Zusatzmaterial zum Thema 11

Macht des Mobs? Organisationspotentiale des Internets

Hier finden Sie Zusatzmaterialien zur 11. Sendung.

Die Zusatzmaterialien sind:

1. Für interessierte Hörerinnen und Hörer als vertiefende Informationen zu den Themen der einzelnen Sendungen.

2. Für Multiplikatoren/Lehrkräfte. Sie finden bei jedem Zusatzmaterial einen Bezug zum Manuskript und der Zeitmarkierung (01:20 gelesen: Start der Sequenz bei 1 Minute 20 Sekunden), damit Sie direkt zum Thema im Beitrag gelangen können. Die Zugangsdaten für die Sendemanuskripte werden den Multiplikatoren per Mail mitgeteilt.

Die Materialien wurden zusammengetragen vom Seminar, Prof. Dr. Franz Josef Röll, Hochschule Darmstadt, Fachbereich Gesellschaftswissenschaften und soziale Arbeit.

Die Materialien wurden zum Zugriffszeitpunkt 01.02.2013 erstellt.

Hier können Sie alle Zusatzmaterialien zum 11. Thema auch als PDF herunterladen.pdflogo

 

Übersicht

Trolle und Noobs

Shitstorm

Netiquette

Akronyme

Anonymous

Reputation im Netz

Social Branding

Flashmob

In der Sendung erwähnte Webseiten

Glossar

Interviewte Personen


 

Aktuelle Studie von Andrea Jorijic:

Kommunikationsphänomene politischer Massen im Internet: Studie zu Internet-Tsunamis

„Der Ursprung von Internet-Tsunamis sind Ereignisse in der Offline-Welt, die als medialer Inhalt festgehalten und in das Internet übertragen werden. Dieser mediale Inhalt fungiert dann als Auslöser, in dem er Reaktionen evoziert und im Internet Informationskaskaden auslöst. Die daraus entstehenden Meinungsimpulswellen weiten sich auf Mediensysteme aus und können Masseneffekte hervorrufen. Resultat ist die Bildung politischer Massen in der Offline-Sphäre, die Erruptionen in den bestehenden politischen Systemen hervorrufen können.“


 

Trolle und Noobs (Netzkultur, Netzjargon)

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 2, S. 3,S. 4, S. 5, S. 19 / 01:06, 01:25, 01:37, 02:04, 02:48, 02:57, 25:29

Der Begriff „Troll“ bezeichnet Personen, die Kommunikation im Internet, durch Beiträge behindert, die sich auf Provokation andere Gesprächsteilnehmer beschränken und keinen sachbezogenen Beitrag zur Diskussion darstellen.

Verhaltensmuster von Trollen:

1. Trolle agieren absichtlich, wiederholt und schädlich

2. Trolle ignorieren und verletzen die Grundsätze der Community

3. Trolle richten nicht nur inhaltlichen Schaden an, sondern versuchen auch, Konflikte innerhalb der Community zur schüren

4. Trolle sind innerhalb der Community isoliert und versuchen ihre virtuelle Identität zu verbergen

Motivation von Trollen:

1. Langweile, Suche nach Aufmerksamkeit, Rache

2. Spaß und Unterhaltung

3. Wunsch der Community möglichst großen Schaden hinzuzufügen

 

Der Begriff „Noob“ (Andere Schreibweisen: NOOB, n00b, boon) ist eine andere Schreibweise für „Newb“ welches wiederum die Kurzform von „Newbie“ ist (englisch für „Neuling“). „Noob“ wird häufig bei Online Games verwendet und ist eher negativ gemeint im Sinne von „lernunfähig“ bzw. „nicht lernwillig“.

