-internet-was-ist-das-eigentlich-von-derek-bambauer/

Auf der einen Seite öffnet das Internet (theoretisch) jedem Menschen die Möglichkeit, das Internet zu nutzen, um seine Meinung kund zu tun. Gleichzeitig wird das Internet auch dazu genutzt, Menschen zu überwachen.  Zensur, Beschränkung der Redefreiheit und Überwachung  gibt es auch im Internet.

Quelle: http://blogs.usembassy.gov/amerikadienst/2012/10/18/internet/

Inhalte im Internet werden immer häufiger gefiltert und gesperrt. Es kommt zu einem Verlust von Freiheiten. Informationsmonopole führen zu einer Einschränkung des Netzes. Nationale Sicherheiten und der Kampf gegen Terrorismus werden als Vorwand missbraucht.

Quelle: http://www.heise.de/newsticker/meldung/UN-streiten-ueber-Freiheit-im-Internet-1445712.html

Das Internet ist gar nicht so frei, wie es den Anschein hat. Nach Auffassung von Christian Stöcker hat es sogar totalitäres Potenzial, da es ideal geeignet zur Durchsetzung von Gesetzen ist. Er zeigt mit Beispielen, wie sich digitale Regelsetzung schon heute im Leben vieler Internetnutzer bemerkbar macht.

Quelle: http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/freiheitsdebatte-das-internet-ist-totalitaer-a-828270.html

Netzneutralität

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 6 / 11:33, 11:53

Die Debatte um Netzneutralität macht deutlich, dass auch die zur Verfügung gestellten bzw. nicht zur Verfügung gestellten technischen Ausgangsbedingungen die Freiheit im Internet beschränken kann.

Nur wenn alle Daten, seien es E-mails, Websites oder Musikdateien, gleich behandeln werden und kein Dienst bevorzugt oder benachteiligt wird, besteht Netzneutralität. Für die Gleichberechtigung aller Datenpakete ist Netzneutralität eine Voraussetzung.

Quelle: http://pro-netzneutralitaet.de/infos

 

Unabhängigkeitserklärung des Cyberspace

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 5 / 9:17

1996 veröffentlichte der Cyberpionier Barlow seinen Aufruf für eine „neue Heimat des Geistes“.

Quelle: http://www.heise.de/tp/artikel/1/1028/1.html

 

Selbstverschuldete Unmündigkeit

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 10 / 25:03

„Wo finden wir im digitalen Zeitalter den Ausgang des Users aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit?“

Der Schlusssatz der Autoren verweist auf die Definition des Begriffes „Aufklärung“ von Immanuel Kant (1724-1804).

„Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines andern zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht aus Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines andern zu bedienen. ‚Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!‘ ist also der Wahlspruch der Aufklärung.“

Immanuel Kant: Was ist Aufklärung. In: der Berlinischen Monatszeitschrift, dem führenden Organ der deutschen Aufklärung. Zitiert in: http://www.dhg-westmark.de/immakant3.html

Quelle: http://www.heise.de/tp/artikel/1/1028/1.html


 

Interviewte Personen

Dirk Baecker

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 2, S. 4, S. 5, S. 15 / 0:35, 01:02, 03:55, 05:01, 25:54

ist seit 2000 Professor für Soziologie an der Universität Witten/Herdecke.
Seine Promotion (1986) und Habilitation (1992) legte er im Fach Soziologie an der Universität Bielefeld ab.
Quelle: http://www.gesellschaftsberatung.info/home/profil-dbaecker.html

 

John Barlow

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 5 / 9:17

ist ein US-amerikanischer Ex-Viehzüchter und ehemaliger Songschreiber der Rockband Geratful Dead.  Am Rednerpult des Weltwirtschaftsforums in Davos verkündete er am 08. Februar 1996 die Unabhängigkeitserklärung des Cyberspace. Er gilt als Anhänger des Technoliberalismus

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/John_Perry_Barlow

 

Markus Beckedahl

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 2, S. 12, S. 15 / 0:46, 18:50, 25:12

betreibt seit 2002 das Blog netzpolitik.org mit dem Themenschwerpunkt Politik in der digitalen Gesellschaft. Der Blog zählt zu den reichweitenstärksten im deutschsprachigen Raum und wurde mehrfach ausgezeichnet. 2003 hat er zusammen mit Andreas Gebhard die newthinking communications GmbH gegründet, eine Agentur für Open Source Strategien mit Sitz in Berlin.

