22 – Netzpolitik und Netzneutralität

Netzpolitik und Netzneutralität: Wie demokratisch ist das Internet?

Autor: Johannes Paßmann/ Sendedatum: Samstag, 04.05.13, 11:30 Uhr

Seit Jahren gibt es diese Diskussion: Erfahrene, oft junge und technisch versierte Internetnutzer sehen sich von Eindringlingen bedroht, die ihre bisherigen Regeln ändern wollen. Welche Regeln braucht das Internet? Und wer schreibt sie wem vor? Mit diesen Fragen befasst sich Netzpolitik.

Als Mitte der 90er Jahre Unternehmen mehr und mehr Einfluss im Netz erlangten, verfasste der Aktivist John Perry Barlow die „Unabhängigkeitserklärung des Cyberspace“. Darin heißt es: „Regierungen der industriellen Welt, Ihr müden Giganten aus Fleisch und Stahl, ich komme aus dem Cyberspace, der neuen Heimat des Geistes. Wo wir uns versammeln, besitzt Ihr keine Macht mehr.“ Für den Datentransport heißt das: Es ist ganz gleich, was in einem Datenpaket enthalten ist oder von wem es kommt: Was transportiert wird, hat nichts damit zu tun, wie es transportiert wird. Das Netz selbst soll gegenüber all dem „neutral“ sein. Doch das Internet hat sich in der Zwischenzeit nicht nur in kommerzieller Hinsicht verändert. Es hat nicht mehr einige zehntausend, sondern mehr als eine Milliarde Nutzer. Geht es bei der Forderung nach Netzneutralität darum, dass alles wieder so ist wie früher, vor dem September 1993? Oder geht es dabei um die Grundfesten einer demokratischen Gesellschaft?

Sendung zum Thema 22

26:32 min (Download Funkkolleg Medien (22), 23,2 MB)

 


Zusatzmaterial zum Thema 22

Hier finden Sie ergänzende Texte und Zusatzmaterialien (Links und Videos) zur zweiundzwnazigsten Sendung und Themenwoche.

-> Zusatzmaterial zur zweiundzwanzigsten Sendung und Themenwoche

2 Antworten auf 22 – Netzpolitik und Netzneutralität

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