Quellen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Troll

http://www.zeit.de/digital/internet/2012-06/trolle-internet

http://de.wikipedia.org/wiki/Noob

http://de.wiktionary.org/wiki/Noob


 

Shitstorm

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 7, S. 10 / 06:40, 06:50, 11:14

Shitstorm (neudeutsch: Empörungswelle) bezeichnet ein Phänomen bei dem sachliche Kritik, öffentliche Entrüstung aber auch völlig unsachliche Beiträge das Internet zu einem bestimmten Thema „überfluten“. Die Kritik kann eine sich auf eine spezielle Person, ein Profil oder einen Account konzentrieren. Der zentrale Punkt ist jedoch, dass die Beiträge letztendlich das Ziel haben zuzumüllen. Typischerweise umfasst ein Shitstorm Blogbeiträge bzw. -kommentare, Twitternachrichten oder Facebookmeldungen. Aber auch Werbespots sind betroffen. „Wer den Spot hat, hat den Shitstorm“ titelt der Stern am 9.1.2012 und berichtete von der ING-Diba Werbung. die einen Shitstorm ausgelöst hat.

Die ING-Diba setzte auf Dirk Nowitzki. Eigentlich eine sichere „Investion“ wenn es um Werbung geht. In diesem Werbespot steht er in einer Metzgerei aus Würzburger Kindertagen. Natürlich sind alle Kunden ob des berühmten Gastes erstaunt und keiner weiß so recht was er sagen soll. Bis die Metzgersfrau in die Theke greift, Nowitzki eine Scheibe Wurst in die Hand drückt und fragt „Was hamma früher immer g´sagt?“. Und natürlich weiß der 2,13 lange Dirk Nowitzki die Antwort noch „Damit Du groß und stark wirst“. Genau dieser Werbespot trat eine Welle der Empörung los. Die ING Diba Seite wird von Vegetariern agitiert, die ihr Konto kündigen wollen, weil sie als „Nichtfleischesser“ die Werbung „unmöglich“ finden. Die Diskussion eskalierte, Worte wie „Krieg“ fallen und schließlich ruft die Bank die Debattenteilnehmer zur Mäßigung auf.

 

 

Quellen:

http://szenesprachenwiki.de/words/7482/

http://www.stern.de/digital/online/dirk-nowitzki-in-der-werbung-wer-den-spot-hat-hat-den-shitstorm-1771697.html

http://www.die-webseitenverbesserer.de/mutschler-s-ecke/wer-wind-saet-wird-sturm-ernten-beispiele-beruehmter-shitstorms/


 

Netiquette

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 4 / 02:34

Siehe auch Zusatzmaterial Sendung 3 – Ende der Privatheit

Von vielen Teilnehmern als sinnvoll erachtete Verhaltensempfehlungen für die Kommunikation im Internet (Soziale-Netzwerke, Foren, Blogs, Youtube etc.).

 

Quellen:

http://www.business-wissen.de/fileadmin/doc/DruckdateiPDF/Netiquette.pdf

http://de.wikipedia.org/wiki/Netiquette


 

Akronyme

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 3 / 01:46

Akronyme sind eine spezielle Art der Abkürzung aus den Anfangsbuchstaben mehrerer Wörter, somit entstehen neu gebildete Kurzwörter. So bedeutet EDV = elektronische Datenverarbeitung oder PC = Personal Computer (privater Rechner). Zu finden sind Akronyme unteranderem in Chats, Foren oder Emails. Die am häufigsten und gebräuchlichsten Kürzel werden in der nachfolgenden Tabelle aufgezeigt.

 

Akronyme lassen sich in 4 Untergruppen einteilen:

1. Akronyme, die bei der Aussprache endbetont sind:  z.B. WM, EU, ADAC

2. Akronyme, die sich aus zwei oder mehreren Silben zusammensetzen und entsprechend ausgesprochen werden: z.B. NATO, UNO

3. Akronyme beziehungsweise Initialwörter, deren einzelne Buchstaben sich zu einem vollwertigen Wort zusammenfügen: z.B. LAN

4. Akronyme, die sich nicht konkret zuordnen lassen und so aus einer Mischform von Initial- und Silbenbildung entstanden sind: z.B. BaföG, Azubi, BüSo

 