Quelle: http://beckedahl.org/about/

 

Norbert Bolz

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 2, S. 3, S. 6, S. 6, S. 8, S. 9, S. 11, S. 12 / 0:31, 02:16, 06:25, 08:18, 10:56, 13:03, 17:43, 19:22

war von 1992 bis 2002 Professor für Kommunikationstheorie am Institut für Kunst- und Designwissenschaften der Universität-Gesamthochschule Essen mit den Arbeitsschwerpunkten Medientheorie, Kommunikationstheorie und Designwissenschaft. Seit 2002 ist Bolz Professor an der Technischen Universität Berlin, Institut für Sprache und Kommunikation, Fachgebiet Medienwissenschaft/Medienberatung. Norbert Bolz entwickelte eine grundlegende Medientheorie die „Theorie der neuen Medien“, die auf Nietzsche, Benjamin und Mc Luhan basiert.

Quelle: http://www.medienwissenschaft.tu-berlin.de/menue/personal/prof_dr_norbert_bolz/

 

Constanze Kurz

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 2, S. 6, S. 14, S. 15 / 01:18, 07:58, 22:44, 25:28

ist Informatikerin und arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Humboldt-Universität zu Berlin am Lehrstuhl „Informatik in Bildung und Gesellschaft“. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Überwachungstechnologien, wie die Vorratsdatenspeicherung, Ethik in der Informatik sowie Wahlcomputer. Sie ist Sprecherin des Chaos Computer Clubs und technische Sachverständige der Enquête-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“ des Deutschen Bundestags.

Quelle: http://www.fischerverlage.de/autor/constanze_kurz/20824

 

Claus Leggewie

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 11, S. 12, S. 13 / 16:26, 19:55, 20:08

ist Professor für Politikwissenschaft und Direktor des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen. Leggewie ist seit Dezember 2008 Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU). Er hatte Gastprofessuren in Paris-Nanterre und New York inne, war Fellow am Institut für die Wissenschaften vom Menschen in Wien und am Wissenschaftskolleg zu Berlin. Leggewie ist Ehrendoktor der Theologischen Fakultät der Universität Rostock und Träger des Universitätspreises der Universität Duisburg-Essen.

Quelle: http://www.koerber-stiftung.de/edition-koerber-stiftung/autoren/details/autor/claus-leggewie.html

 

Ole Reißmann

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 8 / 11:44

geboren 1983 in Bad Oldesloe, arbeitet als Redakteur bei SPIEGEL ONLINE im Ressort Netzwelt. Seine Schwerpunkte sind die Entwicklung des Internets und die Zukunft der Medien. Er hat Politikwissenschaft an der Universität Bremen studiert, für ein Netzwerk in Berlin gearbeitet und an der Hamburg Media School den Masterstudiengang Journalismus besucht. Dabei war er Stipendiat der Studienstiftung der Süddeutschen Zeitung, Praktikant bei großen Print- und Onlinemedien, Redakteur des Schweizer Medienblogs medienlese.com und später Volontär bei SPIEGEL ONLINE. Im Frühjahr 2012 erschien sein Buch „We are Anonymous“, die Geschichte einer neuen Bewegung, gemeinsam geschrieben mit seinen Kollegen Christian Stöcker und Konrad Lischka.

Quelle: http://olereissmann.de/vita/3rdperson/

 

Frank Schirrmacher

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 3, S. 9, S. 13, S. 14,S. 15 / 02:50, 14:40, 21:49, 22:19, 24:11

ist ein deutscher Journalist, Essayist, Buchautor und seit 1994 Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Sein  Buch Payback. Warum wir im Informationszeitalter gezwungen sind zu tun, was wir nicht tun wollen, und wie wir die Kontrolle über unser Denken zurückgewinnen, erschien im November 2009 und beschäftigt sich mit dem  Einfluss moderner Informationsmedien auf den Menschen.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Frank_Schirrmacher

 

27 Antworten auf Zusatzmaterial zum Thema 01

  1. Pingback: Ideen, Fragen und Anregungen zur ersten Sendung: Leben im Netz – Das Internet als neues Leitmedium? | Funkkolleg 2012/2013

