14 – Digitale Bohème

Die digitale Bohème: Netzkultur als Lebensstil

Autoren: Kathrin Passig und Moritz Metz / Samstag, 23. Februar 2013, 11:30 Uhr

„Die digitale Bohème, das sind Menschen, die sich dazu entschlossen haben, ein selbstbestimmtes Leben zu führen, dabei die Segnungen der Technologie herzlich umarmen und die neuesten Kommunikationstechnologien dazu nutzen, ihre Handlungsspielräume zu erweitern.“ Diese Sätze von Sascha Lobo und Holm Friebe aus ihrem Buch „Wir nennen es Arbeit“ von 2006 umschreiben neue Arbeitsformen in einer sich rasant wandelnden Internetwelt. Dazu gehört nicht zuletzt die Digitalisierung der Arbeitsmaterialien. In vielen Wissens- und Kreativberufen braucht man keine Regale voller Bücher, Aktenordner und Unterlagen mehr. Der Arbeitsplatz passt oft vollständig in den Rechner. Dieser Rechner wiederum ist mobiler geworden. War der Laptop im ersten Jahrzehnt unseres Jahrhunderts bestenfalls ein Zweitgerät für unterwegs, hat heute kaum mehr jemand einen stationären PC unter dem Schreibtisch stehen. Und weil so viel Arbeit rein digital stattfindet, gibt es auch immer mehr Software, die die ortsunabhängige Zusammenarbeit unterstützt. Mit diesen Veränderungen der Produktionsmittel und der Kommunikationsstrukturen entfallen einige der bisherigen Gründe, warum Arbeit am reibungslosesten an ganz bestimmten Orten und innerhalb einer Firma erledigt werden konnte. In ihrer Funkkolleg-Sendung gehen Kathrin Passig und Moritz Metz den Fragen nach, welche politischen und sozialen Implikationen der digitalen Arbeits- und Lebenswelt zu Grunde liegen und wo in der neuen digitalen Bohème selbstbestimmte Arbeit aufhört und Selbstausbeutung anfängt.

Sendung zum Thema 14

26:44 min (Download Funkkolleg Medien (14), 24,5 MB)

 


 

Zusatzmaterial zum Thema 14

Hier finden Sie ergänzende Texte und Zusatzmaterialien (Links und Videos) zur vierzehnten Sendung und Themenwoche.

-> Zusatzmaterial zur vierzehnten Sendung und Themenwoche

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