Auf der Webseite von „SMS Zeichen Navigation“ finden sich zahlreiche Akronyme, die im Zeitalter des Internets, der Smartphones usw. verwendet werden:

 

Akronym

Englisch

Deutsch

Rubrik

Typ

-_- Stop bothering me! Stress mich ned! Chat
2f4u Too fast for you Zu schnell für dich Chat
2l8 too late zu spät Chat
<3 Heart Herz Chat Gefühlsausdruck
<g> Grin Grins Chat
@->->—— Rose of love for you Rose der Liebe für dich Chat
Aal Let others work Andere arbeiten lassen Chat
ABF Very best friend Allerbeste(r) Freund(in) Chat
ACK Acknowledge Zustimmung Chat
AEfA Poor man’s Albert Einstein Albert Einstein für Arme Chat
AFAIK As far as I know Soweit ich weiß Chat
AFAIR As Far As I Remember Soweit ich mich erinnern kann Chat
AFK Away from keyboard Nicht an der Tastatur Chat
AIUI As I Understand It Wie ich es verstehe Chat
AKA Also known as Auch/besser bekannt als Chat
ASAP As soon as possible So schnell wie möglich Chat
assp As soon as safety permits Sobald es die Sicherheit zulässt Chat
ATM At the moment Im Moment Chat
AYOR At your own risk Auf eigenes Risiko Chat

 

http://www.smszeichen.ch/sms/bedeutung-der-sms-abkuerzung/die-haeufigsten-abkuerzungen

 

HTH – Hope that helps – Ich hoffe, das hilft (dir) weiter ;-).

 

Quellen:

http://www.duden.de/suchen/dudenonline/Akronym

http://de.wikipedia.org/wiki/Akronym

http://akronyme.junetz.de/#

http://abkuerzungen.woxikon.de/


Anonymous

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 9, S. 17, S. 18 / 09:11, 09:40, 10:25, 21:04, 21:27, 23:23

Unter Anonymous versteht man einen offenen Ad hoc-Aktivismus. Mit einer Spaßbewegung aus dem Imageboard (Internetforum) hatte es angefangen, seit 2008 steht der politische Protest für die Freiheit  im Zentrum der Aktivitäten. Diese Aktionsform wird weltweit von unterschiedlichen Gruppen und Einzelpersonen innerhalb des Netzes benutzt, es gibt keine Abstimmung untereinander. Hinter Anonymous steht kein Verein, keine feste Gruppe von sich auch im sogenannten Real Life verabredenden Individuen, noch nicht einmal ein bestimmtes Anliegen.

Anonymous kämpft für Meinungs- und Pressefreiheit, sie blockieren Websites und attackieren Server. Es gibt auch Schwierigkeiten, Meldungen oder Informationen von Anonymous auf ihre Echtheit zu überprüfen, da sie „unbekannt“ sind. Daher können auch keine Falscherdmeldung verhindert werden.

In der Berichterstattung wird Anonymous meist mit Aktionen gegen Internetzensur und Kriminalisierung von Internetpiraterie verbunden. Während anfangs der Protest im Internet lokalisiert war, finden aktuell die Aktionen auch außerhalb des Internets statt.

Quellen:

http://www.facebook.com/Anonymous.Kollektiv

http://de.wikipedia.org/wiki/Anonymous_%28Kollektiv%29

http://du-bist-anonymous.de/freiheit.html

http://www.spiegel.de/thema/anonymous/

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/piraten-verurteilen-drohung-gegen-medien-a-876859.html

http://digiom.wordpress.com/2010/12/10/wer-oder-was-ist-anonymous/#1


 

Reputation im Netz

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 12 / 15:44

Unter Reputation wurde ursprünglich das Ansehen einer Person verstanden. Laut Bourdieu kann Reputation als soziale Ressource verstanden werden. Heute wird der Begriff auch auf Unternehmen angewandt. Reputation wird hier als immaterielles Vermögen angesehen, welches den Firmenwert beeinflusst.