  2. Alfred Fuhr sagt:

    Sehr schön, dass Interviewpartner aus theorie und Praxis zu Wort kommen, allerdings wird hier wieder die Defizitorientierung und der deutsche Mainstream von Massenmedienbashing und Ignoranz der amerikanischen Medienwissenschaften deutlich. Ich würde mich freuen, wenn im Zusatzmaterial auf die Arbeiten von Harald Wenzel hingewiesen werden kann, der die Arbeiten von Luhmann, Adorno+Horkheiemr, Habermas Foucauld und CO auch nennt, aber eben auch deren Defizite in der Empirischen Forschung benennt, die sie gegenüber den Arbeiten von Parsons, Lazarsfeld und Harold Lasswell und Garfinkel haben, die in der Mainstream Medienforschung aber meist „vergessen“ oder offen ignoriert werden. Der skandal, dass es weder eine ausgearbeitete Soziologie der Zeitungen – geschweige denn der massenmedien Rundfunk und Fernsehen gibt, die ohne massenmedienbashing auskommt, oder die Möglichkeit der Integration der Gesellschaft durch Massenmedien in erwägung zieht, er setzt sich sonst immer weiter fort. Das Problem der selbst hergestellen Öffentlichkeiten in der Demokratie, es fehlt völlig und ich prangere das als Rechercheversäumnis der Redaktion des Funkkollegs Medien an.

    • Lieber Herr Fuhr,

      danke für Ihren Beitrag. Die Idee dieses Kurses ist auch, dass Teilnehmenden Material und Literaturhinweise ergänzen können, die wir gerne in die Liste mit aufnehmen. Die Idee in einem offenen online Kurs unseres Zuschnitts ist ja gerade, dass wir gemeinsam mit den Beteiligten Wissen generieren. Daher freuen wir uns über Ihre Hinweise und Ergänzungen!

      Beziehen Sie sich auf:
      – Die Abenteuer der Kommunikation. Echtzeitmassenmedien und der Handlungsraum der Hochmoderne, Weilerswist: Velbrück Wissenschaft 2001,
      – Die Amerikanisierung des Medienalltags, Frankfurt/Main, New York: Campus 1998,
      – Profession und Organisation. Dimensionen der Wissensgesellschaft bei Talcott Parsons“, in: Klatetzki, Thomas; Tacke, Veronika (Hg.), Organisation und Profession, Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2005, S.43-71?

      Danke, Claudia Bremer

  3. Pingback: #fkmedien: Was ist das Internet für Dich? | Lernspielwiese

  4. Renate Hillingshäuser sagt:

    Herr Fuhr meinte vermutlich Harald Welzer nicht Wenzel.
    das Projekt und Buch von Welzer heißt: Futur Zwei und ist durchaus aufnehmenswert!
    Renate Zint

  5. Alfred Fuhr sagt:

    Hallo Frau Hillinghäuser, ich meine nicht Harald Welzer, sondern wirklich die Arbeiten von Prof. Dr. Harald Wenzel, Die Abenteuer der Kommunikation( 2001)ein Buch, das im Velbrück Verlag erschienen ist und dass sich mit den Handlungsräumen der Echtzeitmasenmedien der Hochmoderne beschäftigt und die Chancen zur Integration der Gesellschaft durch Massenmedien beschäftigt. Vor allem die auch in den neuen Öffentlichkeiten und Internet Netzwerken entstehende parasoziale Kommunikationsbeziehung wird dort beschrieben, von der z.B.Radio und Fernsehen leben. Näheres finden Sie hier: http://www.dasfuhrwerk.net/die-abenteuer-der-kommunikation/

  6. Renate Hillingshäuser sagt:

    Hallo Herr Fuhr, danke für die Berichtigung! Ich hatte sehr flüchtig gelesen und freue mich dass ich so Ihr Fuhrwerk kennengelernt habe.
    die „Abenteuer der Kommunikation“ sind für mich (Jahrgang 34) allerdings eher negativ. mal sehn ob das Funkkolleg daran etwas ändert. Dies ist mein erster Versuch einer „öffentlichen“ Beteiligung.

  7. Eckart sagt:

    STEVE Weeler Folien
    etwas hilfe bei der deutschen Übersetung hätte ich mir gewünscht

    • Hier die wichtigsten Begriffe:

      Accessibility – Zugänglichkeit
      Attenuation – Verlust, Minderung, Abschwächung
      Accountability – Verantwortlichkeit
      Amplification – Verstärkung
      Authenticity -Authenizität
      Accuracy – Genauigkeit

      … da es sich optionales Zusatzmaterial handelt, werden wir nicht alles übersetzen… wir klären in der Redaltion des Online Kurses mal, ob wir generell nur deutschsprachige Materialien bereitstellen oder für die, die wollen, auch englischsprachge Quellen. Auf jeden Fall danke für den Hinweis!

  8. Eckart sagt:

    Es wird verschiedentlich der Bezug zum Manuskript S.X vorgestellt .
    Mir liegt kein Manuskript vor, wo ich den Zusammenhang sehen könnte.

  9. Throsten sagt:

    Was verändert denn ein einzelner Mensch die Welt, wenn er im Internet ist? Und wie verändert Google ihn? Er kann sich doch reinziehen, was er will, als ob ihn da der Besuch im Internet ZWANGSLÄUFIG beeinflusst oder gar manipuliert? Bei welcher Menschenseele stand denn schon mal die Steuerfahndung wegen des Internets vor der Tür? Ich kenne keinen! Welche Information sollte ein Steuerfahnder in Facebook gewinnen, die ihm helfen und die rechtlich verwertbar sind?

    • Robert Aust sagt:

      @Throsten: Zu Google und „reinziehen was er will“ ein Gedanke: Kann man/er dass wirklich, oder kommt hier nicht das Problem zum tragen, dass Google (und andere Suchmaschinen/Contentanbieter) meinen, was wir sehen/hören/suchen wollen?
      Und zur Steuerfahndung: Ja, kenne ich, im Kontext von Urheberrechtsverletzung. Ohne Folgen, aber ja.

  10. Eckart sagt:

    Liebe Frau Bremer,
    vielen dank für die schnellen Antworten.
    Keiner will hier auf Englisch verzichten, im Gegenteil ich will ja durch das Funkkolleg auch da was lernen, aber da sind Fach-Begriffe im entstehen, die netterweise erklärt werden könnten.
    auch „gene und meme“…usw

    • Robert Aust sagt:

      Wieso nicht ein wiki, wo wir konstruktiv, komulativ dran arbeiten können? Könnten wir auch separat anlegen und dann auf die Seite verlinken. Aber sonst: Leo-Onlinewörterbuch, iTranslate oder Google-Übersetzer bemühen. Ist zwar umständlicher, aber eine gute Lösung.

      • Gute Anregung! Setzen wir gerne um. Vielleicht zum Hintergrund: Wir wollten nicht von Anfang an mit einer zu grossen Medienvielfalt starten, das „entzerrt“ die Teilnehmenden und man hat noch weniger „einen“ Ort, wo man sich trifft. Dann entsteht nirgens am Anfang eine kritische Masse, wo man sich mal findet. Daher ist es besser, wenn man erst mal gemeinsam beginnt an einem Ort. Wie eine Tagung, die sich in einem Raum trifft, sich danach aber auf verschiedene Räume aufteilen kann. D.h. mit der Zeit können sich weitere Lernorte entwickeln (im Sinne von Medienangeboten) wie z.B. auch Etherpads usw…. . Das war auch in den beiden letzten Open Online Kurses so (OPCO11 und OPCO12). … und wir haben ja 23 Wochen vor uns, da darf sich das auch nach und nach entwickeln….

  11. Eckart sagt:

    Generationenkonflikt: Digital Natives vs. Digital Immigrants
    Bezug zum Manuskript, Seite 8 ???

    • Lieber Herr/Frau Eckart,

      danke für Ihre aktive Beteiligung. Ich habe eine Rückfrage: Haben Sie mit diesem Kommentar eine Frage zum Generationenkonflikt und zu den Begriffen „Digital Natives vs. Digital Immigrants“ oder ist es ein Hinweis auf die Verweise auf die Manuskriptseiten, die wir inzwischen rausgenommen haben?

      Falls Sie zu ersterem Fragen haben: Digital Natives sind Personen, die in die digitale Welt hineingeboren sind, Digital Immigrants Personen, die im Laufe Ihres Lebens hineingewachsen sind, also ist es vorangig eine Frage des Alters, aber auch des Zugangs zu Medien z.B. je nach Sozialer Herkunft. In der Vergangenheit hatten manche soziale Gruppen z.B. in den Schulen eine bessere Ausstatung vorgefunden als andere. Dies wird auch als „Digitale Divide“ behandelt, darunter fallen aber auch Unterschiede aufgrund von Alter, Einkommen, Medienkompetenz.