Die zunehmende Interaktivität des Web 2.0 sorgt dafür, dass Unternehmen ihr Profil nicht nur über gewohnte Kanäle wie Werbung, sondern auch in der Interaktion mit den potentiellen Kunden schärfen können und müssen. Es bietet sich ihnen die Möglichkeit ihr Profil über Webseiten und soziale Netzwerke zu präsentieren. Damit können Sie sich gegenüber potentiellen Käufern positiv darstellen und gegenüber der Konkurrenz abgrenzen.

Die Außendarstellung birgt jedoch auch das Risiko, von einzelnen oder mehreren Personen mit verhältnismäßig wenig Aufwand zur Zielscheibe von Kritik zu werden, so geschehen zum Beispiel  bei Nestlé oder auch Vodafon (vgl. shitstorm). Die beiden Beispiele unterscheiden sich, da die Kampagne gegen den Weltkonzern Nestlé durch ein professionell produziertes Video von Greenpeace ausgelöst wurde, wohingegen es sich bei Vodafone im Ursprung um die Kritik einer einzelnen Kundin handelte. Beide Protestwellen nahmen jedoch den gleichen Verlauf, das sie innerhalb kürzester Zeit über diverse soziale Netzwerke große Aufmerksamkeit, auch in den Medien, erfuhren.

Personen und Unternehmen stehen somit vor der  Herausforderung, die positiven Effekte einer gelungenen Außendarstellung im Internet zu nutzen. Sie können sich dem Kunden als ständiger Ansprechpartner zur Verfügung stellen, jenseits von Hotlines. Auf der anderen Seite muss stets erheblich darauf geachtet werden, keine Angriffsfläche zu bieten, um nicht Opfer von unberechtigten  Attacken zu werden und damit die  Reputation zu gefährden. Die professionell organisierte Kundenkommunikation über das Netz, gepaart mit einer Vermeidung und Ausräumung derartiger Kritikwellen wird als „Online Reputation Management“ bezeichnet.

 

Quellen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Reputation#Definition

http://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article13488539/Wenn-ein-Shitstorm-das-        Konzern-Image-zerstoert.html

http://www.focus.de/digital/internet/facebook/tid-26750/shitstorm-bei-facebook-ein-mitglied-loest-proteststurm-gegen-vodafone-aus-vodafone-ruft-zum-dialog-auf_aid_791717.html

http://www.revolvermaenner.com/blog/item/rufmord-attacken-auf-unternehmen-gibt-es-einen-wirksamen-schutz.html

 


Social Branding

Bezüge zum Manuskript/Audio: S. 12, S. 13 / 14:28; 15:44, 16:57

Eine gute Reputation lässt sich über ein effektives Social Branding erreichen. Unter Social Brand versteht man eine partizipative Markenführung nach innen und außen.

„Darunter ist zunächst jedwede Form der Markenführung zu verstehen, die interaktiv und partizipativ im Social Web erfolgt. Sie entsteht aus dem Dialog, der durch unterschiedlichste Akteure über eine Marke geführt wird. Die Hauptakteure dabei sind Unternehmen, Einzelnutzer und die Social Crowd. Diese können wiederum über verschiedene Social Brands kommunizieren.“ (http://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-8349-3755-1_7?no-access=true)

Social Branding bedeutet die transparente, interaktive Markenführung an allen Schnittstellen der digitalen Medienkultur. Es geht um ein aktives Interagieren mit den potentiellen Kunden oder Zielgruppe. Alle Bereiche eines Unternehmens, von der Produktentwicklung, den Verkauf, die Werbung und den Kundendienst müssen von diesem Selbstverständnis geprägt sein. Eine Marke entwickelt sich im dialogischen Diskurs mit Fans, Gegnern, Kunden, Mitarbeitern und Interessenten. Der Brand Manager fördert diesen Diskurs. Eine partizipative Organisation ist die grundlegende Voraussetzung für Social Branding. Die Führungsebene von Unternehmen muss lernen Macht und Kontrolle abzugeben sowie Ressourcen für einen authentischen Markendialog im Social Media (Blogging, Social Networks und Co) über alle Unternehmensbereiche hinweg zuzulassen.