      Es hilft uns, wenn Sie Ihre Frage möglichst konkret formulieren, da mir hier nicht genau klar ist, wie ich Ihnen am besten antworten kann.

      Danke, Claudia Bremer

      • Robert Aust sagt:

        Mich irritiert generell noch die Verwendung des Begriffes „digital natives“. Aber wahrscheinlich ist der nunmal zu präsent in den Medien als dass man ihn abschaffen könnte. Verwiesen sei hier auf die Arbeiten von Bennett, Sue, Maton, Karl & Kervin, Lisa (2008). The „digital natives“ debate. A critical review of the evidence. British Journal of Education Technology. 39, 5. S. 775-786. und Schulmeister, Rolf (2009). Gibt es eine „Net Generation“?. Universität Hamburg. In diesen geht meiner Meinung nach klar hervor, dass die Verwendung des Begriffes zu kritisieren ist und somit eigentlich obsolet ist.

      • Eckart sagt:

        Liebe Frau Bremer

        Mein Hinweis soll Ihnen zeigen dass ich Ihre Veröffentlichungen aufmerksam lese, und das Ihr Team leider immernoch und so auch beim folgenden Zitat aus der Veröffentlichung Bezüge zum für uns als Leser nicht einsehbaren Manuskript herstellt.

        „Unabhängigkeitserklärung des Cyberspace
        Bezug Manuskript, Seite 5“

        Was die Übersetzungshilfen von „Leo“ angeht habe ich bei den Spezialbegriffen keine gute Erfahrung gemacht. Wie gesagt da sind Begrifflichkeiten in der Neuentstehung, die dem der sich gelegentlich mit der Materie beschäftigt, nicht geläufig sind… so z.B auch Etherpads ( bitte jetzt keine Erklärung:Wikipedia kann ich selber lesen – habe aber keine Lust andauernd woanders nachzuschlagen.)

        • Danke für Ihren Kommentar. Wir haben die Verweise an den meisten Stellen rausgenommen, vielleicht ist uns der eine oder andere dabei druchgerutscht. Entschuldigung. Die Verweise sind einfach nur Hinweise an die Multiplikatoren, das sind Personen, die sich als Multiplikator angemeldet haben, da sie das Sendemanuskript vor der Sendung erhalten wollen, um z.B. ihren Schulunterricht oder eine Fortbildung auf die Sendung hin abstimmen zu können. Vielleicht überlesen Sie einfach die Manuskriptverweise, da es vom HR aus auch wünschenswert ist, diese für die Multiplikatoren im Material stehen zu lassen, die anderen können sie ja einfach ignorieren. Wir überlegen nochmals, wie wir damit umgehen, ob es eine extra Liste der Zusatzmaterialien nur für die Multimpliaktoren gibt ode ob wir die Verweise doch drin lassen und einfach hoffen, dass es denen, die sie nicht brauchen, gelingt, sich nicht davon zu sehr stören zu lassen?

  12. Robert Aust sagt:

    Generell: Wäre es möglich, dass Layout des Blogs zu ändern damit mehr Schreib und somit Textfläche zur Verfügung steht? Ich muss ewig scrollen um an die letzten Kommentare kommen. Oder liegt das an meinem Browser (firefox). Danke

  13. Pingback: Funk-Kolleg Wirklichkeit 2.0 « GI Tel Aviv

  14. Siegfried Werner sagt:

    Chaos oder Zufall?
    Heute vormittags, Do., 08.11.12 Marktplatz bei dradio.de DLF gehört, wo die zunehmende Kommerzialisierung des Internet die noch Nonliner nicht erreicht. Hinweis auf Offene Software erfolgt, keine Kenntnis oder gezielt werden nicht erwähnt die Freifunker in Berlin, die anderen Iniativen Offener Zugänge zum Internet wie OpenNet-Iniative, die ich hier in Rostock habe.
    Diese kostengünstigen Zugänge sind es wert, auch im Funkkolleg genannt zu werden!

  15. Pingback: Bin ich ein “Digital Native”? | Testphase 1.0

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