 

 

Quellen:

http://www.ambuzzador.com/social-branding/

http://www.selbstaendig-im-netz.de/2010/06/15/social-web/social-branding-im-web-2-0/

Hoffmann, Sabine (2011): Social Branding – Chancen, Risiken und Nebenwirkungen nachhaltiger, digitaler Markenführung – Fachkonferenz „Point of Marketing“ 2011


Flashmob

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 15, 16 / 19:01, 19:30, 20:00, 20:18

Übersetzt bedeutet Flash = Blitz und Mob = aufgewiegelte Volksmenge. Meist wird im Internet – aber auch über Telefon, Handy etc. – für diese Flashmobs aufgerufen. Hier erfahren sie, wo man sich trifft (öffentliche Plätze) oder auch, ob man etwas mitbringen muss. Die Menschen, welche daran teilnehmen, kennen sich meist nicht und verrichten bei den Flashmobs die vorgeschlagenen meist ungewöhnlichen Dinge. Oftmals wird bei solchen Veranstaltungen getanzt, gesungen, geklatscht, telefoniert, etc.. Der Flashmob ist beendet wenn ein vereinbartes Signal gegeben wird. So schnell, wie sich die Menschenmasse zusammen gefunden hat, so schnell löst sie sich wieder auf.

In Bad Homburg nahmen Hunderte von Jugendlichen bei einem Massenauflauf teil, einem globalen Klima-Weckruf. Am 21.09.09 um 18:12 Uhr reckten alle Teilnehmer ihre Handys in den Himmel und versuchten per Mobiltelefon Entscheidungsträger in aller Welt zu erreichen, um sie zum Handeln für das Weltklima zu motivieren. Zum gleichen Zeitpunkt fanden 2000 vergleichbare Aktionen in 88 Ländern statt. All diese Aktionen sind Ausdruck einer neuen jugendkulturellen Gesellungsform, die Flashmop, d.h. „Blitzauflauf“ genannt werden. Wildfremde Menschen verabreden per Internet Zeit und Ort für ihre Spaß-Demos. Die „Mobs“ bilden sich blitzartig, scheinbar entstehen sie aus dem Nichts.

Erkennbar wird ein neues Verständnis politischen und gesellschaftlichen Handelns. Es geht nicht mehr um eine Auseinandersetzung mit kognitiven Zielen, wie auch das mangelnde Interesse von Jugendlichen belegt, sich für traditionelle politische Entscheidungsprozesse zu engagieren. Aktionsbezug (Erlebnisorientierung, Handlungsorientierung), Wahrnehmungsdimension (bei dem der Körper und die Sinne beteiligt sind) und Virtualität (Communities, Weblogs, Mobiltelefon, Email-Kettenbriefe) sind die Parameter die bei der Web 2.0 Generation positiv besetzt sind.

 

 

Quellen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Flashmob

Röll, Franz Josef : Partizipation im Web 2.0. In: das baugerüst: Demokratie online, Heft 4/2011, S. 8-13.


In der Sendung erwähnte Webseiten

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 6 / 04:28, 04:52, 05:35

http://kegelklub.net/blog/

Genderpolitisches Forum der Piratenpartei

Die Internetseite http://kegelklub.wordpress.com/ wurde zwischenzeitlich auf die oben genannte Webseite verlegt.

Der Kegelklub ist ein informeller Zusammenschluss von Personen, die sich mit Themen rund um die Geschlechterpolitik in der Piratenpartei befassen. Gemeinsames Ziel ist „der Einsatz für eine sexismusfreie Gesellschaft, in der jeder Mensch die Identifikationshoheit über die eigene Identität hat und sich gern von Rollenzwängen frei entfalten kann“ (http://kegelklub.net/blog/). In ihrem Kampf gegen eine klassische Geschlechtertrennung und Sexismus gründete die Partei den Klub, um ihre Offenheit für alle zu zeigen – für Piraten, Piratinnen und transsexuelle Eichhörnchen – „die sich manchmal oder immer weiblich fühlen oder gesehen werden“ (https://twitter.com/kegelklub).

Auf der Homepage des Kegelklubs können Erfahrungen im Umgang mit dem Thema Geschlecht mitgeteilt, diskutiert, analysiert und kritisiert werden. Geschlechterklischees und uninformierte Ressentiments werden hierbei abgelehnt. Unregelmäßige Treffen des Kegelklubs werden per Twitter mitgeteilt und sind für alle Interessierten offen.

Interview eines Kegelklub-Mitgliedes auf dem Bundesparteitag 2012 zur Arbeit des Kegelklubs:

Quellen:

https://twitter.com/kegelklub

http://www.focus.de/politik/deutschland/geschlechterdebatte-in-der-piratenpartei-maenner-frauen-transsexuelle-eichhoernchen_aid_745013.html


 

Glossar

Denial of Service (DoS), engl. für Dienstverweigerung

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 17 / 22:04

Ist ein Begriff aus der digitalen Datenverarbeitung und bezeichnet die Nichtverfügbarkeit eines Dienstes, der eigentlich verfügbar sein sollte.  Grundsätzlich gibt es verschiedene Gründe für eine Nichtverfügbarkeit. Ein DoS tritt in der Regel als Folge einer Überbelastung –  unbeabsichtigt  oder mutwillig – von Infrastrukturen auf. Mutwillig herbeigeführte Überlastungen geschehen in der Absicht, einen bereitgestellten Dienst arbeitsunfähig zu machen. DoS Angriffe überfluten Betriebssysteme mit einer größeren Zahl von Anfragen, damit sie nicht verarbeitet werden können. In Folge dessen können reguläre Anfragen nicht oder nur sehr langsam beantwortet werden. Bei DoS Angriffen  will der Angreifer in der Regel nicht in den  Computer eindringen und benötigt keine Passwörter oder ähnliches vom Zielrechner. Denial of Service Attacken werden inzwischen von Cyber-Kriminellen zum Verkauf angeboten. Sie werden oft mit dem Ziel gekauft, Konkurrenten Schaden zuzufügen.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Denial_of_Service

 

Schwarmintelligenz

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 10 / 12:34

Die Schwarmintelligenz – auch kollektive oder Gruppenintelligenz genannt – ist ein auftauchendes Phänomen. Der Grundgedanke der kollektiven Intelligenz findet sich schon bei Aristoteles. Es gibt sowohl systemtheoretische, soziologische als auch philosophische und pseudowissenschaftliche Erklärungsansätze. In der 19. Sendung wird dieses Phänomen intensiver diskutiert.

Quellen:

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/schwarmintelligenz-gemeinsam-sind-wir-duemmer-a-762837.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Kollektive_Intelligenz

 

Social cues (deutsch: soziale Hinweise, soziale Signale)

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 10 / 11:45

sind meist nicht-verbale Hinweise, die im Verlauf einer Konversation oder sozialen Interaktion bewusst oder unbewusst gesendet werden. Hierzu zählen z.B. die Mimik und Gestik, Körperhaltung, Tonfall, physische Erscheinung, u.v.m. Sie unterstützen den Inhalt des Kommunizierten, wobei die Gefahr besteht, dass es vom Gegenüber nicht oder falsch verstanden wird. Social cues liefern Informationen über die interagierenden Personen und vergrößern und vertiefen die Qualität eines Kontaktes, was sowohl positiv als auch negativ sein kann. Bei computervermittelter Kommunikation (z.B. Chat, Email) gehen solche Hinweisreize meist verloren oder werden beispielsweise durch Emoticons ersetzt.

Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/Social_cue


Interviewte Personen

Christoph Bieber

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 16, S. 18, S. 19 / 20:18, 22:36, 23:59

Prof. Dr. Christoph Bieber ist Politikwissenschaftler für Ethik in Politikmanagement und Gesellschaft an der NRW School of Governance/Institut für Politikwissenschaft an der Universität Duisburg-Essen. Er ist seit der Gründung im Jahr 2000 Mitglied im Vorstand von pol-di.net e.V., dem Trägerverein von politik-digital. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Arbeit liegen auf den Auswirkungen neuer Medien auf politische und gesellschaftliche Prozesse.

Quelle: http://politik-digital.de/user/cbieber/

 

Jessica Einspänner

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 7, S. 11 / 07:24, 11:14

Ist Mitarbeiterin des Instituts für Sprach-, Medien- und Musikwissenschaft im Fachbereich Medienwissenschaft an der Universität Bonn. Ihre weiteren Forschungsschwerpunkte sind: Onlinekommunikation und Social Media, Aspekte von Privatheit (online), Politische Kommunikation (Wahlkampfkommunikation, politische Partizipation, Public Affairs), Onlinejournalismus. Aktuell beschäftigt sie sich mit der Deliberation im Netz. Sie ist Mitarbeiterin eines Projektes der DFG (Deutsche Forschungsgemeinschaft), in dem Formen und Funktionen des digitalen Diskurses am Beispiel des Microbloggingsystems Twitter untersucht werden.

Quellen:

http://www.mediatisiertewelten.de/?id=40

http://uni-bonn-medienwissenschaft.de/informationen/jessica-einspanner-m-a/

 

Stephan Eisel

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 8, S. 9 / 08:36, 09:40, 10:09, 10:25

ist ein deutscher Politiker (CDU). Er war von 2007 bis 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages. Stephan Eisel betreibt mehrere Internet-Blogs. Er ist engagierter Verfechter der europäischen Integration, publiziert zu den Grundwertedebatten in der CDU und ist ein Kritiker der eDemocracy. Seit September leitet er die Redaktion des Internet-blogs kreuz-und-quer.de (Diskussionsforum zum politischen Handeln aus christlicher Verantwortung), der u. a. von Norbert Lammert, Alois Glück, Bernhard Vogel und Erwin Teufel herausgegeben wird.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Stephan_Eisel

 

Ansgar Heveling

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 8 / 07:58

ist Rechtswissenschaftler und deutscher Politiker, seit Oktober 2009 ist er Mitglied im deutschen Bundestag. Von 2002 bis 2009 war er Vorsitzender der CDU-Stadtratsfraktion in Korschenbroich.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Ansgar_Heveling

 

Thomas Pigor

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 1, S., 10, S. 19 / 00:17, 12:23, 25:37

ist Kabarettist, Liedermacher und Sänger, Buchautor und Komponist. Seit Ende der 1970er Jahre ist er als Musikkabarettist mit verschiedenen Bühnenprogrammen unterwegs. Seine Texte beziehen meist aktuelle Ereignisse mit ein.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Pigor

 

Julia Schramm          

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 5, S. 6, S. 8 / 03:15, 04:00, 04:20

Ist Politologin (Doktorandin an der Humboldt Universität Berlin), freie Autorin und Feministin. Sie ist (Mit-) Begründerin des Frauenforums “Kegelklub”. Seit April 2012 ist sie Mitglied im Bundesvorstand der Piratenpartei. Sie dokumentiert täglich, was sie politisch macht,  mit wem sie wann, wie und wo spricht.

Quellen:

http://www.juliaschramm.de/

http://wiki.piratenpartei.de/Benutzer:Julia/BuVo/T%C3%A4tigkeitsberichte

 

Jürgen Walleneit      

Bezug zum Manuskript/Audio: S. 12, S. 13 / 14:51, 15:18, 16:20

ist seit 1997 geschäftsführender Gesellschafter der MSH AND MORE Werbeagentur GmbH. Er ist Spezialist für Cross-Media, Internet und Handelswerbung (Trade-Marketing, Promotion). Bei der Kölner Internet Union (KIU) ist er der Vorstandsvorsitzende.

Quelle: http://kress.de/kresskoepfe/kopf/profil/15536-juergen-walleneit.html

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